Honda CR-V (2015): Fahrbericht

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Honda CR-V (2015): Fahrbericht

— 20.01.2015

Erste Fahrt im neuen CR-V

Zur Halbzeit gönnt Honda dem CR-V ein großes Facelift, spendiert einen sparsamen, effizienten Diesel und ein neues Automatikgetriebe. Der Fahrbericht.

Video: Honda CR-V Facelift (2015)

Aufgefrischter CR-V

Mit 7,2 Millionen Verkäufen seit 1997 bezeichnet Honda den CR-V als das meistverkaufte SUV der Welt. Das ist selbstverständlich eine Definitionsfrage; fraglos ist Hondas geräumiger Tiguan-Konkurrent aber mit bislang insgesamt 102.000 Neuzulassungen in Deutschland ein Erfolgsmodell. Zum neuen Modelljahr erhält er kleinere optische Retuschen. Wichtiger sind aber technische Verbesserungen: Ein neuer Downsize-Diesel mit 1,6 statt 2,2 Liter Hubraum verspricht mit 160 PS und 4,9 Liter Normverbrauch hohe Effizienz, und ein neues, App-gesteuertes Infotainment-System soll vor allem junge Käufer ansprechen. Im Innenraum hat sich sonst wenig getan: Der CR-V ist geräumig und wirkt hochwertig, und die flink vom Kofferraum aus mit einem Griff zusammenklappende Rückbank gibt einen der größten Laderäume der Klasse frei: 1699 Liter.

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Dank zweistufiger Aufladung leistet der neue 1,6-Liter-Diesel 160 PS.

Von einem neuen Antriebsstrang profitiert die beliebte Dieselversion (Anteil 60 Prozent). Neu ist eine leistungsstärkere Version des zur aktuellen Generation eingeführten 1,6-Liter-Diesel. Mit zweistufiger Aufladung bringt er 160 PS und die gleichen 350 Nm Drehmoment des bisherigen 2,2-Liter-Diesel. Sie schieben kräftig, aber nicht brachial an, werden mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe deutlicher spürbar als mit der aufpreispflichtigen Neungang-Automatik. Die arbeitet bei ruhiger Fahrweise angenehm drehzahlsparend und harmonisch mit dem Diesel zusammen – kein Vergleich mit dem alten Fünfgangautomaten. Im S-Modus werden die niedrigen Gänge länger gehalten und der schön spontan reagierende Handschaltmodus steht dauerhaft zur Verfügung.

Die neue E-Servolenkung ist eine große Verbesserung

Der CR-V lenkt spontaner ein und untersteuert selbst auf nasser Fahrbahn viel weniger als bisher.

Eine große, wenn auch keine grundsätzliche Verbesserung stellt die jetzt direkter übersetzte und agiler abgestimmte E-Servolenkung dar. Sie bietet ordentlichen Fahrbahnkontakt und läuft sauber in die Mittelstellung zurück, ohne nervös zu wirken. Auf kurvigen Strecken spürt man die breitere Spur und die 65 Kilo weniger Gewicht der neuen Motor-Getriebe-Kombination; der CR-V lenkt spontaner ein und untersteuert selbst auf nasser Fahrbahn viel weniger als bisher. Die neu abgestimmte Federung ist auf der straffen Seite, erspart aber fiese Stöße ins Kreuz.

Überzeugendes Infotainment-System und i-ACC

Android-Smartphones lassen sich nahezu perfekt in das Infotainment integrieren.

Als Weltneuheit bezeichnet Honda den ersten intelligenten Abstandsregeltempomat (i-ACC) des CR-V . Er beobachtet nicht nur den Abstand zum direkt vorausfahrenden Auto, sondern auch bis zu fünf weitere Fahrzeuge. So kann er frühzeitig und vorausschauend reagieren – und vermeidet damit allzu brüske Bremsmanöver.
Infotainment: Neues von der CES

Ganz auf das Google-Betriebssystem Android setzt das neue Infotainment namens Honda Connect. Man bedient alle Funktionen mit den Smartphone-typischen Tipp- und Wischgesten, auch die Kartendarstellung des auf Garmin-Technik basierenden Navisystems. Android-Smartphones lassen sich nahezu perfekt in das Infotainment integrieren; eine Anzahl spezieller Apps – für die Honda einen eigenen App-Shop eingerichtet hat – bieten vielfältige Konnektivitätsdienste. So kann man sich auch während der Fahrt eingehende Facebook-Nachrichten vorlesen lassen oder seine Lieblings-Webradiosender über die Aha-App verwalten. Die Mirror-Link-Funktion spiegelt das Smartphone auf den Sieben-Zoll-Touchscreen – so lässt sich das Telefon fernbedienen. iPhone-Nutzer müssen allerdings bis auf weiteres auf einen Teil der Integrationsfunktionen verzichten.
Autor:

Thomas Rönnberg

Fazit

Das Facelift bringt spürbare Verbesserungen: Der neue Diesel läuft leise und zieht trotz 27 Prozent weniger Hubraum kräftig, die ZF-Neungangautomatik ist ein Quantensprung gegenüber dem alten Fünfgangautomaten. Moderne Assistenz- und Unterhaltungsfunktionen werden vor allem die junge Generation ansprechen.
Das hat uns gefallen: Der CR-V ist geräumig, bietet bequemen Einstieg und ein entspanntes Fahrgefühl. Der neue Diesel verpricht weniger Verbrauch, zieht kräftig und läuft kultiviert.
 
Das weniger: Die subjektiven Fahrleistungen sind nicht überwältigend. Die nicht verstellbare Rückbank beschränkt die Variabilität; die Menüsteuerung des Connect-Systems wird nur der Android-Geübte als logisch empfinden.
 

Stichworte:

SUV

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