Mercedes SLK 350 gegen SL 350: Test — 13.04.2011
Muss es gleich der große SL sein?
Der Mercedes SLK 350 ist rund 40.000 Euro billiger als der große SL mit ähnlich starker Motorisierung – da kann man schon schwach werden. Ein Vergleich der beiden Roadster.
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Wenig überraschend also, dass der SLK mit der moderneren Motor-Peripherie im Schnitt 1,8 Liter Benzin weniger verbraucht als der SL 350 (Testverbrauch SLK 350: 8,4 Liter, SL 350: 10,2 Liter/100 km). Bei 15 Grad Sonne beschließen wir: Dächer und Windschotts weg, Getriebe auf M wie manuell und die Fingerkuppen auf die Schaltpaddel. Der SL folgt dem SLK mühelos und unaufgeregt. Wohl auch, weil in ihm keine Direktlenkung künstliche Hektik erzeugt. Wenn jetzt hier Punkte vergeben werden müssten: Der SL federt feiner, er hat die bequemeren Sitze und die angenehmere Lenkung. Was nicht so leicht zu punkten ist: Er ist ein großer Mercedes, S- statt C-Klasse halt. Etwas feineres Finish, ein wenig bessere Materialien, schon entsteht der Eindruck, in der Luxusklasse zu verreisen. Nicht dass der SLK Holzklasse wäre, doch im direkten Vergleich ist der SL das noblere Auto. Selbst wenn der Kleinere, wie in diesem Fall, mit Sonderausstattungen von fast 15.000 Euro aufläuft. Mit dabei das neuartige Glasdach Magic Sky Control für 2368 Euro – hier muss der SL passen. Und nur hier.| Fahrzeugdaten | SLK 350 | SL 350 |
|---|---|---|
| Motor | V6, vorn längs | V6, vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/4 | 4 pro Zylinder/4 |
| Nockenwellenantrieb | Kette | Kette |
| Hubraum | 3498 cm³ | 3498 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 225 (306)/6500 | 232 (316)/6500 |
| Nm bei 1/min | 370/3500 | 360/4900 |
| Vmax | 250 km/h | 250 km/h |
| Getriebe | Siebenstufenautomatik | Siebenstufenautomatik |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 225/40–245/35 R 18 Y | 255/45 R 17 |
| Radgröße | 7,5–8,5 x 18" | 8,5 x 17" |
| Abgas CO2 | 167 g/km | 226 g/km |
| Verbrauch* | 9,9/5,5/7,1 l | 13,8/7,2/9,7 l |
| Tankinhalt | 60 l/Super | 80 l/Super |
| Vorbeifahrgeräusch | 74 dB (A) | 74 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | keine | keine |
| Kofferraumvolumen | 225–335 l | 235–339 l |
| Preis | ab 52.301 Euro | ab 89.250 Euro |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km | ||
| Messwerte | SLK 350 | SL 350 |
|---|---|---|
| Beschleunigung | ||
| 0–50 km/h | 2,1 s | 2,3 s |
| 0–100 km/h | 5,6 s | 6,1 s |
| 0–130 km/h | 8,6 s | 9,3 s |
| Zwischenspurt | ||
| 60–100 km/h | 2,9 s | 3,1 s |
| 80– 120 km/h | 3,6 s | 3,8 s |
| Leergewicht/Zuladung | 1591/264 kg | 1816/304 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 53/47 % | 50/50 % |
| Wendekreis links/rechts | 10,4/10,3 m | 10,8/11,0 m |
| Bremsweg | ||
| aus 100 km/h kalt | 36,8 m | 37,0 m |
| aus 100 km/h warm | 34,8 m | 36,1 m |
| Innengeräusch | ||
| bei 50 km/h | 59 dB (A) | 57 dB (A) |
| bei 100 km/h | 68 dB (A) | 67 dB (A) |
| bei 130 km/h | 74 dB (A) | 73 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 8,4 l S – 199 g/km | 10,2 l S – 242 g/km |
| Reichweite | 710 km | 780 km |
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Kommentare zum Artikel (30)
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was soll das für ein vergleich sein? Man kann doch nicht 2 Autos vergleichen, wo 40.000 Euro Preisunterschied ist!?!?!? Das wäre das gleiche, wenn man einen Vw Polo (den billigsten) mit dem einfachsten BMW X5 vergleicht, dass wäre genauso hirnverbrannt, wie dieser Test hier.
Ich mag keine Frauenautos. Wenn schon SL, dann der richtige SL und nicht der SLK. Das "K" steht übrigens für Kosmetik.
Der Motor im SLK350 hört auf die Bezeichnung M276. Er stellt eine Mischung aus Weiterentwicklung des M272 und Neukonstruktion dar. Man hat im Grunde genommen dem M272DE den Zylinderwinkel von 90° auf 60° reduziert und die im V gelegene Ausgleichswelle entfernt. Die Kurbelwelle hat ebenfalls keine Hubzapfenversätze mehr. Desweiteren wurde die gesamte Ansauganlage neu gestaltet. Gleichgeblieben sind die Abmessungen der Zylinder, wodurch auch der Hubraum identisch blieb und der neue Motor weiterhin gemeinsam mit den 90° V8-Motoren der M278-Familie auf der gleichen Fertigungslinie produziert wird.
Die Tatsache mit den Falschangaben zum Motor des SLK350 zeigt mal wieder sehr deutlich, dass die Autobl.d-Redaktion überhaupt keine Ahnung von dem hat, was sie überhaupt schreibt.
Wahrscheinlich kennt der Redakteur mehr Details aus Daniela Katzenbergers Privatleben als von den Fahrzeugen, die er testen und beurteilen soll.
@ myname
Es gibt Männer, die ihre Männlichkeit nicht auf der Strasse beweisen und genussvoll ein "Mädchenauto" fahren. Und es gibt Frauen, die wirtschaftlich genug potent sind, um sich ihre Wünsche selber zu erfüllen. Zu welcher dieser beiden Kategorien Sie mich zählen möchten, überlasse ich gerne Ihrer Fantasie.