In der kompakten SUV-Klasse fährt Suzuki künftig gleich zwei Modelle vor. Der alte SX4, seit 2006 beliebter Senioren-Hüpfer mit nur 4,15 Metern Länge, bleibt als "Classic" im Programm. Der neue SX4 streckt sich auf 4,30 Meter und spielt den Freund der Familie. Ab 19.490 Euro gibt es mehr Platz im Fond und Kofferraum (430 bis 1269 Liter), einen neuen 1,6-Liter-Diesel  und einen weiter entwickelten Allrad-Antrieb.

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Suzuki SX4 (2013): Fahrbericht
Mit 4,30 Metern ist die zweite Generation des Suzuki SX4 gut 15 Zentimeter länger als das Vorgängermodell.
Die Japaner bieten wie gewohnt Front- und Allradantrieb (1500 Euro extra), einen 120 PS starken Benziner und den Diesel (2200 Euro extra). Neues Topmodell ist der SX4 Diesel AWD für 28.990 Euro. Der kernige Selbstzünder, den Suzuki bei Fiat einkauft, reißt keine Bäume aus (175 km/ Spitze). Dank serienmäßigem Start-Stopp-System soll er mit 4,4 Liter auskommen, im Alltag dürfte eine Sechs vorm Komma stehen. Nachteil: Die Nockenwelle treibt ein wartungsaufwendiger Zahnriemen an, eine Automatik ist nicht zu haben. Der Diesel passt mit seinem Charakter gut zum soliden, nicht unnötig sportlichen Suzuki. Die Federung schluckt mit dem um zehn Zentimeter gewachsenen Radstand auch schlecht geflickte Landstraßen ordentlich weg, die Lenkung verzichtet auf spitzes Ansprechen.
Suzuki SX4
Das Ladevolumen ist von 270 auf 430 Liter gewachsen. Bei umgeklappter Rückbank gehen 1269 Liter rein.
Bild: Hersteller
Das neu gestaltete Cockpit wirkt moderner, doch der Klopftest offenart noch immer überwiegend Hartplastik. Hinten können jetzt auch Erwachsene vernünftig sitzen, allerdings kostet das neue Glasdach der Spitzenversion "Comfort plus" etwas Kopffreiheit. Der Kofferraum (430 bis 1269 Liter) gehört zu den Klassengrößten, der höhenverstellbare Ladeboden und variable Lehnenneigung zu den üblichen Ladetricks der Szene. Die Basisversion fällt mit Klimaanlage, Radio und Tempomat recht bescheiden aus, für 1800 Euro Aufpreis kommen "Comfort"-16-Zoll-Aluräder, Bluetooth-Verbindung und Sitzheizung an Bord. Assistenzsysteme oder Internet-Anschluss sucht man im SX4 vergeblich, Suzuki setzt eher auf Platz und die langlebige Qualität des SX4. Irgendwie auch familienfreundlich.

Fazit

von

Joachim Staat
Der neue, geräumigere SX4 will Nissan Qashqai und Opel Mokka die Familienkunden abjagen. Das könnte mit Platz, Komfort und solider Qualität gelingen. Doch ein Billigheimer ist der Suzuki nicht.