Gewinner Timo Bernhard

Wahl zum ADAC Motorsportler des Jahres

— 27.10.2010

Bernhard ADAC-Gewinner 2010

Timo Bernhard hat die Wahl zum ADAC-Motorsportler des Jahres gewonnen. Nachwuchssportler des Jahres wird Motocrosser Henry Jacobi. Mit in der Jury: AUTO BILD MOTORSPORT.

Timo Bernhard (29) ist ADAC-Motorsportler des Jahres 2010. Der Porsche-Werkspilot hat sich am 26. Oktober 2010 in einer Stichwahl gegen den Formel 1-Fahrer Nico Rosberg durchgesetzt. Mit am Tisch der neun Jurymitglieder saß auch AUTO BILD MOTORSPORT. Gemeinsam mit ADAC-Motorsportpräsident Hermann Tomczyk, vier weiteren ADAC-Verantwortlichen und drei Fachjournalisten haben wir den ABMS-Piloten aus einer Liste von 14 deutschen Top-Rennfahrern zum Sieger gekürt. "Das hat mich sehr gefreut", sagt Bernhard zu ABMS, "auch, weil es etwas unerwartet kommt. Und es zeigt, dass auch meine Erfolge aus der Vergangenheit honoriert wurden." Gleichzeitig hat sich Bernhard in dieser Saison mit seinem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans im Audi R15 für den Titel empfohlen. Bernhard: "Das war der größte Erfolg meiner Karriere. Seit 1980 haben nur die größten deutschen Motorsportler diese Wahl gewonnen. Es ist eine Ehre für mich, mit denen jetzt in einem Atemzug genannt zu werden."

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Für das Kundenteam Manthey Racing fährt Porsche-Werksfahrer Bernhard in der VLN einen Porsche 911 GT3.

Der ADAC begründet die Wahl so: "Seine Ausdauer, seine ausgeprägten Fähigkeiten als Teamplayer und letztendlich sein Durchsetzungsvermögen beim Kampf um seine zahlreichen Titel machen ihn nicht nur für viele Nachwuchsrennfahrer zum sportlichen Vorbild." Bernhard begann seine Karriere 1991 im Jugend-Kart-Slalom, stieg 1998 in die Formel Ford ein und setzte sich 1999 bei der Sichtung zum Porsche-Junior durch. 2000 gewann er den Meistertitel im Porsche Carrera Cup Deutschland. In den folgenden Jahren zeichnete er sich vor allem bei Langstreckenrennen aus. Bernhard gelang es als erstem Rennfahrer überhaupt, die vier großen Langstrecken-Klassiker in Daytona (2003), am Nürburgring (2006-2009), in Sebring (2008) und in Le Mans (2010) zu gewinnen und damit den "Motorsport Grand Slam" zu holen. In den Jahren 2004 (GT-Wertung), 2007 und 2008 (beide Jahre LMP 2-Wertung) gewann er zudem den Meistertitel in der American Le Mans Series. "Das ist ganz witzig", muss Bernhard lachen, "ich bin nämlich ein echtes ADAC-Eigengewächs. Mein erstes Rennen bin ich 1991 im ADAC Pfalz Juniorkartslalom gefahren. So fing alles an. Und ich bin auch heute gerne noch bei Siegerehrungen von Juniorrennen meiner beiden Heimatgaue im Saarland und in der Pfalz dabei. So kann ich einen kleinen Teil dessen zurückgeben, was der ADAC mir gegeben hat."

Motocrosser Jacobi gewinnt die Nachwuchströphäe des ADAC

Henry Jacobi gewann 2010 die FIM Junioren-Weltmeisterschaft, wurde deutscher Vizemeister und dritter im ADAC MX Junior Cup.

ADAC-Junior-Motorsportler des Jahres ist Henry Jacobi. Der 13-Jährige zählt zu den größten Talenten im deutschen Motocross-Sport. Er gewann 2010 die Motocross Junioren-Weltmeisterschaft in der 85ccm-Klasse und ist nach Paul Friedrichs und Ken Roczen der dritte deutsche Solo-Weltmeister im Motocross überhaupt. Zudem beendete der Thüringer den diesjährigen ADAC MX Junior Cup als Dritter in der Meisterschaftswertung, obwohl er verletzungsbedingt nicht alle Rennen bestreiten konnte. Der ADAC-Motorsportler des Jahres wird seit 1980 gewählt. Die Liste der Preisträger liest sich wie das "Who IS who" des deutschen Motorsports. Erste ADAC-Motorsportler des Jahres waren die Rallye-Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer. Auf der Ehrenliste stehen zudem so bekannte Motorsportler wie der siebenfache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher, der amtierende Formel-1-Vizeweltmeister Sebastian Vettel, DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, der wie Michael Schumacher zweimal mit diesem Titel ausgezeichnet wurde, der mehrfache Rallye- Weltmeister Sébastien Loeb oder der fünffache Motorrad-Weltmeister Toni Mang. Die Preisverleihung findet am 20. November 2010 im Rahmen der ADAC SportGala in München statt. Timo Bernhard und Henry Jacobi erhalten dort einen Christopherus aus Nymphenburger Porzellan, der als "Oscar des deutschen Motorsports" bezeichnet wird.

Autor: Bianca Garloff

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