KiraVan: Reisemobil für eine Vierjährige

KiraVan: Reisemobil auf Unimog-Basis KiraVan: Reisemobil auf Unimog-Basis KiraVan: Reisemobil auf Unimog-Basis

KiraVan: Reisemobil für eine Vierjährige

— 14.07.2014

Reisemobil-Wahnsinn auf Unimog-Basis

Ein US-Abenteurer baut für seine vierjährige Tochter das ultimative Expeditionsmobil. Das irre Gefährt ist wüstentauglich und verschlingt Millionen.

Auch unter der Walddecke des tropischen Regenwaldes soll der E-Mail-Empfang gewährleistet sein.

Der Amerikaner Bran Ferren ist Abenteurer, Erfinder und Gründer einer Tech-Firma, die für Disney arbeitet. Und liebevoller Vater einer Vierjährigen, was ihn auf eine skurrile Idee brachte, die ihm mehrere Millionen Dollar wert ist. Damit der 61-Jährige mit Partnerin und Kind  zusammen eine Weltreise unternehmen kann, plante er ein expeditionsreifes Reisemobil auf Unimog-Basis. Genauer gesagt, das ultimative Reisemobil, das für alle, aber auch alle Eventualitäten gerüstet ist. Und bei jedem Wetter und jedem Untergrund durchkommt, solange es kein Wasser ist. Damit sind Dinge gemeint wie eine Fahrt durch die Sahara oder aber auch durchs vereiste Alaska. Kurz: Der Entwickler baut das wahnsinnigste Reisemobil, das es je gab: den KiraVan Tractor.

Bilder: Mercedes Zetros Expeditionsmobil

Mercedes Zetros Wohnmobil Mercedes Zetros Wohnmobil Mercedes Zetros Wohnmobil

Innen eine Mischung aus Wohnküche und Spacelab: der KiraVan Tractor.

Namensgebend war natürlich Tochter Kira. Für sie entsteht ein Expeditionsmobil im Wortsinn. Der Dreiachser basiert auf einem Unimog, an dem aber bis auf Chassis und Karosserie, Lenkrad und einige kleinere Komponenten alles ausgetauscht wurde. Zum Beispiel die Federung, von Haus aus nicht zur Überwindung von Bordsteinen ausgelegt. Die originale Stoßdämpfer-Feder-Kombination musste weichen zugunsten einer Stickstoff-hydraulischen Dämpferlösung, in der Hoffnung, damit Unebenheiten der gröberen Art besser meistern zu können. Nichts blieb unangetastet: Beim Unimog wurde das Chassis verlängert, und das Gefährt zu einem Sattelschlepper umfunktioniert, der einen einachsigen Anhänger mit natürlich angetriebener Achse zieht, auf dem sich die Wohnräume türmen, gefüllt mit Navigations-Hightech und simplen Küchengeräten. Auf dem Dach versammelt sich ein ganzer Wald von Antennen, denn Navigation und Kommunikation um jeden Preis stehen ganz oben auf der Prioritätenliste für den KiraVan.

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Cockpit wie im Space Shuttle

Das Cockpit des KiraVan wetteifert mit dem eines Space Shuttle. Ein Pilotenschein soll aber nicht nötig sein.

Am eindrucksvollsten aber ist das Führerhaus des Unimog. Von den lieferseitigen Instrumenten fehlt jede Spur. Stattdessen wurden unzählige Touch-Screens und Bildschirme für die verschiedensten Aufgaben ins Cockpit gezwängt, das eher dem eines Space Shuttle gleicht als dem Führerstand eines Universal-Motor-Gerätes. Mit dem Umbau von Unimogs hat Ferren Erfahrung, denn schon 2001 baute er mit dem Maximog ein wüstentaugliches Expeditionsmobil, mit dem er bewies, dass er seine Pläne, so irrwitzig sie auch sein mögen, umzusetzen vermag.

Diesel-Motorrad an Bord

Wie zum Beispiel die für den KiraVan, der einmal in der Lage sein soll, 3200 Kilometer ohne weitere Versorgung zurückzulegen. Ob damit auch Nachtanken gemeint ist, dazu schweigt der Erbauer des Monstertrucks. Die Karre dürfte jedenfalls einen Riesendurst auf Diesel haben. Aus den Tanks soll sich auch ein dieselbefeuertes Motorrad bedienen, mit dem ein Ausflug in die Stadt möglich ist – oder, falls nötig, eine lebensrettende Flucht.

Unimog – Zukunft trifft Vergangenheit

Seit vier Jahren ist Ferrens Supertruck nun in Arbeit, und er, nun ja, nähert sich der Fertigstellung. Unzählige Deadlines nahten schon heran – und verstrichen. Immer wieder schmiss Ferren Pläne um und fügte Änderungen hinzu. Dass der KiraVan schließlich Millionen kosten wird, ist sicher. Dass er gut 24 Tonnen auf die Waage bringt und weiß gestrichen ist, auch. Wann er einmal fertig sein wird, jedoch nicht. Vielleicht zum Ende des Sommers? Wer weiß.

KiraVan: Wahnsinns-Reisemobil auf Unimog-Basis

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Allradantrieb

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