"Lassen Sie ihr Portemonnaie zuhause", fordert Elon Musk im Interview. Der Tesla-Chef verspricht für die USA bis 2014 ein gut ausgebautes Netz firmeneigener Schnellladestationen – sodass Tesla-Fahrer mit ihrem Elektroauto problemlos durch die gesamte USA reisen können. Und das sogar kostenlos: Denn als Besitzer eines Tesla zahle man an den Ladestationen keinen Cent, so Musk. "Nicht für eine befristete Zeit, sondern für immer."

Roaming mit Elektroautos: Grenzenlos aufladen

Alles nur Zukunftsmusik? Offenbar nicht. Gegenwärtig gibt es zwar nur sechs Schnellladestationen in Kalifornien und zwei weitere an der Ostküste der USA. Doch bereits Ende Juni 2013 soll sich die Zahl der Stromtankstellen verdreifacht haben, wobei erstmals auch Stationen fernab der Küstenregionen errichtet werden.Bis Ende 2013 sollen die meisten Metropolregionen der USA abgedeckt sein. Mitte 2014 haben nach den Plänen von Tesla dann bereits 80 Prozent der Bevölkerung eine Schnellladestation in der Nähe. Ein Jahr später, Mitte 2015, plant Tesla eine mit 98 Prozent nahezu vollständige Marktabdeckung mit seinen kostenlosen Ladestationen.

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Tesla Model S
Tesla-Fahrer könnten bald kostenlos durch die gesamte USA reisen. Ende 2013 sollen die meisten US-Metropolen über Schnellladestationen verfügen.
Bild: Wolfgang Groeger-Meier
Neben der Ausweitung des Ladenetzes arbeitet Tesla auch an der Ladetechnologie. Bisher dauerte eine Schnellladung etwa eine Dreiviertelstunde. In Zukunft soll sich die Zeit halbieren. In der Praxis tankt der Kunde dann in knapp 25 Minuten genügend Saft, um bis zu 320 Kilometer weit zu kommen. Damit würde sich die Praxistauglichkeit eines Tesla deutlich steigern. Das Niveau von Autos mit konventionellen Antrieb wäre damit zwar noch nicht erreicht – doch die kostenlose Energieversorgung dürfte die Nachteile aufwiegen.