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VW-Hochzeit mit Porsche

— 13.08.2009

Aufsichtsrat gibt Jawort

Die Fusion von Volkswagen und Porsche nimmt Formen an: Der VW-Aufsichtsrat hat einer Grundlagenvereinbarung über einen gemeinsamen Automobilkonzern zugestimmt. Porsche wird als zehnte Marke integriert.

(dpa) Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat am Donnerstag (13. August) einer Grundlagenvereinbarung über einen integrierten Automobilkonzern mit Porsche zugestimmt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Aufsichtsratskreisen. Im Laufe des Jahres 2011 soll es eine Verschmelzung der Unternehmen geben. Nach dem VW-Aufsichtsrat sollte auch das Kontrollgremium von Porsche in Wolfsburg zusammenkommen. Erwartet wurde, dass der Aufsichtsrat des Stuttgarter Sportwagenbauers die Vereinbarung ebenfalls billigt. Geplant ist, dass VW zunächst schrittweise beim Porsche-Automobilgeschäft (Porsche AG) einsteigt. Der Sportwagenbauer soll als zehnte Marke in den Wolfsburger Konzern integriert werden.

Dauerhafter Sitz in Wolfsburg

Der Sitz des integrierten Konzerns sei dauerhaft Wolfsburg, erfuhr die dpa aus Konzernkreisen. Zudem sei die 20-prozentige Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen in der Hauptversammlung dauerhaft gesichert. Dies sichert dem Land Niedersachsen, das knapp über 20 Prozent an VW hält, eine starke Stellung bei Volkswagen. Die zwei Entsenderechte im VW-Aufsichtsrat für das Land sollen dauerhaft in der VW-Satzung verankert werden. Der grundlegenden Einigung war eine monatelange Übernahmeschlacht vorausgegangen. Offen blieb zunächst, wie viel das Sportwagengeschäft von Porsche wert ist und wie viel VW dafür zahlt. In den vergangenen Wochen waren immer wieder Summen zwischen sieben und mehr als zehn Milliarden Euro im Umlauf. Erwartet wurde zudem, dass das Emirat Katar als dritter Großaktionär neben den Familien Porsche und Piëch sowie dem Land Niedersachsen bei VW einsteigt. Außerdem sollte die Belegschaft eine Beteiligung erhalten.

Winterkorn wird der neue Wiedeking

Der neue starke Mann im VW/Porsche-Konzern ist VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. Nach dem Aus für den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking nach dem Sieg von VW im Machtkampf soll Winterkorn nach Angaben aus Branchenkreisen auch neuer Vorstandschef der Porsche Automobil Holding SE werden. Porsche hatte sich mit der Übernahme von knapp 51 Prozent von VW verhoben und gut zehn Milliarden Euro Schulden angehäuft. Neben Wiedeking trat vor drei Wochen auch Porsche-Finanzchef Holger Härter zurück. Damit hatte sich in dem Machtkampf allen voran VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch durchgesetzt.

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