NASA testet Mondmobil

NASA testet Mondmobil

— 27.11.2008

Allrad ultimativ

So mancher Offroad-Fan dürfte bei diesem Gefährt feuchte Hände bekommen: Die NASA testet derzeit den Mond-Rover für das Jahr 2020. Der stellt bei der Geländegängigkeit alles Irdische in den Schatten.

Im Jahr 2020 will die NASA wieder Fußspuren auf dem Mond hinterlassen. Doch nicht nur Fußspuren werden werden sich nachhaltig in den staubigen Grund des Erdtrabanten pressen: Bei einem Tag der offenen Tür hat die Raumfahrtorganisation die Fahrzeuge für die nächste Mondmission Journalisten vorgestellt. Und die stellen alles Irdische in den Schatten: Star des Ensembles ist ein Mond-Rover, der geländegängiger ist als jeder Offroader auf der Erde. Die Tests des Prototypen finden in der Wüste bei Lake Moses im Bundesstaat Washington statt, wo es den Astronauten nicht an Sauerstoff mangelt, dafür aber der Sonnenschutz eine bedeutende Rolle einnimmt.

Wenden auf dem Bierdeckel

Eine klimatisierte Kabine auf Rädern soll den Astronauten die Arbeit erleichtern.

Mit dem Lunar-Rover, der bei den Apollo-Missionen Anfang der 70er Jahre zum Einsatz kam, hat das High Tech-Gefährt nicht mehr viel gemeinsam: Um ein maximales Maß an Wendigkeit zu garantieren, verfügt das Mondmobil über sechs Zwillingsräder, die einzeln gesteuert und um 360 Grad gedreht werden können. So wendet das Vehikel buchstäblich auf einem Bierdeckel und gleicht Unebenheiten mit zahllosen Gelenken aus. Sie variieren auch die Bodenfreiheit und lassen das Fahrzeug locker-leicht über kleinere Gesteinsbrocken gleiten. Außerdem fährt der neue Mond-Rover aud Wunsch nicht nur vor- oder rückwärts, sondern auch seitwärts. Elektrische Radnabenmotoren treiben jedes Rad separat an und schonen nicht nur die lunare Umwelt, sondern sollen bis zu 240 Kilomter Reichweite garantieren.

Roboter helfen bei der Arbeit

Da das Rangieren in einem klobigen Raumanzug kein Zuckerschlecken ist, hat die NASA eine Art Aufsatz für den Mond-Rover entwickelt, der im Inneren über eine eigene Atmosphäre verfügt. So können die Astronauten auf den Raumanzug verzichten, bei Außeneinsätzen gleitet der Sitz durch eine Druckschleuse nach draußen. Über eine Konstruktion am Rücken kann sich der Astronaut an der Außenseite des Fahrzeugs einklinken und mitfahren, ohne ständig durch die Druckschleuse zu müssen. Natürlich müssen die Mondfahrer ihre Arbeit nicht allein verrichten: Diverse Roboter unterstützen sie bei der Erkundung des Erdtrabanten oder sammeln Gesteinsproben. Was nach einem Science-Fiction-Roman klingt, ist purer Ernst: Die NASA hat ein riesiges Budget, um die Rückkehr zum Mond umzusetzen. Und auch die Mission zum Mars steht bereits in den Startlöchern.

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