Renault Mégane R.S. im Test

Renault Mégane R.S. Renault Mégane R.S. Renault Mégane R.S.

Renault Mégane R.S.: Test

— 12.02.2018

R.S. wie rasend schnell

Unter dem Kürzel R.S. hat uns Renault schon viel Spaß bereitet. So auch beim jüngsten Ableger, dem Mégane R.S. Die kompakte Rakete im Test.

Seit zehn Jahren zählen die schärfsten Mégane zu den Helden der Grünen Hölle. In den Jahren 2008 (R26.R, 8:17 Minuten), 2011 (R.S. Trophy, 8:08 Minuten) und 2014 (R.S. 275 Trophy-R, 7:54 Minuten) erzielten sie jeweils neue Rundenrekorde für Fronttriebler auf der Nordschleife. Auch der ganz frische R.S. hat die Anlagen, dieses Erbe anzutreten.

Dank Launch-Control schießt der R.S. brachial nach vorne

Geht verdammt gut: Der neue Renault Mégane R.S ist in 5,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Angetrieben wird er vom 1,8-Liter-Turbo, der schön knurrt und gern dreht. Die Leistung stieg von zuletzt 273 PS und 360 Nm (Trophy-R) auf jetzt 280 PS und 390 Nm. Den Spurt auf 100 km/h soll der R.S. nun in 5,8 statt 6,0 Sekunden absolvieren; die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 255 km/h. Erstmals gibt es im R.S. auch ein Doppelkupplungsgetriebe, EDC genannt. Geschaltet wird per Wählhebel in der Mittelkonsole oder über feststehende Paddles am Lenkrad. Neben kürzeren Schaltzeiten bietet EDC noch die Funktion einer Launch Control und vier vorkonfigurierte Modi (Comfort, Neutral, Sport, Race), die auf Getriebesteuerung, ESP, ABS, Ansprechverhalten, Sound und Lenkung wirken.
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Mit dem Fahrwerk hat Renault alles richtig gemacht

Kaum Seitenneigung oder Zerren in der Lenkung: Auf der Rennstrecke fühlt sich der R.S. pudelwohl.

Ein Sahnestück ist wieder das Fahrwerk, das wie schon der Vorgänger auf eine entkoppelte Lenkachse baut. So hält sich das Zerren der 280 PS in der Lenkung in sehr engen Grenzen. Seitenneigung ist kaum vorhanden, der Federungskomfort ist besser als beim Vorgänger, auch dank neuer Stoßdämpfer mit hydraulischem Endanschlag. Für ambitionierte Fahrer gibt es ein strafferes Cup-Fahrwerk mit neu abgestimmter Torsen-Differenzialsperre und Brembo-Bremsen (ca. 1500 Euro), das wir auf der Rennstrecke in Jerez als Handschalter gefahren sind. Auch hier macht die Allradlenkung 4Control eine gute Figur. Der geschärfte R.S. geht sehr präzise ums Eck, baut viel Traktion auf – der Wagen ist ein cooles Tracktool, das einfach zu fahren ist. Ende des Jahres folgt ein noch heißerer R.S. Trophy mit 299 PS/400 Nm. Damit wird Renault den Ring-Rekord sicher wieder ins Visier nehmen.

Fahrzeugdaten Renault Mégane R.S. Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1798 cm³ • Leistung: 205 kW (280 PS) bei 6000/min • max. Drehmoment: 390 Nm bei 2400/min • Antrieb: Vorderradantrieb, Siebengang-Doppelkupplung • Länge/Breite/Höhe: 4364/1875/1428 mm • Leergewicht: 1505 kg • Kofferraum: 384-1247 l • 0–100 km/h: 5,8 s • Vmax: 255 km/h • Verbrauch: 6,9 l/100 km Super • Abgas CO2: 155 g/km • Preis: ab ca. 39.500 Euro.
Autor:

Ralf Kund

Fazit

In der aktuell heißesten Ausbaustufe mutiert der Mégane von einem kauzigen Kompakten zu einem echten Rennwagen. Der Motor aus der Alpine sorgt für ordentlich Schub und garantiert gemeinsam mit dem feinen Fahrwerk viel Spaß.

Stichworte:

Kompaktklasse

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