Drei ungleiche Bruderduelle und die Frage: Ist größer wirklich immer besser? AUTO BILD SPORTSCARS vergleicht den Jaguar XFR mit dem Jaguar XJ 5.0 Supercharged. An Gemeinsamkeiten mangelt es Jaguar XJ 5.0 Supercharged und Jaguar XFR keineswegs: In beiden Fällen schiebt ein Kompressor-V8 mit Bullenkraft voran, beide reichen ihre Kraft über eine ebenso galant wie flink arbeitende Sechsstufenautomatik an die elektronisch gesperrte Hinterachse, und beide setzen sich in ihrer jeweiligen Klasse mit stilvoll individuellem Auftritt vom Wettbewerbsumfeld ab. Dass sie allerdings auch fahrdynamisch vergleichbare Wege beschreiten, verwundert dennoch. Schließlich wildert der neue XJ im gediegenen Oberklassesegment, wo sportliches Handling bekanntlich eine untergeordnete Rolle spielt. Den Briten hält dies jedoch nicht davon ab, das erhabene Fahrerlebnis an Bord mit einer überraschend sportiven Note zu würzen.

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Renault Clio Gordini RS Renault Mégane Coupé RS
Bild: Lena Barthelmeß
Zweites ungleiches Duell: Renault Clio Gordini RS gegen Renault Mégane Coupé RS. Im Kleinwagensegment gibt es derzeit keine fahraktivere Offerte als den Renault – und mit dem traditionsreichen "Gordini"-Schriftzug auch keine pfiffiger gestylte. Denn das Sondermodell zieht mit seiner Lackierung in Blaumetallic, den zweifarbigen 17-Zöllern sowie weiß lackierten Anbauteilen unweigerlich die Blicke auf sich. Der größere Mégane RS ist keineswegs ein Drehzahljunkie. Dafür aber ein Turbo-Charakter der herrlich schroffen Art. Im unteren Drehzahlbereich noch etwas verhalten, bläst er ab 3000/min wild schnaubend zum Angriff. Rauchende Vorderreifen muss dabei aber niemand fürchten. Eine aufwendig konstruierte Vorderachse mit entkoppelter Lenkachse sorgt für innig haftende Pneus. Wer es noch bunter treiben will, ordert das Cup-Paket mit strafferem Fahrwerk, breiteren Reifen und Differenzialsperre. Doch auch ohne diese Option bietet der Mégane eine beeindruckende Performance.

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VW Golf GTI VW Polo GTI Renault Mégane Coupé RS Renault Clio Gordini RS Jaguar XFR Jaguar XJ 5.0 SC
Bild: Lena Barthelmeß
Dritter markeninterer Wettstreit: VW gegen VW . Bereits vor 24 Jahren schickte sich der Polo an, im Revier des größeren Bruders respektlos zu wildern. Mitte der Achtziger stellte VW dem Golf II GTI den Polo GT G40 zur Seite. Mit seinen 115 PS, die ein G-Lader dem 1,3-Liter-Motörchen entlockte, war er stärker als der erste Golf GTI. Heute arbeitet der Golf-Motor um Welten souveräner. In jedem Drehzahlbereich ist sein Hubraumvorteil deutlich spürbar, vom kernigeren Sound ganz zu schweigen. Ähnliches Bild auch auf der Rennstrecke. Wo sich der Golf mit sanft eindrehendem Heck agil an die Ideallinie heftet, taumelt der Polo etwas träger über alle vier Räder. Details zu unseren Testkandiaten erfahren Sie oben in der Bildergalerie. Den kompletten Vergleich mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es in AUTO BILD SPORTSCARS 12/2010 oder als Download im Heftarchiv.