Leasing: Diese Mängel können teuer werden

Leasing-Fallen

Am Ende wird abgerechnet

Mensch, ist das günstig! Für Mini-Monatsbeträge gibt es nagelneue Autos. Aber Vorsicht: Wer einen Leasing-Vertrag unterschreibt, der mietet. Und die dicke Rechnung droht zum Schluss.
Für 111 Euro im Monat Audi A1 fahren, oder für 199 Euro Mercedes A-Klasse, Versicherung und Wartung inklusive. Klingt verlockend! Leasing heißt das Zauberwort. Grob gesagt funktioniert das wie bei einer Mietwohnung: Sie zahlen für die Nutzung, erwerben aber kein Eigentum. Doch lohnt sich Leasing tatsächlich? Wir klären auf.
Wie komme ich an einen so günstigen Leasingwagen wie den Audi A1 oder die Mercedes A-Klasse? Die stehen zuhauf beim Händler. Oft finden Sie in der Scheibe gar keinen fünfstelligen Kaufpreis mehr – sondern eine niedrige dreistellige Finanzierungs- oder Leasingrate. Die Leasing-Konditionen für den Audi A1 1.2 "admired" (Metallic, 17-Zoll-Aluräder) haben wir aus dem Internet: 3990 Euro Sonderzahlung, 111 Euro pro Monat, maximal 30.000 Kilometer in drei Jahren. Den Mercedes A 180 gibt es für eine Sonderzahlung von 4816,82 Euro, in den 199 Euro pro Monat sind Vollkasko und Wartung enthalten, die Nutzung gilt für drei Jahre und maximal 30.000 Kilometer. Tipp: Auch bei Leasingautos können Sie Rabatte aushandeln.

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Wo ist der Haken beim Leasing? Schließen Sie die Augen, dann sehen Sie, was vom Auto nach Ablauf des Leasingvertrags Ihnen gehört: NICHTS! Denn Sie haben ja nur gemietet, nicht gekauft. Spötter sagen deshalb auch: Beim Privatleasing sind die Augen größer als das Portemonnaie.
Welche Fallen gibt es beim Autoleasing? Wir können nur warnen: Finger weg vom Restwertleasing! Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht (Kanzlei Szary, Breuer, Wetserath & Partner, Mönchengladbach): "Oft setzen Banken und Händler den Restwert unrealistisch überhöht an und programmieren so eine Nachzahlung zum Vertragsende." Besser ist Kilometerleasing. Im Versicherungspaket sollte zudem eine GAP-Versicherung enthalten sein. Die schließt die Versicherungslücke bei einem Totalschaden oder bei Diebstahl.
Wie komme ich aus dem Leasingvertrag raus? Solche Verträge werden fast immer für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen (etwa 36 Monate) und sind nicht vorzeitig kündbar. Das kann ein Problem sein, wenn Sie arbeitslos werden und die Raten nicht mehr zahlen können. Ausweg: Ein anderer tritt in den Vertrag ein. Dafür gibt's Leasingvertragsbörsen im Internet. Allerdings kann der Leasinggeber den Ersatzkunden ablehnen.

Tipp: Kratzer und Steinschläge vor der Rückgabe vom Aufbereiter reparieren lassen.

Was ist bei der Rückgabe des Leasingfahrzeugs zu beachten? Ein heikles Thema. Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) gilt: "Bei Rückgabe muss das Fahrzeug in einem dem Alter und der vertragsgemäßen Fahrleistung entsprechenden Erhaltungszustand, frei von Schäden sowie verkehrs- und betriebssicher sein. Normale Verschleißspuren gelten nicht als Schäden." Aber darüber gibt es oft Streit. Denn am Ende ist noch mal Zahltag für den Händler: Er kassiert für Kratzer, Beulen oder Mehr-Kilometer. In der Bildergalerie zeigen wir, auf welche häufigen Schäden Sie achten sollten, und wie Sie bei der Reparatur sparen.

Leasing: Diese Mängel können teuer werden

Andreas May

Andreas May

Fazit

Das Kniffligste beim Leasing ist die Rückgabe, hier können Schäden teuer werden. Vereinbaren Sie drei Wochen vorher eine Vorabbewertung. Und lassen Sie die aufgeführten Mängel vom Aufbereiter reparieren – viel günstiger!

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