Porsche 911 Targa: Fahrbericht
Erste Fahrt im neuen Bügel-Porsche

Mit dem Porsche 911 Targa belebt der Sportwagenbauer eine traditionelle Bauart – ein Auto mit eingebautem Showeffekt. So fährt sich der Porsches Cabrio für Unentschlossene.
Video: Porsche 911 Targa
Die Legende lebt
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Bis zur Gürtellinie ist der Targa technisch und stilistisch identisch mit den Allrad-Cabrios. Das gilt für den etwas breiteren Hintern genauso wie für die hecklastige Kraftverteilung des 4x4-Antriebs und natürlich für die beiden Sechszylinder-Boxer: Im Grundmodell arbeitet ein 3,4-Liter mit 350 PS, im Targa S röhrt der 3,8-Liter-Boxer mit 400 PS. Je nach Motor- und Getriebevariante schafft das Cabrio für Unentschlossene den Sprint von 0 auf 100 damit in bestenfalls 4,4 Sekunden und erreicht ein Spitzentempo von maximal 296 km/h. Und wer nicht gerade Walter Röhrl heißt oder zumindest ein ähnlich empfindliches Popometer hat wie der PS-Pensionär, Porsche-Repräsentant und Entwicklungshelfer, der wird den Unterschied zwischen den beiden Modellen nie herausfahren.Denn egal ob man jetzt im Cabrio sitzt oder im Targa: Beide Porsche-Varianten sind schnell und scharf und je nach Temperament des Fahrers kreuzbrav oder bitterböse. Denn genauso gelassen, wie man mit dem Open-Air-Modell eine Küstenstraße entlang cruisen oder über einen Boulevard bummeln kann, genauso so verbissen kann man damit auf einer verwinkelten Landstraße um die Ideallinie ringen und dabei seinen Führerschein schneller verlieren als den Tank leerfahren. Wobei auch das eine leichte Übung ist. Denn die Normwerte zwischen 9,2 und 10,0 Liter sind im Alltag nie und nimmer zu schaffen. Erst recht nicht, wenn man das Potenzial des Porsches ausreizt.
Bedingungslos alltagstauglicher Targa
Schön und schnell sind sie beide. Aber was den Targa ausmacht, das ist für Projektleiter Erhard Mössle vor allem die bedingungslose Alltagstauglichkeit. Nicht dass man das normale Cabrio mit seiner schnittigen Stoffmütze nur im Sommer fahren könnte. Doch das Dach des Targa wirkt zumindest für die Psyche dichter und die Notsitze im Fond gaukeln unter der Glaskuppel ein wenig mehr Platz vor. Außerdem spricht für den Targa als Ganzjahresauto die zwangsweise Kopplung an den Allrandantrieb.
Und das auffälligere Auto ist er obendrein. Denn nicht nur der silberne Bügel mit dem historischen Targa-Schriftzug ist ein Hingucker. Sondern vor allem, wenn man das Verdeck bewegt, zieht der Sportwagen eine spektakuläre Show ab: Die nach hinten klappende Glashaube, die beiden Halbschalen auf dem Bügel, die sich aufstellen wie die Ohren eines Dackels im Wind, die beiden mit Stoff bezogenen Magnesium-Platten des eigentlichen Verdecks und die vielen Streben und Spriegel – all das tanzt 19 Sekunden lang ein Ballett, bei dem Passanten stehen bleiben und staunen wie seit dem ersten Mercedes SLK nicht mehr. Da schadet auch nicht, dass man den Mechanismus anders als beim konventionellen 911 Cabrio nur im Stand bedienen kann.
Aber der neue Targa ist nicht nur der bessere Showstar, sondern im Grunde sogar das billigere Auto. Denn auch wenn rund 12.000 Euro Aufpreis zum Coupé eine schöne Stange Geld sind für ein nur etwa zwei Quadratmeter großes Stückchen vom Himmel, ist der Targa sogar noch 1000 Euro günstiger als das konventionelle Cabrio.
Und das auffälligere Auto ist er obendrein. Denn nicht nur der silberne Bügel mit dem historischen Targa-Schriftzug ist ein Hingucker. Sondern vor allem, wenn man das Verdeck bewegt, zieht der Sportwagen eine spektakuläre Show ab: Die nach hinten klappende Glashaube, die beiden Halbschalen auf dem Bügel, die sich aufstellen wie die Ohren eines Dackels im Wind, die beiden mit Stoff bezogenen Magnesium-Platten des eigentlichen Verdecks und die vielen Streben und Spriegel – all das tanzt 19 Sekunden lang ein Ballett, bei dem Passanten stehen bleiben und staunen wie seit dem ersten Mercedes SLK nicht mehr. Da schadet auch nicht, dass man den Mechanismus anders als beim konventionellen 911 Cabrio nur im Stand bedienen kann.
Aber der neue Targa ist nicht nur der bessere Showstar, sondern im Grunde sogar das billigere Auto. Denn auch wenn rund 12.000 Euro Aufpreis zum Coupé eine schöne Stange Geld sind für ein nur etwa zwei Quadratmeter großes Stückchen vom Himmel, ist der Targa sogar noch 1000 Euro günstiger als das konventionelle Cabrio.
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