E-Autos als Testfahrzeuge von der Lufthansa am Frankfurter Flughafen

Schriebers Stromkasten, Teil 176

— 30.07.2012

Ohne Kabel, ohne Probleme

Die Flughäfen von Düsseldorf und Frankfurt/Main waren Versuchsfelder für Ladetechnik von E-Autos. Ergebnis: Das Laden per Induktion – also ohne Kabel – verlief problemlos und komfortabler als das Verfahren mit Stecker.

Im August 2012 endet ein knapp anderthalb Jahre dauernder Feldversuch, den Lufthansa Technik gemeinsam mit der Firma Brose-SEW auf den Großflughäfen in Düsseldorf und Frankfurt am Main gestartet hatte. Zwei auf Elektroantrieb umgebaute Chevrolet Matiz sind seit April 2011 auf den Flughafengeländen unterwegs. Das Düsseldorfer Auto wird per Kabel (konduktiv) geladen, der Matiz am Airport Frankfurt dagegen induktiv, also kabellos über eine in den Boden eingelassene Spule sowie ein Empfangsmodul im Fahrzeugboden.

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Elektro-Matiz am Frankfurter Flughafen: Das kabellose Laden hat den Praxistest bestanden.

Kurz vor Testende lassen sich bereits zwei Ergebnisse feststellen: Das induktive Laden verlief über den gesamten Versuchszeitraum ohne Probleme. Die Mitarbeiter bei Lufthansa Technik schätzten zudem eindeutige Komfort-Vorteile gegenüber dem Kabel. Außerdem sieht die Lufthansa-Tochter große Chancen für den Einsatz von Elektroautos auf Flughäfen. Da in der Regel nur sehr kurze Strecken gefahren werden und die Höchstgeschwindigkeit selten 30 km/h übersteigen darf, hat hier die E-Mobilität eindeutige Vorteile gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die bei diesem Fahrprofil kaum ihre Betriebstemperatur erreichen. Gut möglich also, dass sich für das Elektroauto hier ein neuer Markt auftut: bei den Fahrzeugflotten der Fluggesellschaften sowie der Flughafenbetreiber.

Lesen Sie auch: Laden ohne Kabel kommt

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