Hymer Camp 622 CL: Wohnmobil-Test
Heimelig im Hymer

Keine 6,60 Meter lang, aber Platz wie ein Großer. Der Camp CL taugt für sechs – und wird jetzt günstig. Die Wohnmobil-Kaufberatung.
Bild: Angelika Emmerling
- Stefan Diehl
Der Jubilar beschenkte sich selbst. Im Jahr 2007 feierten sie bei Hymer das 50-jährige Jubiläum ihres ersten Caravans, des Troll – und präsentierten zum Geburtstag den Camp 622 CL auf Basis des Ford Transit, damals frischgebackener Van of the Year. Die Schwaben boten den Camp auch auf Ducato an, der hieß dann SL. Aber den in der Türkei gefertigten Kölner der sechsten Generation gab es im Gegensatz zum Italiener auch mit Hinterradantrieb – und ab Modell 2008 sogar mit Allrad. Die meisten Käufer waren jedoch mit Frontantrieb zufrieden und lebten mit dessen Manko: Die Räder des Wohnmobils ringen schon bei leichter Straßennässe um Traktion.
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Nach 110.000 Kilometer offenbart sich die gute Qualität

Der Innenraum ist weder feucht, noch riecht er muffig: Hier kann man sich noch immer wohlfühlen.
Bild: Angelika Emmerling
Der holzfreie Aufbau besteht aus einer Mehrlagen-Kombi aus Aluminium und Polyurethan. Damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, sind die 35 Millimeter dicken Verbundplatten von Dach und Wänden verklebt. Der Doppelboden ist 46 Millimeter stark. Hymer gab einst sechs Jahre Garantie auf Dichtheit. Wie gut die Qualität ist, zeigt unser Testwagen: Auch nach 110.000 Kilometern klappert nichts – und der Innenraum ist weder feucht, noch riecht er muffig.
Der Camp CL taugt gut für vielköpfige Familien. Im Alkoven schlafen die Eltern, in den Stockbetten im Heck finden die größeren Kinder ihr Nachtlager. Und für die Kleinsten lässt sich die geräumige Sitzecke zum Doppelbett umrüsten. So können bis zu sechs Personen durchaus komfortabel reisen. Genügend Ablagen, Stauräume und ein Kleiderschrank sind ebenfalls vorhanden. Dennoch bleibt Platz für eine Heckgarage mit 2000 Liter Stauvolumen. Die Küche ist praktisch bestückt, das Bad voll ausgestattet. Reisemobilist, was willst du mehr?
Vor dem Kauf sollte man sich den Motor genau ansehen

Die Ford-Motoren sind in der Szene als Problemfall berüchtigt. Kolbenfresser drohen!
Bild: Angelika Emmerling
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