Hyundai i40: Kaufberatung
— 10.02.2012
Aufschwung Ost
Mit dem i40 macht Hyundai deutschen Volumenmodellen in der Mittelklasse Konkurrenz. Längst hat man in Fernost die Zeichen der Zeit verstanden und wirbelt den europäischen Markt auf.
Bei der Behauptung, dass
Hyundai einen adäquaten Wettbewerber zum
Passat ins Rennen schicken wird, hätte der eine oder andere VW-Delegierte vor ein paar Jahren wohl noch mit skeptischem Grinsen reagiert. Doch gut lachen haben jetzt andere. Spätestens seit 2009 ist das Selbstbewusstsein der Koreaner um ein Vielfaches erstarkt. Mit über 91.000 Zulassungen in Deutschland und einem Zuwachs von mehr als 76,7 Prozent gegenüber 2008 florierte das Jahr der Umweltprämie für Hyundai zum Jahr der Rekorde. Und fortan traute man sich in Fernost Großes zu. Unter Leitung des deutschen Chefdesigners Thomas Bürkle entstand im europäischen Designzentrum in Rüsselsheim der
i40.
Überblick: News und Tests zum Hyundai i40
Video: VW Passat vs. Hyundai i40
Gegenwind für den Passat
Und das ist unverkennbar. So orientiert sich die Optik des bereits verfügbaren Kombis und der ab Mitte Februar erhältlichen Limousine an deutschen Erfolgsmodellen. Auch die Technik stammt zum Teil aus Europa, während die Montage in Korea erfolgt. Das nennt man Arbeitsteilung, die offensichtlich bestens funktioniert. Denn wie VW-Chef Martin Winterkorn bereits beim kompakten
i30 auf der IAA
neidlos anerkennen musste, scheppert auch beim neuen Mittelklassemodell nichts. Die Verarbeitung ist hervorragend, das Design elegant und praktisch zugleich, gepaart mit einem Hauch Oberklasseflair.
Hyundai war wohl eine der meistbeachteten Marken 2011, doch in der J. D. Power-Statistik spiegelt sich dies noch nicht wider. Klar, hier geht es um rund zwei Jahre alte Autos – und damals sah die Modellpalette noch ganz anders aus. Tucson, Matrix, Getz – erinnern Sie sich an die Gefährte, die uns ...
... Hyundai noch vor ein paar Jahren verkaufte? Da wundert es nicht, dass die Koreaner in den J. D. Power-Studien der letzten zehn Jahre um Platz 20 herumdümpelten – mit gelegentlichen Ausreißern auf Rang 14; das ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Umso respekteinflößender erscheint da im Gegenzug, ...
... was sich seitdem getan hat: ix20 und ix35 haben quasi eine neue Zeitrechnung eingeläutet, mit dem i40 hat man wieder einen ernst zu nehmenden Mittelklasse-Herausforderer, und wenn im März der brandneue i30 kommt, darf sich sogar der Golf warm anziehen.
In Deutschlands größter Kundenzufriedenheitsstudie bedeutet das: Ab 2012 könnte es deutlich aufwärtsgehen für Hyundai.
Als Konfigurationsmöglichkeiten stehen drei Ausstattungslinien und vier Motoren zur Wahl, mit denen Hyundai Wünsche europäischer Kunden erfüllen und seine Position als fünftgrößter Automobilhersteller ausbauen will. Ob die Limousine dem Kombi dabei das Wasser reichen kann und welches Preis-Leistungs-Verhältnis das beste ist.
Oben in der Bildergalerie finden Sie die wichtigsten Informationen zu Karosserievarianten, Motorisierungen und Ausstattung – sowie unsere konkreten Kaufempfehlungen. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO TEST 2/2012 oder als Download im Heftarchiv.
Kommentare zum Artikel (41)
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Die müssen unbedingt Tricksen den ich denke ohne die Gelder von VW und Co wäre die Zeitschrift vielleicht nur 8 - 10 Seiten dick..........
Hyundai hat bestimmt einen Riesenschritt nach vorne gemacht, was die Qualität ihrer Autos heute im Vergleich zu sagen wir Mitte der 1990er angeht. Trotzdem ist nicht jedes Auto, das in Deutschland designed und entwickelt wird, automatisch auch mainstream-kompatibel. Mir jedenfalls gefallen i40 oder neuer i30 überhaupt nicht. Schwülstig überschnörkelt, voller störender Linien und Falzen - dazu ein mit Elektromüll überfrachtetes Cockpit.
Viel schlimmer ist doch das die Auto Bild wieder tricksen muss. Im Video ist eindeutig ein TDI Bluemotion in der highline Ausstattung zu sehen. Den gibts erst ab 35.250,00 (gerade im Konfigurator geschaut). Trotzdem wird die ganze Zeit erzählt der Wagen würde nur 29.000 kosten.
Warum macht ihr das Auto Bild - da fühl ich mich verarscht und kann den ganzen Test nicht für voll nehmen. Sind die Koreaner inzwischen so gut das ihr so tricksen müsst?
"i40 weitgehend baugleiche KIA Optima hat im Autozeitung Test einen Bremsweg von unglaublichen 44,6 m"
ja mit billigen NEXEN Reifen, ziehe da Conti drauf und die Sache sieht schon anders aus.
@ kfz ler
Stimmt schon, es gibt schlechte Verkäufer. Ebenso wie schlechte Ärzte, Beamte, Bundespräsidenten, Bäcker, Politiker, Köche, Mechaniker, Maler, Klemoner .....!
Und weißt du das beste: Ich lese meinen Kunden nicht aus dem Prospekt vor. Nein, ich bin da schon viel weiter. Bei mir darf der Kunde selbst lesen. Ist das nicht toll.
Spaß beiseite. Wann warst du denn das letzte mal in einem i40 gesessen? Oder bist ihn gefahren? und im direkten Vergleich dazu einen Passat, Mondeo oder Insignia? Ich fahre diese Fzg. fast täglich.