Bilder: Mercedes SL vs. Porsche 911 Cabrio

Porsche 911 Cabrio/Mercedes SL: Vergleich

— 19.01.2012

Stuttgart Open

Den ersten Aufschlag hat der 911: Ab 2. März 2012 serviert Porsche das neue Cabrio. Kurz darauf will Mercedes den Angriff mit dem SL retournieren. Ein offenes Match. AUTO BILD wirft einen Blick ins Trainingslager.

Draußen Schneeregen, Sturmböen aus Nordwest, zwei Grad – über null. Der kaltfeuchte Winter lässt Cabriofahrer schaudern. Drinnen gleißendes Scheinwerferlicht, T-Shirt-Feeling, 20 Grad – plus natürlich. Herrlich! Aber: Zutritt streng verboten. Wer rein will, braucht einen Geheimcode. Dieses Fotostudio ist für Fans offener Sportwagen heute eine faszinierende Arena: Das neue Porsche 911 Carrera Cabrio trifft auf den noch neueren Mercedes SL 500 – zwei Legenden spielen die Stuttgart Open. Für AUTO BILD haben die beiden Edelmarken ihre Traummodelle 2012 vorgefahren. So früh kam es noch nie zum Gipfeltreffen der offenen deutschen Sportauto-Ikonen: 350 PS im Elfer, 435 im Benz.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes SL

Luxus-Sportler in neuer Optik: Breit, satt und wuchtig steht der Mercedes SL da.

100.532 Euro kostet der Porsche, 117.096 der Mercedes – das sind die Grundpreise, versteht sich. Wer so viel Geld übrig hat, wird im Sommer auf Sylt, der Kö und in Monte Carlo weit vorn sein. Ab März parken die beiden Open-Air-Stars fast zeitgleich beim Händler – erst der Elfer, kurz darauf der SL. Breit, satt und wuchtig steht der Mercedes da, zitiert mit Spangengrill und großem Stern die glorreiche Vergangenheit. Auf den breiten Ledersitzen wirkt er nun luftiger, edler und ist mit noch mehr konstruktiven Raffinessen gesegnet. So gibt es zum Beispiel ein neues Scheibenwischersystem namens Magic Vision Control, das Wasser fast unsichtbar durch Minidüsen im Wischerblatt auf die Scheibe spritzt. Ist das Dach offen, wird die Wassermenge reduziert, damit die Föhnfrisur der Insassen ja nicht nass wird. So fürsorglich ist nur ein Mercedes. Und genau darum fällt die Wahl zwischen 911 und SL schwerer denn je: Beide werden leichter, sportlicher, sparsamer und noch luxuriöser.

Überblick: Alle News und Tests zum Porsche 911

Der Porsche 911 verwöhnt seine Fahrer mit immer mehr Komfort – auch als Cabrio.

Trotzdem bleiben sie sich technisch treu. Jeder auf seine Art. Im Mercedes sitzt der 4,7-Liter-Motor vorn, wird jetzt aber von zwei Turbos aufgeladen. Dadurch steigt seine Leistung von 387 auf 435 PS, das maximale Drehmoment von 530 sogar auf 700 Newtonmeter. Dennoch soll der Verbrauch des Achtzylinders um 22 Prozent auf nur knapp über neun Liter pro 100 Kilometer sinken. Zumindest theoretisch. "Leistungsmäßig nähert sich der 500er dem alten SL 600 an, beim Verbrauch dagegen eher dem SL 350", sagen die Mercedes-Ingenieure. Der noch größere Fortschritt steckt allerdings in der Karosserie. Erstmals besteht der Rohbau komplett aus Alu. Das reduziert das Gewicht des Roadsters um stolze 140 Kilo. Er wird dadurch nicht nur sparsamer, sondern auch agiler. Heißt es. Außerdem haben die Entwickler das elektrische Hardtop auf Diät gesetzt. Durch die Verwendung von Magnesium verliert es sechs Kilo. Auf- statt abgerüstet hat Mercedes dagegen das Fahrwerk. Neben der aufpreispflichtigen Active-Body- Control (ABC) kommen im SL neuerdings semiaktive Stoßdämpfer zum Einsatz.

Weitere Details zu den beiden offenen Sportlern gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten lesen Sie in AUTO BILD 3/2012 – ab Freitag, 20. Januar, im Handel.

Das Porsche-Dossier enthält viele Versionen, Ausstattungen, Motoren und alle Erfahrungen und Testergebnisse, die wir mit der Stuttgarter Oberklasse in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Jetzt als PDF downloaden.

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Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Dieses Duell wird spannend. Das kann ich nach den ersten Eindrücken und der Sitzprobe in beiden Sportwagen jetzt schon sagen. Der SL wird leichter, stärker, sportlicher und bewegt sich ins klassische 911-Territorium. Andererseits verwöhnt der offene Elfer nun mit noch mehr Luxus, erhöhtem Fahrkomfort und sauberem Styling. Ihren jeweils ganz eigenen Charakter behalten die beiden Traumtypen dennoch. Und so bleibt die Frage SL oder 911 Cabrio auch in Zukunft vor allem eine philosophische.

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