Peugeot 508: Fahrbericht

Peugeot 508 Peugeot 508

Peugeot 508: Fahrbericht

— 17.01.2011

So gut ist der neue große Peugeot

Zahlenspiele à la Peugeot: Auf 407 folgt 508, und den 607 soll die neue französische Mittelklasse auch gleich ersetzen. Ob sich das rechnet, hat AUTO BILD bei der ersten Ausfahrt herausgefunden.

Noch eine Fünf für Peugeot. Nach dem Van mit der Typbezeichnung 5008 bringen die Franzosen im März 2011 den 508 als Limousine und Kombi auf den Markt. Er folgt einerseits auf den 407, soll andererseits aber auch den 607 ersetzen. Eine Zwischenlösung ist er aber nicht. Denn der neue Peugeot zeigt vor allem beim Radstand Größe. Gleich zehn Zentimeter liegen die Achsen nun weiter auseinander als beim 407 und verbessern so das Platzangebot. 560 bis 1598 Liter Kofferraum-Volumen machen vor allem aus dem SW genannten Kombi (Marktanteil 80 Prozent) ein ideales Reiseauto, das gegen Modelle wie VW Passat, Opel Insignia, Toyota Avensis und Skoda Superb antritt.

Überblick: Alle News und Test zu Peugeot

Ideales Reiseauto: Der Peugeot 508 SW bietet 560 bis 1598 Liter Kofferraumvolumen.

Damit der 508 mehr als sein Vorgänger den Massengeschmack trifft, hat die Löwenmarke beim Design die Krallen eingezogen. Statt aggressiver Zahnspangen-Schnauze, langem Frontüberhang und verspielter Linien präsentiert sich der 508 mit ruhigen Flächen und dezentem Ovalgrill. Unter seinem Fell indes schlummert mehr Raubtier denn je. Als Topmotorisierung bietet Peugeot nämlich im 508 GT einen neuen 2,2-Liter-Diesel mit 204 PS und damit deutlich mehr als die Konkurrenz. Zusammen mit der flott und weich schaltenden Sechsgang-Automatik, die sich auch per Schaltwippen oder Manual-Gasse bedienen lässt, wird aus dem 508 GT SW ein Sportkombi. Bei der ersten sehr zügigen Ausfahrt über Autobahnen und Bergpässe lag der Verbrauch um neun Liter – ein anständiger Wert. Besonders in breiten Überlandstraßen findet der 508 sein Revier. Bei Tempo 130 schnurrt der Vierzylinder mit 2100 Umdrehungen kaum hörbar dahin. Selbst bei 160 km/h bleiben die Windgeräusche angenehm leise und zeugen von aerodynamischem Feinschliff der Karosserie.

Überblick: Alle News und Tests zum Peugeot 508

Sicher: Die elektronischen Schutzengel greifen sehr früh ein und halten den 508 auf Kurs.

Wird es kurvig, kommt der Peugeot schnell an Grenzen. Nach dem Einlenken wirkt er kopflastig und beim Herausbeschleunigen überfordert der drehmomentstarke Turbodiesel (450 Newtonmeter) die Vorderräder, die speziell auf nasser und schmutziger Fahrbahn früh die Traktion verlieren. Macht aber nichts, denn die elektronischen Regelsysteme greifen sehr früh ein und halten den 508 jederzeit auf Kurs; das Deaktiveren des ESP ist markentypisch nur bis 50 km/h möglich. Heißt: Im Wesen gibt der 508 eher Schmuse- als Raubkatze. Ein Auto für Typen, die schnell und sparsam, aber nie extrem reisen. Dieses Konzept macht einen schlüssigen Eindruck, weil sich Peugeot um weichen Abrollkomfort bemüht. In der GT-Version kommt darum eine McPherson-Vorderachse mit zwei Dreiecksquerlenkern und indirekt aufgehängten Achsschenkeln zum Einsatz. Und tatsächlich: Die meisten Schlaglöcher und Fugen pariert das Fahrwerk souverän ohne störende Erschütterungen.

Weitere Details gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Fahrbericht lesen Sie in AUTO BILD 3/2011, ab Freitag, 21. Januar, im Handel.

Autor: Jörg Maltzan

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