Test Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD

Hyundai Tucson 2.0 CRDi GLS 4WD Hyundai Tucson 2.0 CRDi GLS 4WD

Test Hyundai Tucson 2.0 CRDi GLS 4WD

— 09.09.2004

Jede Wette, der kommt an!

Hyundai weiß, was gegen Flaute hilft: Qualität zu kleinen Preisen. Aktuelles Beispiel: das kompakte SUV Tucson.

Betriebskosten und Garantien

Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch. Manchmal aber auch mehr. So etwa bei Hyundais neuem Kompakt-SUV, der wie sein großer Bruder Santa Fe nach einer Stadt in den USA benannt wurde. Ab 18. September 2004 folgt Tucson der Erfolgsspur, die der Toyota RAV4 vor zehn Jahren legte.

Dabei vertraut der modern gestylte SUV auf die mittlerweile bekannte Hyundai- Strategie: günstiger sein als die Konkurrenz. Immerhin rangiert der Tucson 2.0 CRDi GLS 4WD mit 24.290 Euro deutliche 2110 Euro unter dem fünftürigen RAV4 D-4D 4x4. Der Einstieg (Frontantrieb, 141 PS) beginnt gar bei derzeit unschlagbaren 18.390 Euro.

Innen findet sich der knallharte Sparkurs zum Glück nur bedingt wieder. Die verwendeten Kunststoffe könnten zwar fingerfreundlicher und farbenfroher sein, an Solidität und Paßgenauigkeit gibt es aber wenig zu meckern. Gleiches gilt für die klaren, übersichtlichen Bedienelemente. Das Platzangebot des 4,33 Meter langen Tucson überzeugt selbst lange Kerls. Auch wenn sie sich in den Fond drücken müssen. Die Gäste der zweiten Reihe profitieren dabei vom langen Radstand. Üppige 2,63 Meter liegen zwischen den Achsen – 14 Zentimeter mehr als beim RAV4, einer mehr als beim Santa Fe.

Technische Daten und Testwerte

Was die Fahrt in den Urlaub dann doch trübt, sind die glatten Lederpolster (2050 Euro, inkl. Klimaautomatik), die zu wenig Halt bieten. Auf langen Strecken mahnen sensible Beifahrer öfter eine Pause an. Und das, obwohl die angenehm straffe Federung ihre Sache sehr ordentlich macht.

Weiteres Manko auf Reisen: Der Kofferraum faßt mit 325 Litern nur das Basis-Gepäck. Immerhin läßt sich die geteilte Fondbank mit zwei Handgriffen in eine Ebene verwandeln; bis zur Fensterkante passen dann 805 Liter ins Heck. Weniger Freude bereitet der 2,0-Liter-Diesel am anderen Ende der Karosserie.

Mit einer leichten Anfahrschwäche gestraft, bringen die 113 PS den 1,7 Tonner nur mühsam in Fahrt. Die 245 Nm Drehmoment sorgen wenigstens für einigermaßen flüssige Überholmanöver, der Verbrauch bleibt mit 8,2 l/100 km noch im Rahmen. Immer vorausgesetzt, wir sind allein unterwegs. Mit voller Zuladung muß der Tucson doch heftig kämpfen. Zudem mangelt es ihm an Laufruhe und an Reinheit nach Euro 4.

Ausstattungen und Preise

Wer gelegentlich Wald und Wiese erobern möchte, freut sich über den automatisch aktivierten Antrieb der hinteren Räder. Bis zu 50 Prozent der Kraft gibt der sonst frontgetriebene Tucson so ab. Bei Bedarf läßt sich die 50:50-Verteilung auch fixieren.

Was den Hyundai sicher nicht zur Bergziege macht, wohl aber zu einem brauchbaren Softroader. Ab Dezember soll es dann auch ESP geben, das wir trotz braven Spurwechsels (Lenkung verhärtet aber) nur empfehlen können. Damit wäre die Ausstattung des Tucson dann auch fast komplett.

Fazit und Bewertung

Fazit Hyundai erkennt den SUV-Trend und setzt ein Sonderangebot obendrauf. Der gelungene Tucson leistet sich kaum ernsthafte Schwächen, bleibt beim Preis unter und bei der Garantie über den Mitbewerbern. Mit diesem Rezept fahren die Koreaner gerade in Krisenzeiten gut.

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