Video: Kältemittel R1234yf setzt B-Klasse in Brand
Zwei Sekunden – und es brennt

Ein schockierendes Daimler-Video zeigt, wie das Killer-Kältemittel R1234yf eine Mercedes B-Klasse in Brand setzt. Ein neuer Beweis dafür, wie gefährlich R1234yf ist.
Bild: Auto Bild
- Frank Rosin
Es zischt, eine weiße Gaswolke erfüllt den Motorraum, und dann – wusch – erscheint eine Stichflamme. Ein Feuer bricht aus, die blauen Flammen erinnern an einen Camping-Gaskocher. Doch hier brennt nicht das Gas Propan, sondern das Killer-Kältemittel R1234yf, freigesetzt von einem ferngesteuerten Ventil in einer Kältemittelleitung. Nach zwölf Sekunden erstickt eine CO2-Löschanlage den Brand und verhindert, dass sich die Flammen weiter ausbreiten können. Denn deren gelbe Färbung in den letzten Brandsekunden zeigt, dass sie bereits auf die Kunststoffteile des Motorraums übergegriffen haben.
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Video: Killer-Kältemittel
R1234yf setzt B-Klasse in Brand
Kältemittel HFO-1234yf
HFO-1234yf
HFO-1234yf (2,3,3,3 Tetrafluorpropen) wird als Nachfolger des Kältemittels R134a in Auto-Klimaanlagen eingesetzt. Der Vorteil von HFO-1234yf: Es hat ein geringeres Treibhauspotenzial.
Global Warming Potential
Das Global Warming Potential (GWP) oder auch Treibhauspotenzial gibt an, wie stark ein Gas zum Treibhauseffekt beiträgt. Das GWP von R134a beträgt 1300, das von HFO-1234yf liegt bei 4. Seit Anfang 2011 dürfen in Neuwagen nur noch Kältemittel mit einem GWP kleiner als 150 eingesetzt werden.
Universität von Ohio
HFO-1234yf wurde 1946 an der Universität von Ohio erstmals synthetisiert. Die Einzelsubstanz galt bis vor wenigen Jahren wegen ihrer Reaktivität als ungeeignet für Pkw-Klimaanlagen.
Patente
Die meisten Patente für HFO-1234yf liegen bei den US-Chemiekonzernen Honeywell und Dupont, die zurzeit gemeinsam in China eine Fabrik errichten. Diese wird ab dem vierten Quartal 2012 große Mengen des neuen Kältemittels herstellen – gut ein Jahr später als ursprünglich geplant.
Alternativen
Mögliche Alternativen zu HFO-1234yf sind CO2 (R744), Propan (R290) und Butan (R600).
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Die Klimaanlagen der mehr als 50.000 B-Klassen, die seit November 2011 verkauft wurden, sind alle noch mit dem alten R134a befüllt. Grund: Lieferschwierigkeiten bei R1234yf.
Bild: Toni Bader
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