Spada Vetture Sport TS Codatronca

Spada Vetture Sport TS Codatronca Spada Vetture Sport TS Codatronca

Spada Vetture Sport TS Codatronca

— 23.10.2008

Corvette für Fortgeschrittene

Design-Legende Ercole Spada baut in Turin den TS Codatronca – ein Auto wie ein Dart-Pfeil. Unter der aerodynamisch effizienten Fiberglas-Haut steckt brachiale US-Technik von der Stange: Fahrwerk und V8 stammen von der Corvette Z06.

Spada – wer als Italiener diesen Nachnamen trägt, muss sein Leben garantiert nicht als Hilfsschrauber bei Fiat fristen. Ercole Spada wurde Designer – und prägte mit seinen windschnittigen Entwürfen ganze Auto-Generationen. Unter seiner Regie entstanden Klassiker wie Alfa Romeos Giulietta SZ, Lancia Fulvia Sport, Ford GT 40 oder der Fiat Tipo. In Deutschland war er von 1977 bis 1983 bei BMW aktiv und verpasste den damaligen 3er- und 5er-Generationen ihren zeitlosen Look. Sein Talent hat Ercola Spada an seinen ältesten Sohn Paolo weitervererbt. Der war in den Design-Teams von Honda und Smart aktiv und leitet seit einiger Zeit zusammen mit seinem Vater die Firma Spadaconcept in der Nähe von Turin. Und was entsteht in den Werkstätten von zwei passionierten Auto-Designern? Natürlich ein Auto. Der TS Codatronca.

Der Kurzheck-Renner ist extrem "fahrstabil und beherrschbar"

Das kurze Heck ist eine Spezialität von Ercole Spada. Die wuchtige Finne ist neu.

Das Design des Supersportlers, von dem die Spadas eine Kleinserie von 20 Fahrzeugen auflegen wollen, ist dabei ähnlich spektakulär wie sein Name. TS steht für Turismo Sportivo und war das Kürzel des ersten Entwurfs, den die Beiden gemeinsam auf die Räder stellten. Codatronca bedeutet aus dem Italienischen übersetzt schlicht "kurzes Heck". Ein aerodynamischer Kniff, den Ercole Spada erstmals 1963 bei der Alfa Giulietta einsetzte. Den Kurzheck-Renner der Neuzeit haben die Spadas noch um eine markante Heckfinne ergänzt, die den TS Codatronca extrem "fahrstabil und beherrschbar" machen soll. Eine Idee, mit der der junge Ercole schon in den sechziger Jahren experimentiert hatte und die auf den spektakulären BAT-Autos basiert, die Alfa Romeo in den 50er Jahren bauen ließ.

630 PS aus einem einem Corvette-V8 schieben den Codatronca an

Verzicht? Nicht bei Spada. Der Codatronca ist mit Leder, Alcantara und Aluminium eingerichtet.

Unter der hauptsächlich aus Fiberglas und Verbundmaterialen geformten Haut des TS Codatronca steckt solide US-Großserientechnik. Fahrwerk und V8 stammen von der Corvette Z06 – für die 630 PS und die 668 Newtonmeter Drehmoment, die der Siebenliter aus seinen acht Brennräumen schüttet, zeichnen allerdings die Spada-Ingenieure verantwortlich. In der Z06 kommt das Alu-Kraftwerk nämlich nur auf 512 PS. Mit einem extra zu ordernden Konverter-Kit kann der Codatronca auch mit E85-Sprit betankt werden. Ob nun mit Super Plus oder mit Alkohol – schnell ist der Codatronca auf jeden Fall. 344 km/h sind laut Spada Vetture Sport drin, wobei die ersten 100 Sachen bereits nach 3,4 Sekunden erreicht sind. An die Hinterräder weitergereicht wird die Kraft über die manuelle Sechsgang-Schaltung, die auch in der Corvette Dienst tut – allerdings mit einer kürzeren Übersetzung für die Gänge fünf und sechs.

320.000 Euro. Mindestens!

Drei Fahrzeuge haben die Italiener nach eigenen Angaben bereits verkauft. Für einen Stückpreis von mindestens 320.000 Euro. Wobei viele Interessenten bereits nach stärkeren Codatronca-Versionen nachgefragt hätten. Ein Wunsch, den die Spadas gerne erfüllen. In diesen Wochen soll der erste Codatronca TSS fertig werden. Dessen V8 bringt es auf gewaltige 700 PS und könnte ohne große Umbauten als FIA GT1-Renner zugelassen werden. Die passende Elektronik (elektronisch einstellbare Dämpfer, 40 Sensoren, 80-Gigabyte-Festplatte) und den unverzichtbaren Überrollkäfig hat jeder Codatronca serienmäßig an Bord.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.