Werkstatt-Test 2011: Skoda — 05.08.2011

Die Richtung stimmt

Preis und Leistung müssen passen. Bei Skoda-Vertragswerkstätten ist das offensichtlich häufiger der Fall. Auf Inspektionstour durch ganz Deutschland registrierten die Prüfer der DEKRA allerdings auch Ausreißer.

Alle Achtung, Skoda, das ist eine wahrhaft große Aufholjagd. Beim letzten Werkstatt-Test 2004 noch schwer gescholten: Sechs von acht getesteten Werkstätten schnitten mangelhaft ab, eine schraubte ein Ausreichend herbei und ebenfalls nur eine ein Gut. Ein Sehr gut mit Goldenem Schraubenschlüssel gab es nicht. Diesen Bericht kann sich der Importeur nun getrost hinter den Spiegel stecken. Unsere Test-Tour mit acht von den Sachverständigen der DEKRA präparierten Octavia Combi gipfelt in zwei Goldenen Schraubenschlüsseln, dazu gab's noch ein Sehr gut, drei Gut, zwei mal ein Befriedigend. Oder anders: acht von 56 Mängeln blieben unentdeckt.

Überblick: Alle News und Tests zu Skoda

Die Scheinwerfer-Einstellung blieb zweimal
unkontrolliert, auch der Verbandskasten wurde zweimal nicht überprüft.

Zweimal wurde der abgelaufene Verbandkasten nicht bemerkt, kein so schwerwiegender "Mangel" wie etwa zu geringer Luftdruck oder eine ausgehängte Bremsleitung. Die Verfallsdaten in den Erste-Hilfe-Kästen sind erfahrungsgemäß recht früh gewählt, was natürlich dem Geschäft der Hersteller dient. Dem Geschäft der Werkstätten dien(t)en lange Jahre die Kleinteile-Pauschalen. Der Punkt fehlt lobenswerterweise in allen Rechnungen. Dafür tauchen plötzlich in einigen Rechnungen Schmier- und Reinigungsmittel sowie "sonstige Kleinteile" auf. Zwar alles nur im Bereich von unter fünf Euro, aber diese Kleinvieh-macht-auch-Mist-Mentalität weckt Misstrauen. Auch die Kalkulation des Motoröl-Preises ist sehr variabel.

Qualität bindet

Die Skoda-Motoren verlangen meist nach Longlife-Qualitäten, die Preise variieren hier von 20 bis 32 Euro. Noch mal kurz in alte Mark zurückgedacht: 39 bis 62,50 Mark für einen Liter Öl – das ist ein gewaltiger Unterschied, das grenzt im teuren Fall eigentlich schon an Wucher. Einzige Abhilfe: Die vorgeschriebene Ölqualität günstig im Zubehörhandel kaufen und zur Inspektion mitbringen. Doch denken wir abschließend wieder positiv: Die vielen Werkstatt-Tests, auch der Hersteller selbst, haben die Qualität der Arbeiten verbessert. Die Markenvertreter haben offenbar begriffen, dass eine gut arbeitende Werkstatt die Kunden bindet. Wer mit der zufrieden ist, der bleibt ihr meist treu.

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Kommentare zum Artikel (13)

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octaviaRS611
06.02.2012, 13:04Uhr

Seit über 12 Jahren fahre ich meinen Octavia 1U Kombi Tdi. Noch NIE hat mich das Auto (nunmehr 240 000 km) im Stich gelassen. Nun habe ich mir einen würdigen Nachfolger bestellt - einen Octavia RS Kombi Tdi - in 4 Wochen wird er zugelassen und ich hoffe er ist genauso zuverlässig wie der alte.

Standstreifenpausierer
10.08.2011, 19:44Uhr

Skoda baut schöne Autos. Wenn die VW-Technik nicht wäre, wäre ich versucht. Nach drei unfreiwilligen Pausen mit dem Dienstpassat auf dem Standstreifen der BAB, kommt mir so ein Murks sicher nicht ins Haus.

Volker C.
09.08.2011, 11:16Uhr

Das erste Superb-Modell habe ich bei Markteinführung gekauft und bei hoher Km-Leistung nach 3 Jahren gegen das Nachfolgemodell gewechselt. Mit beiden sehr viel Spass gehabt, besonders, wenn vermeintlich bessere Autos an der Leistung des Superb TDI scheiterten und die Fahrer lange Gesichter machten. Der Wagen wird immer unterschätzt und nur von Leuten mit Vorurteilen wie Wolfgang schlecht gemacht, obwohl sie das Auto noch nie gefahren haben. Wenn´s nur nach dem Äusseren ginge, hätte ich ihn nicht gekauft, aber Technik, Leistung und Ökonomie stimmen bei dem Superb.

@derdasitzt
08.08.2011, 09:32Uhr

Sorry, bin nicht Svenske. Der Typ hat diesen Satz jedoch so oft wiederholt, daß jeder ihn auswendig kann. Wie mir weiterhin bekannt ist besitzt Svenske einen Skoda Superb 1.4 Liter. Ich habe den Superb als Kombi mit 4x4 und 6 Zylinder.

derdasitzt
07.08.2011, 16:58Uhr

@Svenske! Ach ja so wars:-)))

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