Opel-Hyundai-Kooperation? — 29.07.2011
Hyundai scharf auf Opel
Der koreanische Großkonzern Hyundai will in Europa wachsen. Und Opel steht schon auf der Speisekarte. Ob diese Pläne auch den Rüsselsheimern schmecken?
Überblick: News und Tests zu Hyundai
Lange bevor sich VW mit einer möglichen Opel-Übernahme beschäftigte, hatte Hyundai Interesse an dem Traditionsunternehmen bekundet. Das würde durchaus Sinn ergeben: Hyundai wächst schneller als jeder andere Autokonzern der Welt. In Europa werden daher langsam die Kapazitäten knapp. Sowohl im Design- und Entwicklungszentrum, wo händeringend neue Ingenieure gesucht werden, als auch im tschechischen Werk Nošovice wird es für Erweiterungen eng. Da würde Opel als Partner mit Tausenden gut ausgebildeten Entwicklern, wertvollem Elektroauto-Wissen (Ampera) und nicht voll ausgelasteten Werken in Deutschland prima passen.
Aktuell: GM-Statement zum Opel-Verkauf
Überblick: News und Tests zu Opel
Stattdessen ließ GM Opel zappeln, nachdem die möglichen Verkaufsabsichten öffentlich wurden – ausgerechnet durch eine Indiskretion aus Wolfsburg. Konzernchef Dan Akerson wollte sich nicht äußern. Zwar ließ er Opel durch einen Sprecher loben ("GM ist mit den Fortschritten der Restrukturierung sehr zufrieden") und teilte mit, dass "Opel seit 1928 zur GM-Familie gehört und weiter wichtig für das Unternehmen bleibt". Ein klares Dementi hört sich anders an. Das kann einen Grund haben: das amerikanische Aktienrecht. "Dementiert Akerson jetzt einen Verkauf und veräußert Opel dann später doch, macht er sich strafbar", so Autoexperte Stefan Bratzel von der Fachhochschule in Bergisch Gladbach. Zumindest, wenn GM schon heute Verkaufsabsichten hat. Offiziell bestreiten alle drei Akteure das Ränkespiel um Opel. Und doch brodelt es hinter den Kulissen. Opel-Betriebsrat Rainer Einenkel grantelte etwa, dass GM mit einem Verkauf schlecht beraten wäre. "Ohne Opel hätten sie in Europa überhaupt keine Chance. Ich glaube, dass dort jemand den Namen Opel absichtlich beschädigen will."Überblick: News und Tests zu VW
Auch Volkswagen scheint von der Ablehnung des Angebots angefressen zu sein. VW-Chef Martin Winterkorn jedenfalls ließ jüngst bei der Presse-Fahrvorstellung des neuen Beetle in Berlin nicht die Gelegenheit aus, gegen Opel zu ätzen. An der GM-Tochter seien allenfalls die Chinesen wegen des Vertriebskanals und der Ingenieure interessiert; Hyundai sei sicher nicht für eine Übernahme von Opel zu erwärmen. Wunschdenken. Denn Opel ist seit Jahren erstmals wieder auf einem guten Weg. Die Verkaufszahlen und Marktanteile steigen auf nahezu allen europäischen Märkten, schon in diesem Jahr soll im operativen Geschäft mindestens eine schwarze Null geschrieben werden. Das macht Opel attraktiv – auch für Hyundai. VW-Boss Martin Winterkorn fürchtet die Koreaner als größten Konkurrenten auf dem Weg zur weltweiten Nummer eins. Hyundai sei als Wettbewerber viel brutaler als die Japaner, sagte Winterkorn kürzlich und fügte hinzu: "Die Koreaner greifen überall auf der Welt an." Möglicherweise bald auch in Europa – gestärkt mit dem Rüsselsheimer Nachbarn Opel als Partner.
Aktuell: GM-Statement zum Opel-Verkauf
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Kommentare zum Artikel (65)
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Opel fährt operativen Gewinn ein! GM überholt Toyota in diesen Jahr und wird wieder größter Autohersteller der Welt!
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:opel-schafft-die-wende-operativer-gewinn/60087520.html
Wie schnell AB den Artikel wieder rausgenommen hat!
Gute Nachrichten,
ich hab ALLE fundierten Quellen auf die sich dieser Artikel beruft -und damit 40.000 Opelaner mit Familien das Leben nicht leichter macht- gefunden:
Stefan Voswinkel
Freier Journalist bzw. Freier Märchenschreiber
Opernstraße 4-6
34117 Kassel
Deutschland
Fon:
+49 561 6029799
Fax:
+49 561 6029989
Wenn´s hier um staatliche Hilfen bzw. Zuschüsse geht, hilft vl. ein Blick auf die Subventionen der Automarken (lt. FAZ):
63.9 Mio – DB
26.8 Mio - BMW
21.7 Mio – VWAG (+2.3 MAN)
4.7 Mio - Ford
0.8 Mio – Opel
VW-Audi hat also über 26x MEHR bekommen als Opel. Wahrscheinlich musste man das tolle „Opel-Eintausch-Angebot“ des selbsternannten Opelretters irgendwie finanzieren.
Also lasst euch mal schön weiterblenden…
@Hm: Keine Sorge, Hm: Die Menschen sind gemeinhin intelligenter als man glaubt. Alle Versuche seitens mancher Medien, die Produkte der Traditionsmarke Opel zu diskreditieren haben nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. So sind, trotz teils meiner Meinung nach verzerrender Berichterstattung, der Astra ST und MerivaB, Marktführer in Ihrem jeweiligen Segment. Hervorragende Qualität und Preis/Leistungsverhältnis setzen sich halt durch..., 11% Zulassungs-Plus im Juli sprechen für sich.