Mazda CX-3 Facelift (2017)

Mazda CX-3 Facelift (2017): Fahrbericht

— 30.05.2017

CX-3 mit Software-Update

Kleines Facelift für den CX-3: Mazda verbessert seinen Notbremshelfer und bringt Müdigkeitserkennung in das kleine SUV. Fahrbericht!

Als Facelift erkennt man den Mazda CX-3 nicht auf den ersten Blick. Denn außen bleibt er bei der 2017er Modellpflege gleich. Mazdas Entwickler hatten nicht sonderlich viel zu tun bei der Überarbeitung: ein bisschen an der Hinterachse und den Stoßdämpfern arbeiten, ein neues beheizbares Lenkrad und andere Instrumente einbauen, dem Beifahrersitz eine Höhenverstellung verpassen und eine neue Kamera oben in die Frontscheibe setzen, fertig.

Technik-Upgrade für die Assistenzsysteme

Features wie ein beheizbares Lenkrad halten ab dem Facelift optional im CX-3 Einzug.

Die Technik macht den Unterschied. Weil die elektrische Servolenkung beim Mazda CX-3 nun anders abgestimmt ist und weil sie intelligente Elektronik in ihr kleines SUV programmiert haben. So erkennt zum Beispiel der City-Notbremsassistent, Serienausstattung ab der "Center-Line", jetzt bis 80 km/h andere Fahrzeuge und Fußgänger. Nicht Weltklasse, der Notbremsassistent des VW Polo funktioniert bis zur Spitzengeschwindigkeit – aber gut. Außerdem gibt es das "Technik-Paket" mit Müdigkeitserkennung, Lenkradheizung, Verkehrszeichenerkennung (wenn das Navigationssystem für 690 Euro mitbestellt wurde) und ein Helferlein, das bremst, wenn der Mazda CX-3 rückwärts eingeparkt wird und etwas im Weg steht.

Alle Mazda-Neuheiten bis 2020

Doch es ergeben sich auch Nachteile, was die Ausstattungs-Freiheit angeht. All das gibt es nur zusammen mit dem Bose-Soundsystem, dessen Subwoofer den ohnehin kleinen Kofferraum (350 Liter) auf winzige 287 Liter schrumpfen lässt. Zudem kostet das "Technik-Paket" (einschließlich automatischer Notbremsung, Abstandsregeltempomat, Kurvenlicht und Fernlichtassistent) 1200 Euro und ist nur mit der teuersten Ausstattung "Sports-Line" bestellbar. Wer also viel Sicherheit möchte, muss mindestens 24.490 Euro, beim 150-PS-Motor sogar 27.290 Euro hinblättern.

G-Vectoring Control aus dem Mazda 6 und überarbeiteter Diesel

Äußerlich hat sich beim Mazda CX-3 nichts getan. Das Blechkleid ist das gleiche wie beim Vorgänger.

Gratis gibt es Software, die aus dem Mazda 6 bekannt ist: Jeder Mazda CX-3 hat jetzt die  "G-Vectoring Control", kurz GVC. Das System nimmt am Kurvenanfang Drehmoment zurück, das Gewicht verlagert sich nach vorn, das Einlenken wird leichter. Am Ende der Kurve gibt das GVC etwas Gas: Das Gewicht verlagert sich nach hinten, der CX-3 fährt stabiler, sagt Mazda. Deutlich zu spüren ist das nicht. Beim Diesel wurde der Motor überarbeitet: Neuartige Dämpfer in den Kolbenbolzen sollen zusammen mit einer veränderten Verbrennungssteuerung Dieselgeräusche und Vibrationen verringern. Auf der Software-Seite wurde die Gasannahme so nachjustiert, dass der Diesel spontaner aufs Gas reagieren soll. Ansonsten bleibt der 1,5-Liter-Turbodiesel mit 105 PS gleich, er ist im Mazda CX-3 weiterhin ab 21.990 Euro zu haben.
 
Technische Daten CX-3 150 i-Activ AWD i-Eloop Motor: Vierzylinder-Sauger, vorn quer Hubraum 1998 ccm • Leistung: 110 kW (150 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment: 204 Nm bei 2800/min • Spitze: 200 km/h • 0–100 km/h: 8,7 s • Antrieb: Allrad/Sechsgang-Schaltgetriebe • Tankinhalt: 44 l • L/B/H 4275/1765/1535 mm • Kofferraum: 350 (287 mit Soundsystem)-1260 l • Leergewicht: 1310 kg • EU-Mix: 6,4 l Super/100 km • Abgas CO2: 150 g/km • Preis: 26.090 Euro

Mazda CX-3 Facelift (2017)



Autor:

Frank B. Meyer

Fazit

Leichtbau, Benziner ohne Turbo – die kleinen Mazda sind mir sympathisch. Super, dass auch Kleinwagenkäufer neueste Sicherheitstechnik kriegen können. Dass sie aber an teure Ausstattungen gebunden ist, ist weder logisch noch sympathisch.

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