Mars-Mission: Hightech-Allradler für den Mars — 30.12.2011
Hightech-Allradler für den Roten Planeten
Gibt es die kleinen grünen Männchen auf dem Mars? Oder irgendeine Lebensform? Das hat sich wohl jeder schon gefragt. Der 900-Kilo-Hightech-Allradler Curiosity soll bei der Beantwortung der Frage helfen.
Auf Mars-Missionen scheint ein Fluch zu liegen: Dutzende gab es bisher, die meisten schlugen fehl. Das soll sich 2012 mit Curiosity (übersetzt: Neugier) ändern. Curiosity ist ein 900 Kilo schweres, mit Hightech vollgestopftes Allrad-Weltraumfahrzeug mit sechs Rädern. Der Marsrover – so nennen die US-Amerikaner einen Marsroboter – ist gerade gut verpackt auf dem Weg zum Mars. Er soll dessen Oberfläche untersuchen und Forscher mit Bildern und Informationen versorgen. Läuft alles nach Plan, heißt es am 6. August 2012: "Sie haben Ihr Ziel erreicht." Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale des unbemannten Allradlers sind ein Bohrer, ein Laser und mehrere Kameras. Während der Bohrer Bodenproben entnimmt, kann der Laser in einem Radius von sechs Metern die chemische Zusammensetzung des Bodens ermitteln. Die Kameras sollen dreidimensionale Fotos und Videoaufnahmen von der Marsoberfläche ermöglichen. Die US-Weltraumbehörde NASA erhofft sich dadurch bisher nie dagewesene Bilder vom Roten Planeten.
Damit die gelingen, muss Curiosity aber erst die größte Herausforderung bewältigen: die Landung. Das hohe Gewicht zwingt zu einem bisher einmaligen und riskanten Manöver: Dabei wird das Roboterfahrzeug in mehreren Stufen auf dem Marsboden abgesetzt. Eine Sonde lässt – gebremst von Bremsraketen – den Roboter gen Boden schweben (siehe Video). Dabei kommt es auf Präzision an, denn der Landeplatz ist begrenzt. Es ist eine etwa 20 mal 25 Kilometer große Ebene am Fuße eines Berges, der fast 5000 Meter hoch vom Grund eines Kraters aufragt. Von hier aus soll der Marsrover zu seiner Erkundungstour aufbrechen. Die NASA wählte diesen Ort, weil Gesteinsformationen und Bodenbeschaffenheit darauf hindeuteten, dass es hier einmal Wasser gegeben hat. Das eröffnet die Möglichkeit, dass sich tief unter der Oberfläche noch lebende Mikroben befinden. Ob das wirklich so ist, soll Curiosity herausfinden. Die gesamte Mission steht unter Erfolgsdruck. Denn stattliche 2,5 Milliarden Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) hat die NASA dafür lockergemacht – und das in Zeiten knapper Raumfahrtbudgets.
Oben in der Galerie stellen wir Ihnen das beeindruckende Fahrzeug genauer vor!
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