Studie Rinspeed Splash

Studie Rinspeed Splash

— 18.02.2004

Evolution der Amphibien

Verstopfte Straen? Ab ins Wasser! Auf dem Genfer Salon streiten sich gleich zwei Amphi-Studien ums nasse Element.

Im Tiefflug bers Wasser

Mutiert der Genfer Salon zum Naturkundemuseum? Nach dem Aufsehen erregenden Aquada aus England kndigt auch die Schweizer Kreativschmiede Rinspeed ein schnelles Amphibium an. Das Besondere an beiden Konzepten: Sie erreichen zu Lande und zu Wasser Geschwindigkeiten, von denen Amphicar und Co bislang nur trumen konnten. ber 50 km/h im nassen Element, bis zu 200 km/h auf der Strae kein Problem. Aber mit welchem Trick?

Der Rinspeed schafft in krzester Zeit, wofr andere Spezies Jahrtausende brauchten. Fhrt er mit seiner Carbon-Karosserie ins Wasser, klappt als Erstes ein unscheinbarer Heckdeckel nach oben. Dahinter wartet schon ein Schiffsantrieb auf seinen Einsatz, bestckt mit einem dreiflgeligen Propeller, der vom Cockpit aus stufenlos nach unten geschwenkt werden kann. Bis zu diesem Zeitpunkt verhlt sich der Splash wie ein herkmmliches Amphibienfahrzeug, erreicht allerdings bereits eine Wassergeschwindigkeit von 50 km/h.

Ab einer Wassertiefe von 1,3 Metern wird's richtig interessant: Dann entfaltet der Pilot auf Knopfdruck ein komplexes Tragflchensystem. Hinten schwenkt der Formel-1-artige Heckflgel um 180 Grad nach unten; links und rechts, pardon, backbord und steuerbord drehen zwei weitere Flgel in die Tiefe und entfalten sich zu einem V. Darauf fliegt das Gefhrt schlielich mit ganzen 80 km/h in 60 Zentimetern Hhe ber die Wasseroberflche ein Kunststck, das den Rinspeed als ideale Besetzung fr eine moderne Bibel-Verfilmung prdestiniert.

Erdgasmotor mit zwei Zylindern

Zu einem ungewhnlichen Fahrzeug passt ein ungewhnlicher Motor. Deshalb steckt im Splash ein nur 0,75 Liter kleines Erdgas-Aggregat. Der turbogeladene Zweizylinder produziert 140 PS bei 7000 Umdrehungen und katapultiert den 825 Kilo schweren Verwandlungsknstler auf trockenem Element innerhalb von 5,9 Sekunden auf 100 km/h. Hchstgeschwindigkeit: 200 km/h.

Fr Rinspeed-Chef Frank Rinderknecht ist der Genfer Autosalon jedes Jahr eine willkommene Gelegenheit, seine Studien einem groen Publikum zu prsentieren. Bislang waren die gewagten Schweizer Exponate so gut wie konkurrenzlos zusammen mit der Entwicklung von der Insel knnte diesmal aber ein neuer Trend geboren werden. Aquada-Vater Alan Gibbs hat immerhin ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: die Massenproduktion.

Mehr zum Splash und vor allem den ersten exklusiven Fahrbericht finden Sie in der neuen AUTO BILD test & tuning (03/2004), ab Freitag, 20. Februar, im Handel. Alles ber die weiteren, spektakulren Neuheiten auf dem Genfer Salon steht in der neuen AUTO BILD (08/2004). Wie immer ab Freitag.

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