Smart fortwo DCT (2015): Fahrbericht

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Smart fortwo DCT(2015): Fahrbericht

— 06.02.2015

Schluss mit dem lästigen Nicken?

Im Sommer kommt das Doppelkupplungsgetriebe für den Smart fortwo. Heißt es dann Abschied nehmen vom Klischee des nickenden Stadtflitzers? Fahrbericht!

Ohne Schaltnicken beschleunigt der Smart und hat mit 6,95 m einen extrem kleinen Wendekreis.

Morgens um sieben soll die Welt noch in Ordnung sein? Draußen auf dem platten Land mag das ja stimmen. Aber in der City von Stuttgart ist mal wieder die Hölle los. Der Verkehr fließt zäh, die Zeit rennt und die Termine drängen. Wie praktisch, wenn man mit dem neuen Smart und dessen 90 Turbo-PS wieselflink durch die Lücken wuseln kann. Doch wer für seine Stausprints die maximal 135 Nm des vorlaut schnatternden Dreizylinders nutzen möchte, der muss öfter schalten, als ihm lieb ist.
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Aber damit ist bald Schluss: Im Sommer gibt es auch für die aktuell stärkste Version des 900 Kubik-Motörchens die neue Doppelkupplung DCT, die ihre sechs Gänge ohne das leidige Zucken und Zögern der alten Halbautomatik sortiert. So bleiben die Hände in der Hektik am Lenkrad und wer in diesem Auto nickt, der macht das freiwillig, weil er ein höflicher Mensch ist und seinem Staunachbarn einen guten Morgen wünschen möchte.

Renault Twingo vs. Smart forfour

Für das so genannte Twinmatic-Getriebe verlangt Smart auch beim stärksten Modell einen Aufpreis von 1275 Euro. Wer eine der drei "Lines" bestellt und es damit ein bisschen bunter treibt, der bekommt den kurzen Knüppel neben dem Knie schon für 1000 Euro. Dann sind vielleicht auch die 575 Euro für das Sportpaket noch drin, mit dem die Schaltwippen ans Lenkrad wandern. Mindestens 13.065 und ruck, zuck über 15.000 Euro – das ist ein teures Vergnügen. Doch erstens sind die Smart-Kunden selbst von der schlechten Halbautomatik der ersten Generation offenbar so verwöhnt, dass sie bei den aktuellen Vorbestellungen mit der Handschaltung ein wenig fremdeln. Und zweitens muss bei den Extras nun wirklich nicht knausern, wenn man sich schon den Luxus eines 90-PS-Smarts leistet. Denn mit Vernunft braucht bei einem Zwergenauto für knapp 12.000 Euro nun wirklich keiner zu kommen. Mit Faulheit auf der einen und Fahrfreude auf der anderen Seite dagegen schon.
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Neben dem Wahlhebel für das Doppelkupplungsgetriebe lässt sich zwischen dem Eco- und Sportmodus wählen.

Denn es ist tatsächlich ungeheuer entspannend, wenn man sich beim Lückenspringen im hektischen Stadtverkehr auf die Automatik verlassen kann, statt permanent zum Schaltknauf greifen zu müssen. Und wer den wendigen Winzling einmal mit der Doppelkupplung durch eine Tiefgarage chauffiert hat, der weiß, dass man das Auto jetzt tatsächlich mit dem kleinen Finger einparken kann. Gleichwohl ist das DCT-Getriebe – übrigens das kleinste der Welt – keine Spaßbremse. Wenn es nicht gerade im Eco-Modus steht, eher zu früh hoch und ein bisschen zu spät herunter schaltet, dann kann man es mit dem Smart fast ein bisschen krachen lassen – soweit das halt funktioniert mit einem Auto, das in knappen elf Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt und der bei 155 km/h abgeregelt ist. Und wer sein (Schalt)Schicksal doch lieber selbst in die Hand nimmt, der wechselt die Gänge eben in der zweiten Getriebegasse oder am Lenkrad manuell.

Smart fortwo/forfour (2014): Preise

Smart fortwo und forfour: Preise Smart fortwo und forfour: Preise
Den Verbrauch kann man dabei getrost vergessen. Zumindest auf dem Papier ändert sich der durch die Wahl des Getriebes nicht, versprechen die Schwaben mit Blick auf den Normwert von 4,2 Litern. Schließlich wiegt das kompakte Räderwerk gerade einmal 34 Kilo und ist reibungsmäßig gründlich optimiert.
Autor:

Thomas Geiger

Fazit

Klein und kräftig, handlich und wendig und jetzt bald auch in der stärksten Variante ohne Handarbeit zu fahren – so wird der Smart gar vollends zum Kugelblitz und kullert durch die Innenstadt, als müsse er im Flipper den Highscore knacken. Mehr Spaß kann man mit einem Smart kaum haben. Im Augenblick zumindest. In einem Jahr dürfte dann aber der Smart Brabus fertig sein. Mit wahrscheinlich rund 150 PS sollte die Welt morgens um sieben tatsächlich noch in Ordnung sein – selbst wenn in Stuttgart schon wieder die Hölle los ist.   

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