Dieser Kombi dürfte den Wolfsburgern so richtig Kummer bereiten. Seit es den Superb auch als Kastenheck zu kaufen gibt, haben sich die Zulassungszahlen des Edel-Skoda in Deutschland verdreifacht. Wieso auch nicht? Er ist eleganter als die eher unharmonische Limousine, hat unerreicht viel Platz und kostet deutlich weniger als ein vergleichbarer VW Passat. 3000 Euro Preisunterschied sind nicht nur in der Mittelklasse ein Wort, auch weil es in Mlada Boleslav merklich mehr Auto fürs Geld gibt als in Wolfsburg.

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Skoda Superb Combi 1.8 TSI VW Passat Variant 1.8 TSI
Lademeister: Beim Kofferraumvolumen schlägt der Superb den Passat um über 100 Liter.
Bild: Christian Bittmann
Nun braucht nicht jeder annähernd zwei Kubikmeter Laderaum. Was spricht also sonst noch für den Skoda? Das Raumangebot im Fond zum Beispiel. Denn genau wie sein Stufenheck-Pendant bietet er hier fast schon Stretchlimousinen-Format. In den meisten anderen Disziplinen liegen die beiden Plattformbrüder so dicht beisammen, dass im Zweifel persönliche Vorlieben den Ausschlag geben. Den feineren Komfort bietet der Passat, zumal wenn er wie in diesem Fall mit dem adaptiven DCC-Fahrwerk (1070 Euro) ausgerüstet ist. Überhaupt hat die Passat-Preisliste viele Optionen, die dem Superb-Kunden vorenthalten bleiben. Der kann sich damit trösten, dass sein Kombi – wer hätte das gedacht? – sogar etwas solider verarbeitet wirkt als der Passat, Klappern gehört aber bei beiden nicht zum Handwerk.

Fazit

von

AUTO BILD
Der Skoda Superb Combi entscheidet dieses Duell ganz knapp für sich. Vor allem im Raumangebot und im Preis liegt er vor dem VW Passat. Der Volkswagen kann mit seinem etwas geringeren Wertverlust und den insgesamt besseren Komforteigenschaften kontern. Sehr wohltuend übrigens, dass beiden Mittelklasse-Kombis das aufgesetzte Lifestyle-Gehabe einiger Konkurrenten so völlig abgeht.