Test Citroën C-Crosser

Citroën C-Crosser HDi FAP Citroën C-Crosser HDi FAP

Test Citroën C-Crosser

— 28.06.2007

Frankreichs erstes SUV ...

... kommt aus Japan. Kein Witz, der Citroën C-Crosser entsteht wie sein Bruder Peugeot 4007 in Fernost, auf Basis der Mitsubishi Outlander.

Asphalt-Cowboy für leichtes Gelände

Es sieht so aus, als wären die Franzosen ziemlich spät dran mit ihrem Einstieg in den SUV-Markt. Citroën selbst betrachtet die Dinge aber ganz anders. Jetzt, mit einem ohnehin relativ frisch erneuerten Modellprogramm, sei genau der richtige Zeitpunkt, das Sortiment mit einem SUV abzurunden. Aha. Man könnte es aber auch so sehen: Der Citroën C-Crosser ist ja kein eigenständig entwickeltes Modell, sondern nur eine Abwandlung des seit Februar in Europa verkauften Mitsubishi Outlander. Und wie die japanische Modellplanung es nun mal so will, war die Allradvariante eben gerade zu diesem Zeitpunkt fertig. Größter technischer Unterschied zwischen dem Mitsubishi und seinen im gleichen japanischen Werk gebauten französischen Brüdern ist der Dieselmotor.

Asphalt-Cowboy für leichtes Gelände

Der moderne Turbodiesel leistet putzmuntere 156 PS.

Statt des 140 PS starken Zweiliter-Pumpe-Düse-Motors von VW trägt der Citroën einen 2,2 Liter großen Common-Rail-Diesel von PSA unter der Haube. Ein Vorteil, der Ende 2007 aber auch dem Outlander zugutekommt. Der moderne Turbodiesel leistet putzmuntere 156 PS und ist ein deutlich angenehmeres Triebwerk als der respektable, aber im Vergleich unterlegene VW-Motor. Die Citroën-Maschine zieht gleichmäßiger und sanfter aus niedrigen Drehzahlen durch. Und läuft viel kultivierter und leiser. Im Übrigen unterscheidet sich das Fahrgefühl im Franzosen nur in Nuancen von dem im Mitsubishi.

Der Abrollkomfort ist dank der serienmäßigen Michelin-Reifen noch etwas geschmeidiger. Der C-Crosser lenkt sich für ein Fahrzeug dieser Klasse ausgesprochen handlich. Der elektronisch geregelte Allradantrieb lässt sich abschalten – wir raten aber davon ab. Wer von der Möglichkeit dennoch Gebrauch macht, erntet vor allem störende Antriebseinflüsse, die am Lenkrad zerren. Citroën bietet den C-Crosser vorerst ausschließlich als Diesel sowie in den beiden Ausstattungsversionen Tendance (33.590 Euro) und Exclusive (37.590 Euro) an.

Pfiffige Zusatz-Sitzreihe bietet nur eingeschränkten Komfort

Beide haben serienmäßig die pfiffige Zusatz-Sitzreihe im Kofferraum, die allerdings nur eingeschränkten Komfort bietet. Das französische Geländepaar ist teurer als der Mitsubishi in den vergleichbaren Versionen Intense und Instyle: im einen Fall um 1100, im zweiten gar um 2400 Euro. Ein Aufschlag, der natürlich auf den stärkeren Dieselmotor zurückzuführen ist. Und außerdem zeigt, dass Citroën zwar spät auf den SUV-Markt kommt, jedoch nicht mit schwachem Selbstbewusstsein. Fazit: Der C-Crosser fährt dank des kräftigen und kultivierten Common-Rail-Diesels deutlich angenehmer als Halbbruder Mitsubishi Outlander. Ansonsten sind die Unterschiede gering.

Fahrbericht Peugeot 4007

Hier besteht nun wirklich keine Verwechslungsgefahr – zumindest von vorn: Auch der Peugeot 4007 ist nichts anderes als ein geschickt umgemodelter Mitsubishi – und trotzdem passt er prima in die Löwenfamilie. Seine bullige Front macht ihn zum stämmigsten Vertreter der gallisch-japanischen SUV-Sippe. Sonst unterscheidet er sich kaum von seinen nahen Verwandten. Die Silhouette mit der breiten C-Säule? Kennen wir. Das ordentlich verarbeitete, aber etwas uninspiriert gezeichnete Cockpit? Typisch Mitsubishi (und C-Crosser). Und natürlich arbeitet unter der Haube der gleiche 2,2- Liter-Dieselmotor wie im Citroën. Größter Unterschied: Der 4007 kostet mit dem famosen 156-PS-Diesel-Triebwerk 1600 Euro weniger als der Citroën. Dabei ist selbst der Name ihrer Basisausstattungen (Tendance) bei beiden gleich – und jeder bietet ohne Aufpreis sechs Airbags, ESP, Klimaautomatik und CD-Radio. Dafür müssen Peugeot-Käufer für die Aluräder extra bezahlen – beim C-Crosser gibt es sie ohne Mehrpreis. Und der Basis-Peugeot hat – anders als sein siebensitziges Citroën-Pendant – nur Platz für fünf. Sieht so aus, als wird das Preisvergleichen unter den drei Kooperations-Kollegen mehr Zeit brauchen als das Probefahren.

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