Fußgänger und Fahrradfahrer besonders gefährdet
Die Gruppe der Fußgänger und Fahrradfahrer zählt mit 31 Prozent aller Verkehrstoten zu den besonders gefährdeten. In einigen Ländern beträgt die Rate sogar über 50 Prozent. Diese Zahl verdeutlicht: Viele Länder vernachlässigen die Bedürfnisse von Fußgänger und Fahrradfahrer zu Gunsten von motorisierten Verkehrsteilnehmern.
Das Risiko junger Männer
54 Prozent der Menschen, die ihr Leben auf den Straßen lassen, sind im Alter zwischen 15 und 44 Jahren. Drei Viertel von Ihnen sind männlich.
Schwache Wirtschaftsleistung, hohes Risiko
In Ländern mit durchschnittlich niedrigeren Einkommen ist das Risiko, an einem Verkehrsunfall zu sterben, mehr als doppelt so hoch wie in Ländern mit starker wirtschaftlicher Leistung. Auch in Ländern mit hohen Durchschnittseinkommen sind sozial schwächer gestellte Menschen stärker gefährdet, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen.
Gesetze ohne Wirkung
In vielen Ländern existieren zwar ausreichend Gesetze zur Verkehrssicherheit, sie werden vom Staat aber nicht zuverlässig und ordentlich durchgesetzt. So kann das korrekte Tragen eines Motorradhelms das Todesrisiko um 40 Prozent und das Risiko von schweren Kopfverletzungen sogar um 70 Prozent verringern. Dennoch wird die Helmpflicht in vielen Ländern vom Staat vernachlässigt.
Risikofaktor Geschwindigkeit
Mit der Zunahme der Geschwindigkeit erhöht sich einerseits die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, gleichzeitig auch die Schwere der Verletzungen. Tempo-30-Zonen senken das Risiko von tödlichen Unfällen, insbesondere von Fußgängern und Fahrradfahrern. Zusätzliche positive Effekte für die Gesundheit resultieren aus sinkenden Emissionen.
Risikofaktor Alkohol
Fahren unter Alkoholeinfluss erhöht nicht nur das Risiko eines Unfalls. Auch die Wahrscheinlichkeit von schweren und tödlichen Verletzungen steigt deutlich. Länder, die eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille oder weniger konsequent durchsetzen, reduzieren effektiv die Zahl von Unfällen durch Alkoholeinwirkung.
Gurte sind (Über-)lebenswichtig
Anschnallen ist nach wie vor eine der wirkungsvollsten Sicherheitsmaßnahmen. Insassen auf den vorderen Sitzen verringern das Todesrisiko um 40 bis 50 Prozent. Passagiere auf den Rücksitzen haben je nach Sitzposition ein zwischen 25 und 75 Prozent geringeres Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen.
Kindersitze zum Schutz der Kleinsten
Kindersitze verringern das Risiko, bei einem Unfall zu tödlich verletzt zu werden, für Babys um bis zu 70 Prozent. Bei älteren Kindern reduziert sich die Wahrscheinlichkeit um 54 bis 80 Prozent. Diesen Schutz bieten Kindersitze allerdings nur, wenn sie korrekt installiert und benutzt werden.
Kommentare zum Artikel (1)
Erstellt
Inhalt
Melden
Solange es die rasenden "Kapitäne" der Straße noch gibt, die düsendenden Kleintransportder die linke Spur blockieren, belehrende Links-Fahrer schulmeistern und unsere Politiker jeden Mist der EU umsetzen müssen, die Autofirmen nach dem Motto handeln: immer mehr PS/KW mehr Elektronik die den Kraftfahrer ablenkt, Eltern, die Ihre Kinder im Auto nicht sichern und ohne Bildung mit dem Fahrrad auf die Straße schicken, wird es mehr Tote geben. Bildung und Verkehrserziehung müssen im Kindesalter beginnen und dürfen auch nicht mit dem Erwerb der Fahrerlaubnis aufhören. Verantwortung übernehmen, sollte die Losung heissen.