Lada Kalina Cross (2016): Fahrbericht

Lada Kalina Cross Lada Kalina Cross

Lada Kalina Cross (2016): Fahrbericht

— 03.02.2016

Lada fährt im Trend

Lada meldet sich mit dem Kalina Cross zurück. Der trendige Crossover wildert mit Kampfpreisen im Dacia-Revier. Erster Fahrbericht!

Aufs Wesentliche reduziert: Das aufgeräumte Cockpit lässt keine Fragen offen. 

Neben dem alten Dinosaurier Niva hat Lada jetzt einen zeitgemäßen Crossover im Programm. Der Kalina Cross startet bei 10.690 Euro und fährt damit in einer Liga mit dem Dacia Sandero Stepway (ab 9590 Euro). Trotz seines Kombi-Charakters hat der Kalina nur einen leicht größeren Kofferraum zu bieten: 335 Liter schluckt der Lada, in den Dacia passen 320 Liter. Die moderne Optik des Kalina Cross hat nichts mehr mit der Kultkante Niva zu tun, die Offroad-Qualitäten allerdings auch nicht – denn 18,2 Zentimeter Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und die kunststoffbeplankten Radläufe dienen wie beim Dacia Sandero eher der taffen Optik als dem harten Einsatz im Gelände. Ein Allradantrieb ist für den Kalina Cross nicht vorgesehen. Die Serienausstattung kann sich sehen lassen: Klimaautomatik, Audiosystem mit Freisprecheinrichtung, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und elektrische Fensterheber sind serienmäßig an Bord.

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Hartplastik-Charme, aber die Verarbeitung stimmt

Die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sorgt für wohlige Wärme bei kalten Temperaturen.  

Der Billigtarif fordert an anderer Stelle seinen Tribut. Es beginnt beim Schließen der Tür: Statt eines satten "Bumm" gibt es ein blechernes "Klong". Die an sich praktische Kofferraumentriegelung im Cockpit arbeitet nicht immer störungsfrei, ebenso die Entriegelung der hinteren Türen von innen, die erst nach mehrmaligem Ziehen am Griff funktioniert. Für 10.690 Euro darf man auch beim Thema Haptik nicht zu viel erwarten, immerhin lässt sich das robuste Hartplastik im Innenraum einfach abwischen. Trotzdem: Die Verarbeitungsqualität stimmt, innen wie außen. Die Spaltmaße sind sauber, nichts klappert, keine scharfen Kanten lauern auf zarte Büro-Hände. Für Entspannung sorgt das aufs Wesentliche reduzierte Cockpit: Kein Knopf oder Schalter, dessen Bedeutung sich nicht sofort erschließt.

Lada Kalina: Preis

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Fahrwerk für russische Pisten gemacht

Der 1,6-Liter Vierzylinder mit 98 PS hat leichtes Spiel mit dem leichten Kalina. Fahrspaß ist durchaus möglich.

Die Sitze bieten ausreichend Komfort, lediglich die fehlende Höhenverstellung sorgt bei Fahrern über 1,90 Meter für ein eingeschränktes Sichtfeld. Lada-typisch macht die Heizung einen guten Job: Der Kalina lässt sich im Winter wie eine Banja kräftig auf Temperatur bringen. Ähnlich hitzig präsentiert sich der 1,6 Liter große 16V-Benziner mit 98 PS und 145 Nm Drehmoment. Der Vierzylinder hängt gut am Gas und hat leichtes Spiel mit den 1,1 Tonnen Leergewicht. Der Motor gibt jederzeit Rückmeldung über Drehzahl und Schaltbedürfnis, erst ab 120 km/h wird es wird es wirklich laut. Die Lenkung könnte noch direkter, das Fünfgang-Schaltgetriebe noch kürzer abgestimmt arbeiten. Wirklich überraschend ist das Fahrwerk, das selbst fiese Schlaglöcher wegbügelt. Die gute Rundumsicht macht elektronische Helferlein wie Parkpiepser und Rückfahrkamera überflüssig.

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Dacia Sandero Stepway (2013) Dacia Sandero Stepway (2013) Dacia Sandero Stepway (2013)

Bei Sicherheit und Ausstattung geht noch was

ABS, ESP, zwei Frontairbags und das Reifendruckkontrollsystem sind Serie.

Auch Lada muss sich auf dem europäischen Markt mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Im Kalina Cross fährt der russische Hersteller das absolute Pflichtprogramm – mit ABS, ESP, zwei Frontairbags und Reifendruckkontrollsystem. Features wie einen Notbrems- oder Totwinkelassistent gibt es nicht mal gegen Aufpreis, für 200 Euro lassen sich lediglich Nebelscheinwerfer hinzufügen. Immerhin gibt es eine zweijährige Garantie ohne Kilometerbegrenzung.

Lada Kalina Cross (2016): Fahrbericht

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Fazit

Der Kalina Cross markiert das Comeback von Lada auf dem europäischen Markt – mit den Russen müssen wir in Zukunft rechnen. Schublade auf und rein? So leicht ist es mit dem Kalina Cross dann doch nicht. Natürlich räumt das kompakte Crossover keine Image-Preise ab, und auch beim Thema Sicherheit ist noch Potenzial. Dennoch: Lada hat dazugelernt. Wer günstig von A nach B kommen möchte und Wert auf hohe Alltagstauglichkeit legt, ist mit dem Kalina Cross richtig beraten.

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