Honda Civic 2.0i Sport

Honda Civic 2.0i Sport Honda Civic 2.0i Sport

Test Honda Civic 2.0i Sport

— 15.03.2005

Auf die dezente Art

GTI-Werte ohne GTI-Feeling: Der Civic 2.0i Sport will unauffällig überzeugen. Und patzt dabei mit hohem Verbrauch.

Lückenfüller mit 160 PS

Sportlich ambitionierte Civic-Kunden mußte Honda bislang entweder ziehenlassen oder in den extremen Type R setzen. Doch nicht jeder braucht gleich 200 PS und Drehzahlen um die 8000 Touren, um im Stau zur Arbeit oder sonntags zur Oma aufs Land zu fahren. Hinzu kommen die nur drei Türen des Type R. Familienväter haben deshalb bislang eher dankend abgewinkt. Die versucht Honda nun mit dem Civic 2.0i Sport wieder zu mobilisieren.

Sein Zweiliter mit 160 PS schließt endlich die riesige PS-Lücke zwischen dem 1.6i mit 110 PS und dem fast doppelt so starken Type R. Nicht zu vergessen: Der 2.0i Sport hat fünf Türen. Aber sonst keine Auffälligkeiten. Nur wer genau hinschaut, erkennt, um welchen Typ es sich handelt.

Die 16-Zöller sowie die Wabenstruktur des Kühlers geben Hinweise auf den Sport-Civic. Innen verraten Teilleder-Sportsitze und ein Lederlenkrad die Potenz. Und die kann sich sehen lassen: 210 km/h Spitze, Tempo 100 ist nach 8,7 Sekunden erreicht. Das sind GTI-Werte alter Schule. Nur das dazugehörige Gefühl mag nicht so recht aufkommen. Der Zweiliter läuft leise und vibrationsfrei, glänzt aber nicht mit Temperament aus niedrigen Drehzahlen.

Wer Feuer will, muß Gas geben, um die Höchstleistung bei 6500/min abzurufen. Wer so fährt, darf sich über Verbräuche von 15 Litern allerdings nicht wundern. Durchschnittlich liefen bei uns im Test 10,8 Liter durch die Einspritzdüsen. Immer noch viel und üppige 3,3 Liter mehr, als Honda verspricht.

Technische Daten und Wertung

Damit einem trotzdem nicht der Spaß vergeht, haben die Japaner dem Civic eine Sahneschaltung spendiert. Purer Genuß. Erstens, weil sie leicht und präzise einrastet. Zweitens, weil der Hebel oben im Cockpit sitzt. Einen kürzeren Weg zum Lenkrad gibt es nicht. Den so gewonnenen Raum zwischen den Sitzen nutzt Honda für reichlich Ablagen, die sich im Alltag als nützlich erweisen.

Honda verschenkt aber auch Raum. Zumindest für den Fahrer. Sein Sitz läßt sich für großgewachsene Menschen nicht weit genug zurückschieben. Hinten sitzen die Gäste fürstlich. Keiner hat in dieser Klasse mehr Beinfreiheit. Für die Sicherheit bringt der Civic sechs Airbags, Bremsassistent und ESP mit, für den Komfort unter anderem Klimaautomatik sowie CD-Radio. Nicht ganz so komfortabel ist der Preis: 22.720 Euro.

Autor: Michael Specht

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