Killer-Kältemittel R1234yf

Autos mit Killer-Kältemittel R1234yf Subaru-Logo

Killer-Kältemittel: Autos mit R1234yf

— 12.10.2012

Wer zieht sie aus dem Verkehr?

Das Klima-Kältemittel R1234yf steht nach dem Rückzug von Daimler vor dem Aus. Doch noch sind viel Neuwagen mit dem umstrittenen Produkt unterwegs. Wie werden die anderen Hersteller reagieren?

Daimlers Rückzug vom Klima-Kältemittel R1234yf sorgt für Verunsicherung unter Autofahrern. Seit Februar 2012 sind bereits mehr als 10.000 Neuwagen mit dem Killer-Kältemittel ausgeliefert worden, doch nur Daimler startete einen Rückruf, um 705 Autos der SL-Baureihe wieder auf das alte Kältemittel R134a umzurüsten. Andere Hersteller sehen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Subaru bekräftigte gegenüber AUTO BILD die Position, dass sich auch nach der Daimler-Entscheidung gegen R1234yf "an der Faktenlage nichts geändert" habe. Man sehe keinen Anlass, "sich nicht an die EU-Richtlinie zu halten", die die Nutzung des klimaschädlichen Kältemittels R134a in neuen Modellen verbietet.

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Das umstrittene Kältemittel R1234yf

Das Kältemittel R1234yf soll nach dem Willen der Autoindustrie R134a in Pkw-Klimaanlagen ersetzen. Hintergrund: Die EU-Richtlinie 2006/40/EC verbietet in Automodellen mit Typzulassung nach dem 1. Januar 2011 ...

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Die Frage nach der Haftung, falls bei einem Unfall Menschen durch R1234yf zu Schaden kämen, ließ die Subaru-Sprecherin unbeantwortet. Sollte sich bestätigen, dass von R1234yf in Pkw-Klimaanlagen ein ernstes Risiko für Sicherheit und Gesundheit von Menschen ausgeht, greift das Produktsicherheits-Gesetz (ProdSG). In letzter Instanz müsste das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einschreiten und den Einsatz von R1234yf stoppen. Die Flensburger Behörde wollte sich auf Anfrage von AUTO BILD dazu bislang nicht äußern.

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Das KBA wird zunächst sorgfältig die Sachlage prüfen, glaubt die Frankfurter Verkehrsanwältin Pia Kappus. Falls sich nämlich ein voreiliges Verbot später als unbegründet herausstellen sollte, zöge das womöglich Regressansprüche der Hersteller nach sich. Ob die betroffenen Autohersteller doch noch von sich aus handeln, bleibt abzuwarten. Ein vorübergehender Ersatz von R1234yf durch das alte R134a bis zur Bewertung der Daimler-Tests wäre nicht aufwendig und kaum teurer als ein Klimaservice. AUTO BILD wird weiter berichten.

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