Studie: Unfallrisiken im Alter — 23.10.2008
Oma fährt prima
Senioren am Steuer sind besser als ihr Ruf, zeigte jetzt eine Untersuchung. Ihre Unfallzahlen fallen kaum ins Gewicht angesichts einer weitaus gefährlicheren Altersgruppe. Und: Durch Erfahrung meiden die Alten unfallträchtige Situationen.
Generell steigt laut Allianz das Unfallrisiko erst ab 75 stark an, unter anderem auch deshalb, weil Menschen in diesem Alter oftmals chronisch krank sind und permanent unter Einfluss von Medikamenten stehen, die einen negativen Einfluss auf die Sinnesorgane haben können. "Die Unfallstudie zeigt im Gesamtergebnis, dass ältere Verkehrsteilnehmer kein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr darstellen und überwiegend mehr Opfer als Verursacher sind", sagt Dr. Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz-Versicherungs AG. Daher sehe die Allianz auch keine Notwendigkeit, Einschränkungen der Fahrerlaubnis im Alter zu fordern. Um ihnen das Leben am Steuer zu erleichtern, empfiehlt der Konzern hingegen den verstärkten Einbau von Assistenzsystemen wie Park- oder Bremsassistenten. Schon angesichts des demographischen Wandels sei diese Maßnahme anzuraten: Nach Schätzungen der Euro-Sicherheitsorganisation European Transport Safety Council (ETSC) wird in der EU im Jahr 2050 jeder dritte, der im Straßenverkehr getötet wird, älter sein als 65.

































