Mercedes CLK 200 CGI Elégance

Mercedes CLK 200 CGI Elégance Mercedes CLK 200 CGI Elégance

Mercedes CLK 200 CGI Elégance

— 23.10.2002

Otto vom Feinsten?

Neues vom Erfinder des Automobils: Der CGI-Motor soll ein Sparwunder sein. Quantensprung oder Mogelpackung?

Mercedes spricht von 7,9 Litern im Schnitt

GTI, TDI, GDI, FSI und nun also CGI. In der Autowelt herrscht die "Kürzelitis". Wer weiß schon, wofür der Buchstabensalat steht? Mercedes’ jüngste Ottomotoren-Generation trägt hinter der Hubraumkennziffer den Zusatz CGI. Was für Charged Gasoline Injection steht und so viel heißt wie aufgeladene Einspritzung.

Deutsch ist out, English in. Schade eigentlich. Denn das Kürzel verrät nur die Hälfte. Dass der CLK 200 CGI der erste moderne Mercedes mit Benzin-Direkteinspritzung ist, bleibt im Dunkeln. Genau wie seine 1,8 Liter Hubraum. Warum heißt er nicht einfach 180 BDE (Benzin-Direkt-Einspritzung)? Das versteht jeder. So wie früher bei Heckflosse und Strich-Acht: Vergasermodelle trugen eine Zahl, Einspritzer zusätzlich ein E. Also etwa 280 E. Wie schön.

Doch zurück zum Thema: Leistungsmäßig liegt der vierzylindrige CLK 200 CGI exakt auf dem Niveau des CLK 240 mit V6-Motor. Beide haben 170 PS. Auch das Spurtvermögen von null auf 100 km/h ist absolut identisch. Aber jetzt kommt's: Während der 240er durchschnittlich 10,6 Liter Sprit verbraucht, verspricht Mercedes beim CGI einen Wert von 7,9 Litern.

Verbrauchsvorteil nur im Teillastbereich

Unter acht Liter für ein 1550-Kilo-Coupé mit 170 PS, das wäre in der Tat sensationell. Doch bei der AUTO BILD-Verbrauchsfahrt kann der Kompressor-Motor das Versprechen nicht halten. Bei einem realistischen Vollgasanteil von 30 Prozent schluckte er genau zehn Liter Super plus.

Damit bestätigt auch der CGI, was bereits von den FSI- (VW/Audi) und GDI-Motoren (Mitsubishi) bekannt ist: Direkteinspritzer spielen ihren Verbrauchsvorteil nur im Teillastbereich aus. Bei schneller Fahrt liegen sie auf Normalniveau. Wer also nicht alle Reserven ausschöpft, spart ordentlich. Bei entspannter Gangart gönnt er sich nur 6,3 Liter.

Das ist gut. Weniger gut ist, dass es den CLK 200 CGI nur mit manuellem Sechsganggetriebe gibt. Beim Schalten stößt der Ellbogen schmerzhaft gegen die Armablage. Ergonomisch eine Katastrophe. Gelungen dagegen die sportliche Keilform der Karosserie und vor allem die Seitenlinie ohne B-Säule. Bei geöffneten Fenstern kommt fast so etwas wie Cabrio-Gefühl auf.

Fazit, Technische Daten und Zeugnis

Fazit Der CGI hinterlässt gemischte Gefühle. Der neue Motor ist durchzugsstark und drehfreudig. Sein Sparpotenzial kann er aber nur bei ruhiger Fahrweise ausschöpfen.

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