Hersteller-Daten nach China
Datenleck beim Zerleger

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Wie sind geheime Daten von VW, BMW und Peugeot zur chinesischen Konkurrenz von Great Wall gelangt? Offenbar befindet sich das Leck bei einer französischen Firma, die Neuwagen zerlegt.
Der chinesische Autoproduzent Great Wall ist an Baupläne von Peugeot, BMW und VW gekommen. Diese stammen offenbar von der französischen Firma A2Mac1, wie das "Handelsblatt" berichtete. Die Firma zerlegt Neuwagen im Auftrag der Industrie und speist die Beschaffenheit der Einzelteile in Datenbanken ein. Zu ihren Kunden zählen rund 50 Autobauer und Zulieferer. Einige erwägen dem Bericht zufolge die Kündung. Die Ursache des Lecks ist unbekannt.
Lesen Sie auch: Mini-Klon und B-Klasse-Klon
Bilder: Neue Auto-Klone aus China

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Ein VW Tiguan? Nix da! Das ist Kopie Nummer 2422 aus China und nennt sich Yema T-SUV. Das Yema T-Modell gleicht fast zu 100 Prozent einen VW Tiguan, aber wen wundert das noch?
Bild: auto.ifeng.com

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Da wird wieder so dermaßen frech kopiert, dass es einem die Schuhe auszieht. Auch vor kleinen Details wie den Rückleuchten wird nicht halt gemacht.
Bild: auto.ifeng.com

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Das Original aus Wolfsburg hat gerade ein Facelift erlebt, das haben die Chinesen gleich mit kopiert.
Bild: Toni Bader

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Hallo, Audi A4. Dieses Mal in einem Mix zwischen dem aktuellen und dem Vorgänger-Modell B7. Selbst der Bogen des Tagfahrlichts vom aktuellen Modell wird knallhart abgekupfert.
Bild: auto.ifeng.com

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Hinten klappt es nicht ganz so gut mit der Kopie, das Heck wirkt etwas speckig.
Bild: auto.ifeng.com

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Und hier das Original, der Audi A4.
Bild: Lena Barthelmeß

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Auch vor japanischen Nobel-Karossen macht der Kopier-Wahn nicht halt. Die Yema E-Series zitiert eindeutig den Inifiniti EX.
Bild: auto.ifeng.com

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Unterschiede? Ja, denn unsere Freunde aus China haben immerhin die Dachreling weggelassen. Ansonsten ist die Fälschung ...
Bild: auto.ifeng.com

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... ziemlich nah am Original aus Japan. Dreist? Dann wird die Galerie in der Folge neue Perspektiven bringen.
Bild: Werk

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Auf der Shanghai Auto Show 2011 stand dieser Mini-Klon aus China. Die Geely-Tochter Emgrand ließ auf der Messe den EC6-RV vorrollen, der dem Countryman erstaunlich ähnlich sieht.

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Wer sich die Dachlinie und die Formgebung zu Gemüte führt, erkennt eindeutig das bayuwarische Vorbild. Die Chinesen packen zusätzlich noch einen Schuss Citroën DS3 dazu, dessen Front sich im chinesischen Mini-Duplikat wiederfindet.

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Wie könnte es anders sein, der Mini war nicht der einzige Design-Klon auf der Messe: Im Vorfeld der Auto Shanghai 2011 hatte Brilliance das Kompakt-SUV A3 vorgestellt. Dass das Modell mit dem Audi-Namen aussieht ...

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... wie der BMW X1 ist natürlich kein Zufall. Deutsches Design verkauft sich gut in China. Deshalb wird im Reich der Mitte gerne mal ...
Bild: Werk

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... die Klonmaschine angeworfen. In der Seitenansicht ist das Abpausen besonders gut gelungen: Dachverlauf, Fenster-Optik und Radkästen wirken wie vom BMW-Band gelaufen.

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Die Front ist den Chinesen zwar nicht ganz so trefflich gelungen; wer die Augen zusammenkneift, sieht sich aber ebenfalls einem BMW X1 gegenüber. Und selbst die Farbgebung des in China aufgetauchten Erlkönigs ...

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... könnte glatt als BMWs "Marrakeschbraun" durchgehen.
Bild: Werk

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Bei den Scheinwerfern verließ die Chinesen etwas das Kopier-Glück. Zwar hat auch der A3 zwei Einzelscheinwerfer hinter Glas und eine kleine "Augenbraue", den so markanten Unterschwung der BMW-Scheinwerfer sucht man aber vergebens.

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Beim Heck entschloss man sich, dem A3 eine etwas elegantere Linienführung zu gönnen.

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Wirkt der X1 hinten eher bullig, sorgen die schmalen, ...
Bild: Werk

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... weit nach vorne umlaufenden Rückleuchten des Brilliance für mehr Dynamik. Bei der Gestaltung der Schürze geht Brilliance aber wieder mit dem BMW-Ansatz konform. Doch die Chinesen haben sich nicht nur bei BMW bedient. Auch die Kollegen aus Ingolstadt...

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... ... mussten ein wenig von ihrer Kreativität ungewollt nach Asien transferieren. Und so kommt dem Betrachter nun auch das Cockpit des Kompakt-SUV irgendwie bekannt vor. Speziell der Armaturenträger zeigt deutliche Audi-Anleihen. Von der Typbezeichnung des neuen China-Stars mal ganz zu schweigen.

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Angesichts des freiliegenden Automatik-Wahlhebels drängt sich die Frage auf: Wollte oder konnte Brilliance hier nicht besser kopieren?

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Glaubt man den Kollegen von Auto Sohu, dann kommen beim Brilliance A3 lediglich Benziner mit 1,6 und 1,8 Litern Hubraum zum Einsatz. Speziell der 1,6er würde das Asia-Potpourri perfekt machen, handelt es sich bei diesem Aggregat doch angeblich um eine Leihgabe von Mitsubishi. Weitere Beispiele chinesischen Kopier-Wahns gefällig? Bitte weiterklicken ...

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Das Kompliment, kopierenswerte Modelle zu haben, bekommt auch Mercedes von den Chinesen ausgesprochen. Original und Fälschung: Welches Auto ist schöner? Auf der linken Seite ...
Bild: Werk / Montage

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... haben wir die Mercedes B-Klasse. Durchdacht bis in den letzten Winkel ist der kompakte Benz. Seit seinem Erscheinen 2005 hat er sich mehr als bewährt. Von diesem Kuchen möchten auch ...
Bild: Werk / Montage

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... die Chinesen ein Stück abbekommen. Die Beijing Automotive Industry Holding, kurz BAIC, hat die B-Klasse kurzerhand nachgebaut. Baic BC301Z nennt sich das Ergebnis.
Bild: Werk / Montage

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Dabei haben die Designer aus dem Reich der Mitte nicht nur den Grill samt Scheinwerfern detailgenau nachgezeichnet, sondern auch die seitlichen Sicken.
Bild: Werk

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Bemerkenswert: BAIC und Daimler hatten Ende Januar 2009 in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Joint Venture zum Bau von Lkw sowie zum Austausch von Technologien unterzeichnet. Auch wenn der BC301Z mit fast vier Metern Länge ...
Bild: Werk

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... deutlich kürzer ist als die B-Klasse (4,27 Meter): Die dreiste Kopiererei ist mehr als offensichtlich.
Bild: Werk

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Am Heck sind Unterschiede zu erkennen – wohl auch, weil das Budget der Chinesen keine teure Lösung hergibt.
Bild: Werk

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Der Armaturenträger wurde eindeutig imitiert. Die haptische Qualität ...
Bild: Werk

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... dürfte erfahrungsgemäß eine andere als bei einem Mercedes mit Premium-Anspruch sein, die Bedienbarkeit profitiert sicherlich von der Daimler-Schule.
Bild: Werk

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Der Auftritt vor großem Publikum macht vorsichtig: Um auf der Auto China 2010 in Peking Ärger zu vermeiden, hat Geely die Studie GE umgestaltet.
Bild: Thomas Geiger

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Die Karosserie des ehemaligen "Lolls-Loyce" Phantom wirkt jetzt runder, der Kühlergrill ist neu.
Bild: Werk

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Geely hatte den Vorgänger im April 2009 auf der Shanghai Auto Show gezeigt – allerdings ohne Motor. Das Royce-Plagiat war gebaut worden, um das Image des Autobauers aufzupeppen.
Bild: Claudius Maintz

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Das verriet Geely-Boss Jie Zhao in Shanghai AUTO BILD-Reporter Claudius Maintz. AUTO BILD hatte das Stück am 16. April 2009 weltexklusiv gezeigt.
Bild: Claudius Maintz

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Auch die Galionsfigur "Emily" ist abgekupfert. Von wegen, sagte Zhao: Auf dem Grill throne eine chinesische Göttin namens Change, die sonst vor allem in Drachenbooten zu finden sei.
Bild: Claudius Maintz

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Vely blitish sollte der "Lolls-Loyce" aussehen, wie wir den dreisten Phantom-Klon flugs tauften.
Bild: Werk

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Das Abbild des Rolls-Royce Phantom stimmte mit dem Original auf den Millimeter überein – zumindest in der Karosserielänge.
Bild: Werk

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Bild: Werk

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Das Interieur sah hochwertig aus, war es aber nicht. Immerhin, so gestand Zhao, nutze der Geely-Vorstand die Limousine für Dienstfahrten.
Bild: Claudius Maintz

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Zumindest in der Inneneinrichtung unterschied sich die Fälschung wesentlich vom Original: Im Fond war keine Sitzbank, sondern ein wahrer Thron eingerichtet.
Bild: Werk

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Die entsprach wohl eher den Wertvorstellungen eines Bonzen denn denen eines aufgeklärten westlichen Aristokraten.
Bild: Werk

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Und hier – nur zum Vergleich – das Original aus England: Gestatten, mein Name ist Phantom. Rolls-Royce Phantom. Doch selten wagen sich Chinas Auto-Kopisten an solch große Brocken heran. Lieber noch ist ihnen ...
Bild: Werk

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... der Smart. Na, ist der nicht gut gelungen? Kujau wäre zufrieden gewesen. 110 Kilometer Reichweite, vier PS, 45 km/h Spitze. Als "Intuga" sollte er sogar nach Deutschland kommen.
Bild: Bernd Hanselmann

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Doch daraus wurde nichts, ein deutsches Gericht machte dem Spuk im Herbst 2008 ein Ende. Wir testeten ihn trotzdem auf Herz und Nieren.
Bild: Bernd Hanselmann

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Batterietechnik und Antrieb saßen unter der Motorhaube. Das "GS" im Kühlergrill war ein Fantasiename.
Bild: Bernd Hanselmann

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Bild: Bernd Hanselmann

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Beate Gestenberger, Einzelhandelskauffrau, hätte den China-Smart gekauft: "Ein handlicher Kleinwagen, 6500 Euro sind ein Wort", so ihre Meinung.
Bild: Bernd Hanselmann

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Ob das klappt? Anders als beim Original öffnet sich die Heckklappe zur Seite.
Bild: Bernd Hanselmann

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Jungfernfahrt mit roter Nummer: Für eine reguläre Zulassung war der Flybo 6000ZK (so die Werksbezeichnung) noch zu unsicher.
Bild: Bernd Hanselmann

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Bild: Bernd Hanselmann

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Beim Testen des Klons stellte sich schnell heraus, dass sein Innenleben mit dem des realen Smarts nicht viel gemeinsam haben konnte.
Bild: Imagine China

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Und nun werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Still und heimlich kopieren chinesische Hinterhof-Werkstätten unseren Smart.
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Eine absolute Ausnahme in den Werkstätten: Hier präsentiert Huoyun ein namenloses Gefährt. In dem Wirrwarr von Plagiaten kann dieses "Auto" als erster Gehversuch gewertet werden, etwas Eigenes zu kreieren.
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Plug and play: Einfach ran an die Steckdose und schon fährt das chinesische Plagiat.
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Der Unterschied lässt sich kaum erkennen. Einen wirksamen Kopierschutz hatte Smarts Konzernmutter Daimler 15 Monate nach dem Bekanntwerden der ersten Smart-Klone immer noch nicht gefunden.
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Aber auch andere Marken sind nicht vor dem Kopieren gefeit: Hier mit einer Schnauze von Toyota oder ...
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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... auch unverkennbar von BMW. Der Chef habe die Idee zur Smart-Kopie auf einer Deutschland-Reise gehabt und sich ein Original mit nach Hause genommen.
Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Viele bunte Smarties. Fast alle Firmen haben schöne Prospekte gedruckt.
Bild: Werk

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Bild: Werk

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Bild: Zhou Junxiang/Imaginechina

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Wer mehr über den ausgeprägten Nachahmungstrieb der Chinesen erfahren will, besucht eine lokale Automesse – zum Beispiel die in Peking. Sie entpuppte sich damals als riesige Party der Plagiate – geklaut wurde völlig schamlos. So hatte sich der chinesische Hersteller ShuangHuan ...

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Historische Sensation: Erstmals vereint waren hier ein Mercedes und ein BMW-Emblem. Dreister geht es nicht – völlig ungeniert ...

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... Mercedes CLK (hier das Vorbild). Dahinter folgt ein Mix aus SLK und Renault Mégane CC. Das geklonte Cabrio-Coupé soll angeblich auch zu uns kommen – "für deutlich weniger als 20.000 Euro".

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Bayern-Brüder: Dies ist ein 3er BMW. Die Kopie von BMW-Kooperationspartner Brilliance ...

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... sollte 2007 zu uns nach Deutschland kommen. Doch scheiterte Brilliance immer jämmerlich an den Euro NCAP-Crashtests.

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... das Heck des Nissan Note ab. Vorn ließ er sich ...

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... die Nase vom Skoda Roomster (Foto) modellieren. Was für eine Monsterparade!

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... die Schnauze vom Toyota Yaris. Bezahlt wird dafür nicht.

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Bild: Angelika Emmerling

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