Saab-Verkauf gerät ins Wanken

Saab-Übernahme gerät ins Wanken

— 08.11.2011

GM blockiert den Saab-Verkauf

Gerade erst schien die Zukunft für den gebeutelten schwedischen Kult-Autobauer Saab gesichert, da kommt der nächste Schlag: General Motors hat beim Verkauf ein Wörtchen mitzureden – und stellt sich quer.

(dpa) Der Verkauf des krisengeschüttelten schwedischen Autobauers Saab nach China gerät ins Wanken. Der ehemalige Saab-Mutterkonzern General Motors (GM) mauert. Die US-Amerikaner wollen verhindern, dass ihre Technik in die Hände der chinesischen Konkurrenz fällt. Für Saab ist der Verkauf lebensnotwendig. Daher suchen die Schweden mit Hochdruck nach einer Lösung. "GM wird die bestehenden Technologie-Lizenzen nicht verlängern und Lieferungen an Saab einstellen, sollten sich die Besitzverhältnisse wie geplant ändern", erklärte ein GM-Sprecher auf Anfrage. GM könnte sich in einem solchen Falle lediglich vorstellen, unter bestimmten Bedingungen nur noch einzelne Teile an Saab zu liefern, etwa Antriebe. Das wäre für Saab ein Problem, viele Teile der Autos kommen aus GM-Regalen.

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Der Widerstand aus Detroit ist ein schwerer Schlag in dem Bemühen, Saab vor dem Untergang zu bewahren. Der Autohersteller Youngman und das Großhandelsunternehmen Pang Da aus China unterzeichneten eine Absichtserklärung für den Kauf der Traditionsmarke. Sie wollen Millionen investieren. Saab erklärte am 7. November 2011, das Gespräch mit Youngman und Pang Da suchen zu wollen. Es soll eine Möglichkeit gefunden werden, die allen Seiten gerecht wird. Die Zeit drängt: Seit April ruht aus Geldmangel die Produktion im Stammwerk Trollhättan. Die chinesischen Käufer waren gerade noch rechtzeitig aufgetaucht, um die endgültige Pleite abzuwenden.

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GM hatte Saab Anfang 2010 an den kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars verkauft. Spyker benannte sich später in Swedish Automobile N.L. (Swan) um. Doch auch die neuen Herren im Hause bekamen die Probleme bei der Kultmarke nicht in den Griff. Saab ist ein Winzling in der internationalen Autowelt. GM hat beim Weiterverkauf mitzureden, weil die Modelle der Schweden auf GM-Technik basieren. Saab gehörte knapp 20 Jahre zum US-Konzern. GM stört wohl, dass die Chinesen große Pläne mit Saab auf ihrem Heimatmarkt haben. Damit würden sie GM frontal angreifen. Für den US-Autobauer ist China als Absatzmarkt mittlerweile genauso wichtig wie Nordamerika.

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