Mit Allrad fährt der Wohn-Mini sogar auf Kieselsteinen.
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Sommerferien, super Wetter – alle machen Camping. Mini macht mit und zeigt gleich drei Konzepte für Wildcamper und Gartenzwergzüchter. Den Anfang macht der Mini Countryman All4 Camp mit Roof-Top-Zelt: Das Unikat trägt auf dem Dach eine Zwei-Personen-Zeltbox, die nur nach oben aufgeklappt werden muss. Dank des Allradantriebs soll es der Camper direkt bis zum Strand oder auf den nächsten Hügel schaffen, einen Fahrradträger gibt's obendrauf.
Wer doch lieber den Holländer macht, der kann sich den Wohnwagen "Cowley" an die Kupplung flanschen. Zwei Personen dürfen sich den Platz mit einem zweiflammigen Gaskocher, einem Wassertank samt Pumpe und Spülgelegenheit, Solarmodul, Kühlschrank und TV/DVD-Stereoanlage teilen. Die Solarzellen sollen die bordeigenen Akkus aufladen, die ein 230-Volt-Netz zur Verfügung stellen. Um optisch irgendwie den Mini-Bezug hinzbekommen, ist der Cowley in Mini-Farbgebung lackiert. Die Silhouette soll an die geschwungenen Linien der Mini-Türverkleidungen erinnern, die Schiebefenster zitieren den Mini-Klassiker bis 1969.
Das war die verkehrte Tür.
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Der Premium-Alleinreisende könnte im Mini Clubvan Camper glücklich werden. Ein Mini bleibt nun mal ein Mini – ohne Anbauten passt dann doch nur eine Person ins rollende Hotelzimmer. Das ist zum Ausgleich aber auch voll premium ausgestattet, denn neben blickdichten Seitenscheiben, ausfahrbarer Kochzeile inklusive Propanherd und Kühltruhe gibt es – tataaaa – sogar eine integrierte Handdusche, die "endgültig die Unabhängigkeit von zivilisatorischen Einrichtungen symbolisiert". Das sprudelnde Freiheitssymbol sollte der Premiumcamper aber lieber nicht drinnen benutzen – wie's geht, zeigt unsere Bildergalerie. Damit man das Auto – außer zum Duschen – gar nicht mehr verlassen muss, sind auch Standheizung, Fernseher und ein kleines Glasdach für "ungeahnte Perspektiven auf den Sternenhimmel" an Bord. Blöd nur, wenn man vor dem Einchecken vergessen hat, den Premium-Fön vom Dachgepäckträger zu fummeln.
Polizei kontrolliert Reisemobile auf Übergewicht
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Wenn Wohnwagen zu Schwergewichten werden, ist das ein Fall für die Polizei. Pünktlich zum Beginn der Haupturlaubszeit werden verstärkt Reisemobile unter die Lupe genommen, denn überladene Wohnwagen und Wohnmobile ...
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... sind mit einem hohen Unfallrisiko unterwegs. Die Polizei will nicht nur Verkehrssünder bestrafen, sondern vor allem aufklären und beraten. Denn jedes dritte Reisemobil oder Caravan sei überladen – den Fahrern sei die Problematik aber nicht bewusst.
Mit Waagen können sie innerhalb von Sekunden das Gewicht der Fahrzeuge überprüfen. Das zulässige Gesamtgewicht meint wirklich das Gesamtgewicht – inklusive Gepäck, Anbauten, Passagieren, Haustieren, Frischwasser, Sprit und Gastanks. Sinnvoll ist es, das Gewicht des Gefährts vor Antritt der Fahrt zu checken. Waagen gibt es beispielsweise bei Mülldeponien oder den Prüforganisationen. Wer ...
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... eine Solaranlage, eine Markise, eine Treppe und ähnliche Anbauten hat, kann unter Umständen nur noch sehr wenig Gepäck mitnehmen.
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Achtung, Achslast: Nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch die Gewichtsverteilung sind wichtig für die Fahrstabilität. Wie viel eine Achse stemmen kann, steht ebenfalls in den Papieren, meist außerdem auch in der Bedienungsanleitung oder auf einem Schild im Motorraum oder in der Nähe der Beifahrertür. Die Achslasten ermittelt man, indem man erst nur mit der Vorderachse, dann nur mit der Hinterachse auf die Waage fährt. Besonders häufig ...
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... stimmt die Gewichtsverteilung nicht bei Fahrzeugen mit einer sogenannten Heckgarage, einem zusätzlichen Stauraum am Heck. Ist sie (und damit die Hinterachse) zu schwer beladen, kann dies bei Fronttrieblern unter anderem zu Traktionsproblemen beim Anfahren führen.
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Mängel entdeckt die Polizei auch oft bei der Gepäcksicherung. Koffer und andere Utensilien, die im Fahrzeug nicht ordentlich verstaut sind, könnten verrutschen, das Fahrzeug zum Schleudern oder Kippen bringen oder für Passagiere zu gefährlichen Geschossen werden.
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Wie die Polizei anmerkt, stünden Wohnwagen oder Wohnmobile die meiste Zeit des Jahres ungenutzt auf der Straße oder in der Garage. So könne es zu Defekten kommen. Ein Blick auf die Technik ...
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... und die maximal mögliche Zuladung sollten daher vor dem Reiseantritt selbstverständlich sein.
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"Wir raten dringend, sich rechtzeitig vor dem Beginn der Reise über die gesetzlichen Bestimmungen zu informieren und das Fahrzeug gründlich zu überprüfen", sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Prüforganisationen und ...
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... Werkstätten seien die richtige Adresse. "Wenn dem Fahrer erst in der Polizeikontrolle die Augen geöffnet werden, ist es meist zu spät."
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Passagiere befinden sich im hinteren Bereich eines Wohnmobils in akuter Lebensgefahr. Das hat ein spektakulärer Crashtest der Prüforganisation DEKRA bewiesen.
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Die nachgestellte Szene: Das Wohnmobil fährt mit Tempo 50 auf ein Stauende auf.
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Fahrer und Beifahrer des Wohnmobils sind angeschnallt, ihnen passiert bei dem Crash nichts. Aber hinter ihnen, da spielt sich Dramatisches ab.
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Das zehnjährige Kind, das sich unangeschnallt im Wohnbereich aufhielt, wird mit voller Wucht quer durchs Wohnmobil geschleudert, knallt schließlich mit dem Kopf gegen die Tischplatte und bleibt bewusstlos auf dem Boden liegen. Schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule drohen. Lebensgefahr!
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Ein weiterer Passagier, der am Tisch Zeitung liest, prallt mit dem Brustkorb gegen die Holzplatte. Dosen und Geschirr fliegen quer durch den Gang. "Solch ein Unfall mit einem Wohnmobil kann dramatische Folgen haben", sagt Jörg Ahlgrimm, Leiter der Unfallanalyse bei DEKRA.
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In diesem Fall ist die Ladung schlecht verstaut, die Mitfahrer im Wohnbereich sind nicht angeschnallt. Beides darf nicht sein. Ahlgrimm: "Eine Konservendose kann bei einem Crash 40-faches Eigengewicht entwickeln ...
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... und zu einem gefährlichen Geschoss werden." Sie sollten – genau wie anderes schweres Gepäck – möglichst tief und in Achsnähe verstaut werden, das steigert die Stabilität. Gute Sicherung sollte selbstverständlich sein.
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Hunde sollten am besten in einer Transportbox reisen. Wie ein Crashtest des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (UDV) mit 70 km/h zeigte, fliegen auch Hunde wie Geschosse durch den Innenraum. Wäre der vierbeinige Dummy mit Plüschfell, der beim Crashtest bis in den Fußraum der Fahrerkabine geschleudert wurde, ein echter Hund, hätte er das wohl nicht überlebt.
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Kritisch wird es auch, wenn Gespanne ins Schlingern kommen. Die DEKRA hat das in nachgestellt: Der grüne Opel Meriva mit dem orangefarbenen Wohnwagen im Schlepp gerät außer Kontrolle. Der Wohnwagen schleudert in den Gegenverkehr.
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Ein Transporter kommt mit 60 km/h angerauscht – und zermalmt die rollende Gartenlaube.
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Passagiere hätten im Wohnwagen keine Überlebenschance. Aber lässt sich das verhindern? DEKRA-Unfallexperte Jörg Ahlgrimm: "Jeder Gespannfahrer sollte ein Fahrtraining absolvieren. Da lernt man, was zu tun ist, wenn der Anhänger ins Schleudern gerät."
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Die Kunst besteht darin, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Zum Beispiel indem der Wohnwagen richtig beladen wird: Schweres Gepäck gehört in Achsen- und Bodennähe, zulässiges Gesamtgewicht, Anhänge- und Stützlast dürfen nicht überschritten werden.
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Und dann gibt es da noch die elektronischen Schutzengel: Anhänger-ESP lässt sich für viele Zugfahrzeuge durch einen Eingriff in die Software nachrüsten. Wenn nicht, dann ist das Anti-Schleuder-System ATC von AL-KO eine Alternative.
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Das ATC-Steuergerät misst die Querbeschleunigung, sorgt bei Bedarf für das Abbremsen des Anhängers, ...
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... bevor er schleudert. Preis: etwa 600 Euro plus zwei bis vier Stunden Einbauzeit.