Mitsubishi Space Star FL: Fahrbericht

Mitsubishi Space Star FL (2016): Fahrbericht

— 06.04.2016

Der Kleinste ist der Größte

Mitsubishi renoviert sein kleines Zugpferd: Der Space Star bekommt neben optischen Retuschen auch ein technisches Update. Fahrbericht!

Zumindest im Modellprogramm der Japaner ist der Kleinwagen das stärkste Zugpferd – mit über 4000 Zulassungen im ersten Quartal 2016 liegt der Mitsubishi Space Star vor den beiden SUVs ASX und Outlander. Rechtzeitig zum Frühjahr hat Mitsubishi dem Kleinen nun ein Facelift verpasst. Front- und Heckpartie wurden allerdings nur dezent aufgefrischt, etwa mit geänderten Stoßfängern sowie mit einem vergrößerten oberen Kühlergrill mit Gitter und Chromeinfassung. Hinten gibt es eine neue Heckschürze und Rückleuchten mit LED-Technik.

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Mit umgeklappten Rücksitzen ist der Kofferraum 912 Liter groß.

Unverändert blieben die Maße des Space Star. Auf knapp 3,80 Meter Länge bietet er innen angemessen viel Platz und eine hervorragende Übersicht. Mit 235 Litern Ladevolumen fällt der Kofferraum zwar etwas knapp aus, wächst nach Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbanklehnen auf 912 Liter. Außerdem lassen sich unter dem Ladeboden in einem praktischen Unterflurfach (optional) zahlreiche Utensilien sicher aufbewahren. Von den leichten Retuschen im Innenraum profitieren vornehmlich die höheren Ausstattungsversionen. Applikationen in Chrom und Klavierlack sowie ein Multifunktionslenkrad werten das eher nüchterne Kleinstwagen-Ambiente mit reichlich Hartplastik geschickt auf.

Das Basis-Benziner hat 71 PS

Neue Rückleuchten mit LED-Techik verleihen dem gelifteten Space Star mehr Pfiff.

Nicht nur die Designer durften beim Facelift ran, auch die Techniker konnten mitmischen. Zum Beispiel mit einer leicht modifizierten Abstimmung von Fahrwerk (straffere Federn) und elektrischer Servolenkung (geänderte Kennlinie) verpassten sie dem Space Star ein agileres Handling. Tatsächlich kann sich der Federungs- und Abrollkomfort in dieser Klasse sehen lassen, und die Neigung zum Untersteuern fällt jetzt weniger stark aus als beim Vorgänger. Keinen Handlungsbedarf sahen die Techniker bei der Motorisierung. Als Basisantrieb dient ein Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum und 71 PS – das reicht, um im Stadtverkehr mitzuschwimmen und für kurze Überlandfahrten. In 13,6 Sekunden beschleunigt der Space Star damit auf Tempo 100 und erreicht – mit einigem Anlauf – 172 km/h Spitze.

Zwei preiswerte Kleine im Test

Die Laufruhe ist vorbildlich

Applikationen in Chrom und Klavierlack sowie ein Multifunktionslenkrad werten das Cockpit auf.

Wer flotter unterwegs sein will, greift lieber zum neun PS stärkeren 1,2-Liter, der noch aufgeregter die typische Dreizylindermusik zwitschert, fast zwei Sekunden schneller auf Tempo 100 und maximal 180 km/h schnell ist und so eher zum Spaß-Star taugt. Vorbildlich bei beiden: die Laufruhe, ein leichtgängiges Fünfgangschaltgetriebe und ein niedriger Verbrauch (1.0: 4,2 Liter Super; 1.2: 4,0 Liter S, jeweils Normverbrauch kombiniert). Übrigens: Für staugeplagte Großstädter hat Mitsubishi noch den Space Star mit stufenlosem CVT-Getriebe parat. Preislich beginnt der Space Star 1.0 BASIS bei 7990 Euro, das Topmodell 1.2 MIVEC Clear Tec CVT mit Extra-Paket (15-Zoll Alus, Bi-Xenon-Scheinwerfer, SmartKey-System, Klimaautomatik) kostet 16.490 Euro. Fünf Jahre Garantie sind immer dabei.

Mitsubishi Space Star FL: Fahrbericht

Autor: Michael Iggena

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