Mike Rockenfeller in der DTM

Mike Rockenfeller in der DTM

— 27.03.2007

Vom Traktor in den A4

Mike Rockenfeller startet 2007 als neuer Audi-Werksfahrer in der DTM. Der gelernte Kfz-Mechaniker bleibt aber bodenständig.

Mike Rockenfeller ist gerade von Monte Carlo nach Altnau an die Schweizer Seite des Bodensees gezogen. Doch der Umzug ist nicht die größte Veränderung, die sich gerade im Leben des 23-jährigen Nachwuchs-Rennfahrers vollzieht. Nach seinem Wechsel in den DTM-Audi geht er in der populärsten Tourenwagen-Rennserie Europas auf Punktejagd und steht damit zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere so richtig im Rampenlicht.

Mike Rockenfeller sitzt schon mal zur Probe im Audi R10 TDI.

Mike Rockenfeller hätte bei seinem früheren Arbeitgeber auch Karriere machen können, doch er hat sich – genau wie sein Teamkollege Lucas Luhr – bewusst für den Wechsel zu Audi entschieden. "Alles, was Audi in den letzten Jahren im Motorsport in Angriff genommen hat, war erfolgreich", sagt der Youngster, der von der Marke und ihren Produkten angetan ist. "Zukunftsweisende Technik, top Verarbeitung und sportlich-dynamisches Design. Über meinen neuen Dienstwagen, einen RS4, habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind."

Die DTM-Rookies träumen vom Sieg in Le Mans

DTM-A4 mit Fahrern: Kristensen, Abt, Ickx, Ekström, Tomczyk, Luhr, Scheider, Rockenfeller, Prémat.

Ähnlich wie Lucas Luhr hat Mike Rockenfeller nicht nur die DTM im Kopf. Auch "Rocky" träumt vom Gesamtsieg in Le Mans. "Das war einer der Hauptgründe, warum ich zu Audi gewechselt bin." Aber natürlich auch die DTM: "Die ist für jeden jungen deutschen Rennfahrer ein großes Ziel und eine sehr gute Alternative zur Formel 1. Die Leistungsdichte ist enorm. Man kann sich mit großen Namen messen und wird von den Fans wahrgenommen." Als Kind wollte Mike Rockenfeller Landwirt werden oder in der Kfz-Werkstatt seiner Eltern arbeiten. Noch heute setzt er sich gerne auf einen Traktor oder Mähdrescher aus dem Familienbesitz und fährt damit über die Felder, wenn er seine Familie in Neuwied besucht.

Traktor oder Rennwagen ist keine Frage mehr

"Rocky" auf dem elterlichen Arbeitsgerät hinter seinem Dienstauto.

Der Kontrast zur Glamour-Welt des Motorsports könnte größer kaum sein, doch Rocky ist trotz seiner Erfolge bodenständig geblieben. Dass er schon mit 18 Jahren Porsche-Werksfahrer wurde, mit 19 als jüngster Pilot in die Geschichte einging, weil er im Rahmen der Formel 1 einen Lauf des Porsche Supercup gewann und mit 20 jüngster Carrera-Cup-Champion aller Zeiten wurde, hat ihn nicht abheben lassen. Ehe er Profi-Rennfahrer wurde, machte Rocky eine Lehre zum Kfz-Mechaniker. Dass er in der elterlichen Werkstatt und auf dem Bauernhof der Großeltern mit Motoren und Maschinen aufwuchs, prägte seinen Werdegang. "Ich wollte schon immer alles fahren", erinnert sich der Youngster. "Mit acht oder neun Jahren habe ich meinen Vater so lange genervt, bis ich endlich ein Kart ausprobieren durfte. Das war der Anfang."

Fitness muß sein – auch für den Jüngsten

Heute ist er mit 23 Jahren der jüngste Audi-Werksfahrer und hofft auf den großen Durchbruch. Das nötige Talent dafür hat er, den Willen auch. In seiner neuen Heimat am Bodensee hält er sich mit allem fit, was der Ausdauer hilft – vom Laufen bis zum Mountainbike-Fahren. Zudem spielt er Squash, Badminton und Fußball. Fußball ist auch der Sport, der Mike Rockenfeller außerhalb des Motorsports am meisten interessiert. Neben der Nationalmannschaft drückt er vor allem dem 1. FC Köln die Daumen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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