Ratgeber Alarmanlagen
Das bringt Diebe zum Heulen

Tränengas gegen Autoklau: Ja, spinnen die jetzt? Fakt ist: So was gibt es. Wer
sich aber nicht in rechtliche Grauzonen begeben möchte, sollte auf den Einbau verzichten. Ein Selbstversuch.
Bild: Thomas Ruddies
Diebstahlschutz mit Tränengas – klingt irgendwie pervers. Fühlt sich auch so an. Ich habe es ausprobiert: Das sogenannte CS-Gas brennt wie Feuer in meinen Augen. Es wirkt aber. Profi-Diebe, die eine laut hupende Alarmanlage ignorieren, haben von dem Gas-System garantiert schnell genug. Die Radikallösung kommt von Thitronik aus Kiel, Preis 249 Euro, und wird mit einer Tränengasdusche von Security Product, Preis 149 Euro, kombiniert. Sobald die Sirene heult, schießt das Gas durch eine Düse in den Fahrzeuginnenraum. Der Einbau in einen VW Bus dauert rund drei Stunden. Aber: Bei allem Frust über einen Autobruch muss die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt bleiben. Die Alarmanlage darf deshalb nur mit relativ harmlosen CS-Gas bestückt werden und auf keinen Fall direkt auf das Gesicht des Autoknackers zielen. Wer sich nicht daran hält, landet selbst vor Gericht.
Der Selbstversuch
Tränengas, wie schlimm ist es wirklich? Bernd Volkens hat es ausprobiert: "Da die Düse nicht ins Gesicht spritzt, kam die Wirkung etwas verzögert. Es fing mit Brennen in den Augen und im Gesicht an, dann musste ich stark husten. Nach wenigen Sekunden musste ich aus dem Auto flüchten."
Das sagt der Anwalt

Bild: privat / AUTO BILD
Fazit
Tränengas als Schutz vor Autoklau – eine wilde Idee. Und umstritten sowieso: Wer sich nicht in rechtliche Grauzonen begeben möchte, sollte auf den Einbau verzichten. Wird das System doch installiert, ist es besser, die Tränengasauslösung mit einem GSM-Modul zu kombinieren. Per SMS kommt eine Meldung aufs Telefon, dann lässt sich die Spraydose per Handy fernauslösen – ein Schutz vor Fehlalarm.
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