Mercedes E 63 AMG/S 63 AMG: Vergleich — 20.12.2010
David besiegt Goliath
Brachial sind sie beide: Wenn Mercedes E 63 AMG und S 63 AMG zum Vollgas-Duell antreten, dann bebt der Boden – vier Tonnen Sportlichkeit im Limousinengewand.
Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes S 63 AMG
Wer seinen Gasfuß am Anfang nur ein wenig beherrscht, kommt problemlos vom Fleck – etwaige Traktionsprobleme gehen in der einrückenden Nassanfahrkupplung des Sportgetriebes unter. Mit homogen einsetzender Gewalt beamt sich der S 63 AMG bis auf elektronisch begrenzte 300 km/h. Die Windgeräusche bleiben sehr niedrig, der Komfort trotz optionaler 20-Zöller königlich. Satt und spurtreu navigiert die Oberklasselimousine durch Autobahnkurven. Wankausgleich und langer Radstand strahlen Ruhe aus, im fett bepolsterten, ultrabequemen Sitz fühlt sich der Fahrer bestens aufgehoben. Schnellfahren gelingt im S 63 AMG so entspannt, dass es fast schon surreal wirkt. Die Klangkulisse dabei: innen unterhaltend, außen imponierend. Fett und überschwänglich blubbert der V8 aus seinen vier Endrohren. Wer die Ohren spitzt, entdeckt zudem bei niedrigen Drehzahlen das Pfeifen der Lader.
Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes E 63 AMG
Der 6,2-Liter-Saugmotor im E 63 AMG hämmert härter, trockener und kaum zurückhaltender. Ein trockenes Spratzen krönt in den schnellsten Schaltmodi jeden Gangwechsel – nur ein Talent des speziell für den E 63 AMG entwickelten Siebengang-Sportgetriebes. Im Komfortmodus zappt es bei gemächlicher Fahrweise schnell in die höchstmögliche Stufe, lässt das hohe Drehmoment arbeiten. Im schnellsten Automatikmodus S+ ist das Getriebe hellwach, reagiert blitzschnell auf Gaspedalbewegungen. Als Steigerung bleibt nur noch der vollmanuelle Modus M, in dem das Getriebe sein Eigenleben völlig ablegt und sich komplett dem Fahrer unterordnet. Das bietet der S 63 AMG zwar auch, zackige Gangwechsel gelingen ihm allerdings nicht ganz so geschmeidig. Die Rennstartfunktion des E 63 AMG erweist sich übrigens als Show. 4000 Touren bringen nur die Räder unnütz zum Durchdrehen. Mehrere Zehntel schneller auf 100 km/h sind Fahrer, die auf ihr Feingefühl vertrauen.Das braucht man auch in der S-Klasse auf dem Sachsenring. Die brachiale Leistung hüllt das kurveninnere Radhaus immer wieder in Qualm, jede Kurve des Sachsenrings ziert nach der Zeitnahme ein langer, schwarzer Strich. Positiv: Das Dickschiff lenkt direkt ein, stemmt sich dank Wankausgleich erfolgreich gegen die Fliehkräfte. Allerdings mutet das Fahrerlebnis, auch aufgrund der leichtgängigen Lenkung, etwas künstlich an. Dazu kommt, dass sich das ESP nicht komplett deaktivieren lässt und immer wieder eingreift. Dafür zeigt die Bremse trotz teigigen Pedalgefühls genügend Stehvermögen und macht somit einen besseren Eindruck als beim Messen, wo sie vor allem bei kalten Reifen durch das grob regelnde ABS Meter verschenkte.
Eine Frage der Größe: Ist größer wirklich immer besser?
Handlicher und wesentlich agiler umrundet der E 63 AMG die Strecke. Bei ihm lässt sich das ESP zur Gänze lahmlegen. Mit optionalem Performance Package bestückt, sichert die mechanische Differenzialsperre jederzeit gute Traktion – oder endlose Drifts. Die neuere Generation der Conti-Reifen baut wesentlich mehr Grip auf als die des S 63 AMG und lässt das mehrstufig straffbare, genügend Federweg aufbietende Fahrwerk optimal arbeiten. Dazu trotzt die optional bestellbare Keramikbremse höchster Beanspruchung bravourös. Zusammen mit der rückmeldungsreicheren Lenkung kommt so reichlich Fahrspaß auf. Mit angelegten Seitenwangen der Sportsitze kann sich der Pilot gut abgestützt aufs Fahren konzentrieren. Beleg dafür: eine Rundenzeit à la BMW M3, 1,5 Sekunden fixer als der große Bruder. Verbleibende Wünsche? Den (noch) drehmomentstärkeren Biturbo-Motor der S-Klasse. Doch das ist ja nur eine Frage der Zeit.| Groß gegen klein | |
|---|---|
| BMW X1 vs. Mini Countryman | Audi RS 5 vs. TT RS |
| Fahrzeugdaten | Mercedes E 63 AMG | Mercedes S 63 AMG |
|---|---|---|
| Motor | V8 | V8, Biturbo |
| Einbaulage | vorn längs | vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/4 | 4 pro Zylinder/4 |
| Hubraum | 6208 cm³ | 5461 cm³ |
| Bohrung x Hub | 102,2 x 94,6 mm | 98,0 x 90,5 mm |
| Verdichtung | 11,3 : 1 | 10,0 : 1 |
| kW (PS) bei 1/min | 386 (525)/6800 | 420 (571)/5550 |
| Literleistung | 85 PS/l | 105 PS/l |
| Nm bei 1/min | 630/5200 | 900/2250–3750 |
| Antriebsart | Hinterrad | Hinterrad |
| Getriebe | 7-Stufen-Automatik | 7-Stufen-Automatik |
| Bremsen vorn | 402 mm/innenbel./gelocht | 390 mm/innenbel./angelocht |
| Bremsen hinten | 360 mm/innenbel./gelocht | 365 mm/innenbel./angelocht |
| Radgröße vorn – hinten | 9 x 19 – 9,5 x 19 | 8,5 x 20 – 9,5 x 20 |
| Reifengröße vorn – hinten | 255/35 R 19 – 285/30 R 19 | 255/35 R 20 – 275/35 R 20 |
| Reifentyp | Continental Sport Contact 5P MO | Continental SportContact 2 MO |
| Länge/Breite/Höhe | 4891/1872/1442 mm | 5122/1871/1488 mm |
| Radstand | 2874 mm | 3035 mm |
| Tankvolumen | 80 l | 90 l |
| Serienfahrzeug (ohne Extras) | 105.791 Euro | 143.752 Euro |
| Messwerte | Mercedes E 63 AMG | Mercedes S 63 AMG |
|---|---|---|
| Beschleunigung | ||
| 0– 50 km/h | 1,9 s | 2,0 s |
| 0–100 km/h | 4,3 s | 4,3 s |
| 0–200 km/h | 14,2 s | 13,3 s |
| 0–250 km/h | 24,8 s | 21,5 s |
| Viertelmeile | ||
| 0–402,34 m | 12,42 s | 12,38 s |
| Elastizität | ||
| 60–100 km/h im 4. Gang | 5,2 s | 3,6 s |
| 80–120 km/h im 5. Gang | 7,2 s | 5,0 s |
| 80–120 km/h im 6./7. Gang | 9,6/11,5 s | nicht messbar |
| Höchstgeschwindigkeit | ||
| Herstellerangabe | 250 (300) km/h | 300 km/h |
| Bremsweg | ||
| 100–0 km/h kalt (Verzögerung) | 37,7 m (–10,2 m/s²) | 40,4 m (–9,6 m/s²) |
| 100–0 km/h warm (Verzögerung) | 35,6 m (–10,8 m/s²) | 37,2 m (–10,4 m/s²) |
| 200–0 km/h warm (Verzögerung) | 141,2 m (–10,9 m/s²) | 142,4 m (–10,8 m/s²) |
| Testverbrauch | ||
| Ø auf 100 km | 16,7 l Super Plus | 14,7 l Super Plus |
| Reichweite | 480 km | 610 km |
| Leergewicht | 1891 kg | 2222 kg |
| Leistungsgewicht | 3,6 kg/PS | 3,9 kg/PS |
| Zuladung | 499 kg | 448 kg |
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Kommentare zum Artikel (14)
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Ich sehe das auch so fürm mich gibt es auch nur zwei AUTO HERSTELLER nähmilch BMW und MERCEDES-BENZ.
1.BMW
2.MERCEDES-BENZ
Diese Leuchtkettenfahrer labern wieder was vom kuhadro , sach ma der unsportlichse bmw 116i ist generel sportlicher als ein a5 2,0 tdi
Für mich gibt es nur 2 Premium Hersteller in Deutschland BMW und MERCEDES
Porsche war mal, jetzt sind sie auch in dem Baukasten von VW
@StuttgarterDru...
dass aus schwaben nix gescheites kommt, hast DU mit deinem säckel-kommentar gerade bewiesen.
und nö, ich fahr keinen vollfinanzierten b4 (zu hoch für dich? ... audi 80 ;-) ). in meiner garage steht ein wundervoller audi 200 turbo quattro anno 89.
ps: hast du auch so ne kleine weihnachtsmütze überm stern deines 190érs? ;-)
@derrb. Du Hafensänger ! fahr weiter kreise mit deinem Vollfinanzierten Audi 80 !!! Nix drauf außer Zahnbelag !
@(r)evolution. die kopflastikeit mag stimmen. deswegen gibts auch die aufgeladenen 6-zylinder (und auch wieder 5-zyl) und nen quattro antrieb mit 40:60 kraftverteilung. die kann man (vllt nich so wie reine hecktriebler) wohl auch sehr schön quer fahren. was porsche angeht stimm ich bis auf den panamera überein.