Renault Mégane GT im Test: Fahrbericht
Knackiger Kompakt-Sportler

Normalerweise gilt der Renault Mégane als entspannter Vertreter seiner Zunft. Nicht jedoch als GT – dann wird aus der Sänfte ein Sportler.
Er war über Jahre die Fahrspaßreferenz in der Kompaktklasse. Fahrwerk, Lenkung, Schaltung, Sitze und nicht zuletzt das Preis-Leistungs-Verhältnis – alles top. Die Rede ist vom Renault Mégane RS. Obwohl offiziell noch bis Herbst 2016 erhältlich, schicken ihn die Franzosen jetzt, nach sechs Jahren Kurvengier, so langsam aufs Altenteil. Bis der Nachfolger kommt, gehen noch ein paar Monate ins Land, daher muss der neue Mégane zunächst als 205 PS starker GT in die Bresche springen. Er basiert – wie vor ihm schon Espace und Talisman – auf der modularen CMF-Plattform. Was diese in sportlicher Hinsicht kann, klärt ein erster Fahrbericht.
Beim Renault Mégane GT wird mit allen Rädern gelenkt

Kurvenkünstler: Der GT ist serienmäßig mit der Allrad-Lenkung 4Control ausgerüstet.
Bild: Werk
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Unter der Haube arbeitet ein 1,6 Liter großer Vierzylinder

Kräftig: Mit seinen 205 PS beschleunigt der 1,6er den Mégane GT in 7,1 Sekunden auf Tempo 100.
Bild: Werk
Schlagen wir noch einmal den Bogen zur Überschrift: Der GT ist ab Werk mit einer Launch Control ausgestattet. Bremsen mit links, Vollgas mit rechts, zwei Sekunden beide Schaltwippen ziehen, und die Elektronik merkt, was der Fahrer vorhat. Dann die Bremse lupfen, und ab geht die Post.
Fazit
Mit dem Mégane GT gelingt Renault der Spagat zwischen Alltagsnutzen und Sportsgeist. Er rollt knackig ab, giert förmlich nach Kurven und hat mit seinen 205 PS ausreichend Schmalz unter der Haube – auch wenn der DKG-Zwang nicht allen schmecken dürfte. Kleine Unzulänglichkeiten wie das spiegelnde Riesendisplay, die zu hoch positionierten Schaltwippen oder die hohe Ladekante trüben die Freude nur kurzzeitig.
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