Skoda Octavia RS 230 Combi (2015): Fahrbericht

Skoda Octavia RS 230 Skoda Octavia RS 230 Skoda Octavia RS 230

Skoda Octavia RS 230 Combi (2015): Fahrbericht

— 03.09.2015

Im stärksten Octavia auf der Piste

Skoda legt eine Sonderedition des Octavia RS auf. Als RS 230 hat er zehn PS mehr und ein Sperrdifferenzial. Erste Fahrt auf der Rennstrecke!

Stärker ist kein Serien-Octavia: Mit dem Sondermodell RS 230 spendiert Skoda dem Octavia RS zehn PS mehr, sodass der 2.0 TSI nun 230 PS an die Vorderräder schickt. Und für mehr Traktion und weniger Untersteuern soll ein elektrohydraulisches Sperrdifferenzial sorgen. Wie sich der stärkste Octavia auf der Rennstrecke schlägt, zeigt unser Fahrbericht.
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Laut Skoda taugen die Veränderungen im RS 230 für eine um rund zehn Sekunden verbesserte Nordschleifenzeit.

Kernig legt der Power-Octavia los. Das volle Drehmoment (350 Nm bei 1500 bis 4600 U/min) liegt bereits früh an, was den Griff zum exakt schaltenden Sechsganggetriebe in engen Kurven oft erspart. Nur an einer Stelle des Slovakiarings wird die zweite Fahrstufe bemüht, ansonsten zieht der RS 230 souverän im Dritten aus schärferen Kurven. Die moderate Mehrleistung von zehn PS macht sich beim Beschleunigen hauptsächlich im Zehntelbereich bemerkbar. Und in einer minimal höheren Endgeschwindigkeit. So soll unser handgeschalteter Kombi 247 km/h erreichen, der vergleichbare Standard-RS schafft 244 km/h. Für die sportlichere Akkustik haben die Techniker eine neue Abgasanlage konstruiert, die den RS 230 einen Hauch rauchiger klingen lässt, ohne dabei die Insassen zu nerven.

Skoda Octavia RS 230 Combi

Skoda Octavia RS 230 Sitzprobe Genf 2015 Skoda Octavia RS 230 Sitzprobe Genf 2015 Skoda Octavia RS 230 Sitzprobe Genf 2015
Sperrdifferenzial und Sport-ESP

Bei der RS 230-Limousine bildet ein schwarzer Spoiler den Heckabschluss.

Deutlich zu spüren ist dagegen das lange neutrale Kurvenfahrverhalten des RS 230. Ein Verdienst des Sperrdifferenzials, das elektronisch gesteuert bis zu hundert Prozent der Antriebskraft an das kurvenäußere Vorderrad leitet. Dadurch geht, anders als beim gezielten Bremseingriff, der eine Sperre simuliert, keine Kraft verloren. Traktionsprobleme sind für den schnellen Octavia kein nennenswertes Thema, und die Lenkung bleibt frei von Antriebseinflüssen. Speziell für den RS 230 gibt es eine neue ESP-Einstellung: Wer die ESP-Taste lange drückt, wechselt in einen Assistenzmodus, der später eingreift. Zudem lassen sich per Druck auf die RS-Mode-Taste Lenkung, DSG-Getriebe und Sperrdifferenzial im Ansprechverhalten einstellen. Für 2016 kündigt Skoda darüber hinaus ein adaptives DCC-Fahrwerk an.

Vier starke Diesel-Kombis

An den schwarzen Details erkennt man den RS 230

An den schwarzen Details, wie hier dem geschwärzten Kühlergrillrahmen, lässt sich das Sondermodell erkennen.

Runter von der Strecke, rein in die Boxengasse. Wir wollen noch einen Blick auf die RS 230-spezifischen Details werfen. Am auffälligsten sind die schwarz lackierten und glanzgedrehten 19-Zöller, der geschwärzte Kühlergrillrahmen und die schwarze Dachreling des Kombi (die Limousine hat im Gegenzug einen schwarzen Spoiler). Für noch mehr Farbkontrast sorgen die schwarzen Spiegelkappen und Auspuffblenden. Im Innenraum schauen RS 230-Fahrer wahlweise auf einen Rundenzeitmesser im Display des Kombiinstruments, nehmen auf Ledersportsitzen Platz und bedienen Gas, Bremse sowie Kupplung über Edelstahlpedale.

Technische Daten Skoda Octavia RS 230 Combi Motor: R4-Turbo-Benziner • Hubraum: 1984 ccm • Leistung: 230 PS bei 4700 bis 6200 U/min • max. Drehmoment: 350 Nm bei 1500 bis 4600 U/min • Antrieb: Vorderradantrieb mit Differenzialsperre • Getriebe: Sechsgang, manuell (optional DSG) • 0 auf 100 km/h: 6,8 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 247 km/h • Norm-Verbrauch: 6,2 l/100 km • CO2: 142 g/km • Preis ab 34.150 Euro.
Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Der Skoda Octavia RS 230 ist ein gut ausgestattetes, aber auch mindestens 3000 Euro teureres Topmodell, das Octavia RS-Fans ein Quäntchen mehr Sportlichkeit bietet – und dabei vollkommen alltagstauglich bleibt.

Stichworte:

Sportwagen

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