Öko-Tuning
Das spart nix

Öko-Tuning ist der neue Modetrend. Steigen die Spritpreise, locken Anbieter mit Spritspar-Wundermitteln. AUTO BILD hat sechs auf dem DEKRA-Prüfstand in Klettwitz getestet.
Bild: Harald Almonat
Mehr Leistung bei weniger Verbrauch – das wünschen wir uns doch alle. Öko-Tuning ist deshalb der neue Modetrend, der dieses Wunder ermöglichen soll. Misstrauisch, wie wir von Natur aus sind, wollten wir wissen, ob das tatsächlich funktioniert. Sechs Spritspargeräte mussten deshalb auf dem DEKRA-Prüfstand in Klettwitz beweisen, ob sie tatsächlich wie versprochen den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken können. Unterschiedliche Wege sollen zum Ziel führen: Erstens: Kraftstoff und Ansaugluft werden für die Verbrennung positiv aufbereitet. Hokuspokus, Fidibus? Das sogenannte Expander-Magnetgerät zaubert nach diesem Prinzip. Hierfür werden Magnete mit Kabelbindern an den Kraftstoff- und Ansaugleitungen befestigt. Herstellerversprechen: weniger Verbrauch durch positiv beeinflusste Moleküle. Und neue Spannkraft für die Kolbenringe – toll!

Bild: Harald Almonat
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Bernd Volkens
Die versprochene Ersparnis nicht erreicht? Schnell wird die Schuld auf die Fahrweise des Kunden geschoben. Blödsinn. Funktioniert Öko-Tuning nur, wenn der Fahrer zum Schleicher wird, kann ich mir das teure Zubehör sparen. Durch das eigene Verhalten lassen sich auch ohne Umbau bis zu 15 Prozent Kraftstoff sparen.
Das sagt kW-Systems*
"Das umgerüstete Fahrzeug besitzt Einspritztechnik aus den 90ern, bei modernen Systemen lässt sich die Kennlinie exakter abstimmen. Dafür wird das Drehmoment um circa 25 Prozent erhöht, die Leistung nur wenig verändert. Vorteil: Ein frühes Hochschalten ist möglich, das Drehzahlniveau sinkt deutlich. Grundsätzlich ist anzumerken: Prüfstandsmessungen sind nicht mit der Realität vergleichbar. Auf der Straße wird aufgrund des höheren Drehmoments intuitiv früher geschaltet. Aussagekräftige Beurteilungen sind nur im Fahrbetrieb möglich." *Antwort gekürzt.
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