Lenkradkrallen im Test

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Lenkradkrallen im Test

— 04.04.2005

Für böse Buben kein Problem

Unser Knack-Test zeigt: Lenkradkrallen schützen kaum vor Diebstahl. Mit Rohrzange und Schraubendreher lassen sich die Krallen im Handumdrehen überlisten.

Der Schreck, die Verzweiflung. Das Auto weg, gestohlen. Dort, wo es stand, gähnende Leere. Trauriger Alltag in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden 31.707 Fahrzeuge geklaut. Dabei versuchen die Fahrzeughersteller, den Diebstahl durch immer neuere Systeme zu verhindern.

Doch die wirklich wirksamen Systeme gehören leider nur bei Neufahrzeugen zur Serienausstattung, bei älteren Modellen müssen sie teuer bezahlt und kompliziert nachgerüstet werden. Genau hier sollen Lenkradkrallen in die (finanzielle) Bresche springen, das Auto für kleines Geld unkompliziert vor Diebstahl schützen. Wir haben zwei Exemplare, Safety-Lock für 19,95 Euro und S.W.A.T. LOCK-R für 39,90 Euro (beide bei ATU erhältlich), hart rangenommen.

Das Ergebnis steht bereits oben in der Zeile: Profis knacken die Krallen in wenigen Sekunden. Nicht etwa mit Spezialwerkzeug aus dem Böse-Buben-Sortiment, sondern mit simpler Rohrzange und normalem Schraubendreher aus dem Baumarkt. Relevante Teile brechen im Handumdrehen weg, die Kralle fällt vom Lenkrad. Sogar die, zugegeben sehr laute, Sirene der S.W.A.T. LOCK-R versagt bei Gewalteinwirkung bereits nach Sekunden ihren Dienst. Fazit: Die Lenkradkrallen halten nicht das, was ihr Äußeres verspricht. Wirksamen Diebstahlschutz bieten leider teure Alarmanlagen und Wegfahrsperren.

Autor: Lars Zühlke

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