Wissen Sie noch? Vor zwölf Jahren wurde die Winterreifenpflicht heiß diskutiert. Eine politische Rutschpartie, und lange war nicht geregelt, was nun überhaupt als Winterreifen gelten sollte. Egal, einen Effekt hatte die Diskussion allemal: Das runde schwarze Gummi stand endlich im Mittelpunkt des Interesses. Und da gehört es auch hin. Man muss sich nur mal klar machen, was solch ein Reifen alles leistet. Gewaltige Längs- und Querkräfte werden von ihnen über eine nur postkartengroße Aufstandsfläche zwischen Fahrzeug und Fahrbahn übertragen – bei jeder Witterung. Eine gigantische Leistung. Doch Reifen sind nicht gleich Reifen, auch wenn sie von außen alle ziemlich ähnlich aussehen. Was wirklich in ihnen steckt und welche unterschiedlichen Sicherheitsreserven sie auf Schnee, bei Nässe und auf trockener Piste abrufen können, klärt nur ein Reifentest wie dieser.

Von 50 Reifen kommen nur 20 in die zweite Testrunde

BMW 3er - Winterreifentest 2017
Bremstest auf Schnee: Gute Winterreifen müssen bei jeder Witterung ausreichende Haftung haben.
Bild: Anuscha Sonntag / AUTO BILD
Die dafür ganz normal im Handel gekauften 50 Winterreifen der Mittelklasse-Dimension 225/50 R 17 müssen in einer Vorrunde zunächst unseren Sicherheitscheck bestehen. Auf nasser und verschneiter Fahrbahn, also bei besonders unfallträchtigen Witterungsverhältnissen, messen und vergleichen wir ihre Bremswege. Nur die 20 Reifen mit den in Summe kürzesten Bremswegen und den größten Sicherheitsreserven bleiben im Rennen. Und müssen ihre dynamischen Qualitäten anschließend in 14 Einzeldisziplinen unter Beweis stellen. Um Geld und Wirtschaftlichkeit dreht sich dann alles im letzten Kapitel unseres Megatests. Preisbewusste Käufer können sich bei ihrer Wahl auf einen Blick am Prädikat "Ecomeister" orientieren.