Land Rover DC100 Sport: Fahrbericht
Ab in die Zukunft

Mit dem echten Defender-Nachfolger hat die lifestylige Studie Land Rover DC100 Sport nicht viel gemein. Mit ihren Konzepten zur Zukunft der Allradtechnik ist sie dennoch interessant. Ein Fahrbericht.
- Bernhard Weinbacher
An den Ur-Landy solle der DC100 Sport erinnern, sagt Chefdesigner Gerry McGovern, der erste Land Rover sei auch kurz, offen und dreisitzig gewesen. Na ja, das stimmt zwar, aber damit erschöpfen sich die Gemeinsamkeiten auch schon. Denn der erste Land Rover war eher ein Traktor als ein Auto. Er hatte mit 50 PS sehr wenig Leistung, bot keinerlei Komfort und nur die notwendigsten Zutaten für den Betrieb auf der Straße. Sein Design war nicht geplant, sondern ergab sich rein zufällig aus der Notwendigkeit, die Technik irgendwie zu verkleiden. Der DC100 Sport hingegen ist von den Scheinwerfern bis zu den Auspuffblenden durchgestylt. Als würde es sich nicht um ein Automobil für den Einsatz in rauem Terrain handeln, sondern um ein Schmuckstück, das nach dem Kauf sofort in eine geschlossene Glasvitrine wandert, damit es nicht schmutzig wird.
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Designerstück: Für einen Defender-Nachfolger taugt das Blechkleid des DC100 Sport nicht.
Bild: Werk / Nick Dimbleby
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Technologieträger: Die Studie zeigt die Optionen neuer Allrad-Techniken.
Bild: Werk / Nick Dimbleby
Nächste Ausbaustufe des Systems ist die Kombination mit hochauflösenden Kameras, die den Untergrund vor dem Auto erfassen und das Fahrprogramm entsprechend einstellen. Zusätzlich gibt es einen Scanner im Scheinwerfer, der ein virtuelles 3D-Bild des vor dem Wagen liegenden Untergrunds erzeugt und dies dem Fahrer auf einem Display anzeigt, wie in einem Kampfjet. Der zentrale Rechner verarbeitet diese Informationen, gleicht sie mit seinen gespeicherten GPS-Daten ab und weiß dadurch, wenn ein Hindernis nicht ohne Schaden am Auto zu überwinden wäre. Dann erfolgt eine Warnung an den Fahrer mit dem höflichen Hinweis, es besser bleiben zu lassen. Für Wasserdurchfahrten arbeiten die Techniker an einem System, das auf Sonartechnik basiert. Die kannte man bisher eher von U-Booten.
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Relativ autonom: In Sachen Antrieb weiß der DC100 Sport am besten, was Sache ist.
Bild: Werk / Nick Dimbleby
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