Das "eleMMent PALAZZO" ist ein Megaluxus-Reisemobil von Colani. Ein Exemplar das rollende Märchenschlosses wurde bereits verkauft – für 2,3 Millionen Euro an einen Käufer in Dubai.
Stephanie Kriebel
Die Firma Marchi Mobile aus Wien hat sich für ihre Fahrzeuge Großes auf die Fahne geschrieben. "Offensichtliche Exklusivität und Extravaganz die keiner Erklärung bedarf" wollen die Österreicher liefern. Im Falle des in Gold oder Weiß erhältlichen, luxuriösen Reisemobils "eleMMent PALAZZO" hat das, was die beiden ersten Punkte betrifft, bestens funktioniert. Im vergangenen Jahr wurde ein Exemplar des rollenden Palasts in Dubai für umgerechnet 2,3 Millionen Euro verkauft.
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Luxusbus von Marchi Mobile
Der protzige elemment PALAZZO erregt mit Sicherheit Aufsehen. Hier die etwas dezentere Ausführung in Weiß.
Der zwölf Meter lange und 20 Tonnen schwere Nobel-Trailer basiert auf einem Entwurf des Industriedesigners Luigi Colani. Da ist eine ungewöhnliche Formgebung Ehrensache. Im Falle des eleMMent palazzo bedeutet das eine Front, die Elemente eines Helikopters unerschrocken mit denen eines 70er Jahre Sportwagen kombiniert. Und das mit praktischem Nutzen, denn die Aerodynamik soll eine Kraftstoffersparnis von bis zu 25 Prozent im Vergleich zu einem vergleichbar großen Gefährt bewirken. 510 PS, Carbon-Heckdiffusor und Doppelrohrsportauspuffanlage in XXL künden davon, dass das Wohnmobil trotzdem auch durchaus sportinteressiert ist.
Herrliche Landschaften: Weitläufigkeit und edle Materialien gehören zum Camping deluxe.
Entsprechend dem noblen Äußeren sind auch die inneren Werte des eleMMent PALAZZO erstaunlich. Zweiplatten-Gasherd und Möbel in Buchefurnier sind hier selbstverständlich Fremdworte. Stattdessen gibt es eine ausfahrbahre Gangway sowie eine ausfahrbare Lounge auf dem Dach. Wer auf zwei Ebenen feiern will, kann die Sofalandschaft per Knopfdruck um eine Barmöblierung erweitern. Das Schlafzimmer mit integriertem Badezimmer inklusive "Rainshower" erinnert weniger an ein Wohnmobil als vielmehr an eine Suite im Luxushotel.
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Wohnmobile XXL: Camping in den USA
Kleine Dusche gefällig? Das Badezimmer inklusive "Rainshower" erinnert weniger an ein Wohnmobil als an ein Luxushotel.
Beengte Platzverhältnisse kennen die Passagiere dieses Gefährts daher auch nicht: 30 Quadratmeter stehen zur Verfügung, dazu kommt noch die 20 Quadratmeter große Dachterrasse. Die Kombination aus barocken Elementen mit modernem Design trägt das Ihre zur Extravaganz des eleMMent PALAZZO bei. Feinste Materialien wie edle Hölzer und Marmor sowie eine Hightech-Bedientechnik verstehen sich in diesem Reisemobil von selbst. Gleiches gilt für die ausfahrbaren 40 Zoll-Flatscreens, das Highend Multimedia-System und das vielseitig steuerbare Lichtambiente. Für das Cockpit stehen verschiedene Designs – inspiriert beispielsweise vom Motorsport oder Yachten – zur Wahl.
Luxusbus von Marchi Mobile
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Elemment Viva heißt der schneeweiße Luxusbus, den die Firma Marchi Mobile aus Wien für einen Kunden aus Istanbul gebaut hat. Der ursprüngliche Entwurf stammt aus der Feder von Designer Luigi Colani.
Bild: Marchi Mobile
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Firmeneigner Mario Marchi hat die Rechte erworben, den Prototypen zum Fahrzeug weiterentwickelt und baut nun außergewöhnliche Reisemobile, Zugmaschinen und Busse auf seiner Basis.
Bild: Marchi Mobile
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Der Viva bietet 20 Fahrgästen Platz und offeriert ihnen laut Hersteller sämtliche Annehmlichkeiten, die sie aus dem Privatflieger gewohnt sind.
Bild: Marchi Mobile
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Dazu zählen unter anderem die vollständige Verstellbarkeit der weißen Ledersessel, Sitzheizung, zahlreiche Ablagemöglichkeiten und ein persönlicher Monitor. Abgedunkeltes "Pivacy Glass" hält die neugierigen Blicke der Außenwelt fern.
Bild: Marchi Mobile
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Unter der auffälligen Hülle steckt solide Großserientechnik aus dem Lkw-Bau. Der Motor stammt aus dem Hause Volvo.
Bild: Marchi Mobile
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Dreizehn Liter Hubraum und mehr als 500 PS verschaffen der Person hinter dem Steuer ausreichend Möglichkeit, den 13,5 Meter langen und vier Meter hohen Viva nicht nur angemessen flott, sondern vor allem leise fortzubewegen. Letzteres ist nach Angaben des Herstellers die eigentliche Aufgabe. So wenig wie möglich soll den Fahrkomfort der Passagiere beeinträchtigen.
Bild: Marchi Mobile
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Auch auf der anderen Seite des Globus sind solche VIP-Busse beliebt. Das hier ist keine Bar im China-Stil, sondern das Interieur eines chinesischen Luxusliners von Bushersteller King Long Coach. Denn einigen solventen Geschäftsleuten scheint eine dicke Limousine nicht zu reichen: Sie wollen einen Bus, der als ...
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... rollendes Büro ebenso dienen kann wie als opulentes Reisemobil mit allem erdenklichen Luxus. Der King Long Coach hat auf Wunsch jeden Schnickschnack an Bord hat. Passend zur Bedeutung des Drachen in China ...
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... kann der geneigte Kunde den zwölf Meter langen Bus auf Scania-Basis (380 PS) mit einem Drachen-Airbrush an den Seiten bestellen, immerhin verheißt das im Reich der Mitte Stärke und Glück.
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Aus dem Dach lassen sich nachts Scheinwerfer zur Überwachung der Umgebung ausfahren, ...
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... eine Video-Überwachungsanlage gibt es auch. Die Technik für die Überwachung sitzt im Bauch des Nobelbuses.
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Um das Gepäck samt Sportgerät im Laderaum zu verstauen, lassen sich Schubladen ausziehen.
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Im Stand fahren die Seitenteile aus, um die Innenfläche zu vergrößern. Und die lässt ebenfalls keine Wünsche offen.
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Boden und Seitenwände sind großzügig mit Edelholz verkleidet, dicke Lederclubsessel laden zum Verweilen ein, ...
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... eine Ambiente-Beleuchtung verändert die Farbe je nach Gusto.
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Ein Speisetisch samt edlem Geschirr darf da nicht fehlen, ...
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... eine Mini-Küche ist ebenfalls vorhanden. Für ein Menü reicht es nicht, gekocht wird in der Regel außerhalb.
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Aber um sich einen grünen Tee zubereiten zu lassen, genügt auch eine Kochplatte samt Dunstabzugshaube.
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Natürlich lässt sich sich im Bus von King Long Coach auch ausgesprochen komfortabel arbeiten.
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Zur Bespaßung der Passagiere und als Business-Zentrale dient eine Infotainment-Kommunikations-Einheit modernster Prägung mit diversen Bildschirmen. Alle Funktionen lassen sich fernsteuern.
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Im Heck gibt es ein kleines Bad mit Dusche und vergoldeten Armaturen ...
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... und ein Schlafzimmer mit Doppelbett samt indirekter Beleuchtung, ...
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... großzügigen Schränken und einem Flachbildschirm. Das Personal muss allerdings mit einem Etagenbetten Vorlieb nehmen. Doch nicht nur in China lässt es sich fürtslich reisen: Luxus-Wohnmobile deutscher Hersteller.
Wohnmobile XXL: Camping in den USA
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Ein 15-Liter-Triebwerk unter der Haube, Fußböden aus Marmor, elegante Ledersofas, drei LCD-Flachbildfernseher mit feinstem Soundsystem und einen Frischwassertank mit 450 Liter Fassungsvermögen an Bord – klicken Sie sich durch die Wohnmobile der Superlative.
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Platz da für die Kaiserin der Camper: Der 431 PS starke "Empress" (engl. für Kaiserin) ist das Flagschiff von Triple E Recreational Vehicles. Das 12,24 Meter lange Wohlfühl-Wohnmobil ist über 13 Tonnen schwer, 2,53 Meter breit und 3,84 Meter hoch. Für den Innenraum ...
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... gibt es diverse Gestaltungsmöglichkeiten. Hier ein Beispiel mit großem Wohnraum, Schlafzimmer, Küchenzeile, Essecke und zwei riesigen Fernsehern. Wie das live aussehen kann, ...
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... zeigt ein Blick in den Essbereich des Empress. Dunkles Holz, helles Leder und ein feiner Marmorfußboden – die Ausstattung ist äußerst exklusiv. Und mit dem großen Flachbildfernseher verpassen die Insassen auch während des Dinners kein Spiel der NBA, NHL, NFL oder MLB.
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Auf Wunsch gibt es die komplette Einrichtung des Empress natürlich auch in hellem Holz. Für stets gut gekühlte Getränke sorgt ein riesiger Kühlschrank mit Eismaschine.
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Die Firma Monacocoach schickt den dicken "Signature" ins Rennen. Für den von einem Cummins-Diesel mit 15 Litern Hubraum und 532 PS angetriebenen Brummer startet die Preisliste bei schlappen 628.900 Dollar. Das sind derzeit umgerechnet rund 488.000 Euro.
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Für diesen Preis darf man in dem 23 Tonner in einem Cockpit Platz nehmen, das eine gelungene Mischung aus dem Arbeitsplatz auf der Brücke eine Kreuzfahrtschiffs und der Schaltzentrale eine Kampfjets ist.
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Auf 13,68 Meter länge, 3,86 Meter Höhe und 2,55 Meter Breite (Außenmaße) lassen sich allerlei noble Einrichtungsgegenstände unterbringen. Selbst für das kleine Cocktailtischchen ist im Mittelgang zwischen zwei riesigen Ledersofas noch üppig Platz.
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Auch der "Berkshire" von Forest River ist ein Garant für Parkplatzprobleme in einer belebten Innenstadt. Mit seiner Gesamtlänge von 12,12 Metern und dem fetten 6.7-Cummins-Turbodiesel (345 PS) macht der Riese mächtig auf dicke Hose.
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Für den Berkshire gibt es vier Innenraum-Optionen sowie diverse Holz- und Stoffvariationen.
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Ebenfalls mit den Ausmaßen eines durchschnittlichen deutschen Linienbusses kommt der "Mandalay" von Four Winds mit seinen 13,56 Metern Länge daher. Sein Cummins-Diesel leistet 431 PS. Um extrem weite Wege in einem Rutsch zurücklegen zu können, ...
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... schluckt der Tank des Mandalay 568 Liter Sprit. Und damit die Besatzung des Dickschiffs morgens üppig duschen, die Zähneputzen und leckeren Tee oder Kaffee kochen kann, ist auch noch ein 454 Liter großer Frischwassertank an Bord.
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Das Unternehmen "Newell" aus Miami/Oklahoma baut den Krösus unter den US-Wohnmobilen. Für 1.526.800 Dollar (rund 1.184.000 Euro) bekommt der Kunde ein Fünfsterne-Hotel auf Rädern mit allen erdenklichen Extras. Alle Modelle werden durchnummeriert und auf Kundenwunsch gefertigt. Derzeit im Verkaufsraum: Nummer 1423 (Foto).
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Einer der Big Player unter der US-amerikanischen Wohnmobil-Herstellern ist das Unternehmen Winnebago aus Forest City/Iowa. Nummer eins im Stall ist der "Tour", der je nach Ausstatung zwischen 299.600 und 328.598 Dollar zu haben ist (Modell 2011). Befeuert wird er ...
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... von einem 8,9-Liter großen Turbodiesel mit 406 PS. Auf einer Länge von 13 Metern ist Platz für eine stattliche Einbauküche, eine nette Essecke und zwei volumiöse, um 360 Grad drehbare Einzel-Ledersitze im Cockpit. Der weiße Dachhimmel sorgt für eine leichte Atmosphäre.
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Das zweitgrößte Modell von Winnebago ist der "Journey", den es ab 250.515 Dollar gibt. Für einen amtlichen Vortrieb sorgt auch hier der 8.9 Turbodiesel. Der Journey ist 60 Zentimeter kürzer als der Tour, ...
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... die Inneneinrichtung aber nicht minder imposant. An Ablage- und Staufächern mangelt es definitiv nicht. Zählen Sie selbst!
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Jetzt wird es wild: Dieser 13-Meter-Brummer heißt "Cheetah" (engl. für Gepard) und läuft bei der Firma Safari vom Band. Die Preisliste beginnt bei 232.200 Dollar. Sie haben sich sicher schon gefragt, wie das Chassis eines solchen Kolosses aussieht. Kein Problem, ...
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... hier kommt die Auflösung.
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Ein paar Zahlen: Die Deckenhöhe im Cheetah beträgt 2,13 Meter, der Radstand 6,63 Meter. Fürs Entertainment sind drei Fernseher an Bord (94 cm Bilddiagonale im Wohnzimmer, 81cm im Cockpit, 51 cm im Schlafzimmer). Anschlüsse für Waschmaschine und Trockner gibt es natürlich auch.
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Einen Großteil des Trips in einem Wohnmobil verbringt der Reisende auf dem Campingplatz. Damit einem die heiße Sommersonne nicht die Nase verbrennt, wird der "Navigator" von Holiday Rambler mit einem riesigen Sonnensegel ausgeliefert. Das 22,8 Tonnen-Monster ...
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... ist 13,66 Meter lang, sein Herz ist ein 15-Liter-Diesel von Cummins mit 532 PS. Wahlweise ist das Aggregat auch mit 659 PS zu haben. 505.080 Dollar kostet der treue Reisebegleiter, das sind umgerechnet rund 391.800 Euro. Wer diesen stolzen Preis bezahlt, ...
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... möchte natürlich bestens versorgt werden. Zu diesem Zweck hat Holiday Rambler ein praktisches Fach für die Grill-Utensilien in den Unterboden eingebaut. Mit etwas Verhandlungsgeschick gibt es bei diesem Preis den guten Weber-Grill und das Picknick-Set bestimmt gratis dazu.
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Dieses Motorhome namens "Ellipse" wird von der Winnebago-Tochter Itasca hergestellt. Die Befeuerung übernimmt der bekannte 8,9-Liter-Turbodiesel mit 406 PS, die Preisliste beginnt bei 303.800 und endet bei 332.895 Dollar. Auch der Ellipse ist 13 Meter lang.
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Ein Muss in jedem Edel-Cruiser: bequemes Einzelgestühl und eine riesige Pamorama-Frontscheibe. Man will ja schließlich königlich sitzen und dabei keine Sehenswürdigkeit verpassen. Und wenn nach einem langen Tag auf dem Highway ...
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... der passende Stellplatz gefunden ist, wartet in den meisten Modellen ein gemütliches, rund zwei Meter breites Doppelbett. Für besonders kuschelige Stunden kann der optionale Elektro-Kamin bei Itasca bestellt werden.
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Interessanterweise sind die dicken Wohnmobile allesamt sehr aufwendig gemustert. Einfarbige Modelle scheinen bei der Camper-Kundschaft nicht gut anzukommen. Auch das Vorzeige-Modell "Zephyr" von Tiffin Motorhomes mit seinem 507 PS starken 10,8-Liter-Cummins kommt quietschbunt daher, ...
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... wobei die unterschiedlichsten Farben miteinander kombinierbar sind.
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Im Innenraum auch hier jede Menge Luxus wie bespielsweise ein begehbarer Kleiderschrank mit automatischer Beleuchtung und ein exklusives Heimkino mit Surround-System und DVD-Player.
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Der Prevost "H345 VIP" ist eines der bulligsten Exemplarer in dieser potenten Auflistung. Seine imposanten Daten: 13,72 Meter Gesamtlänge, 8,03 Meter Radstand, 2,60 Meter Breite ...
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... und 3,78 Meter Höhe. In den Tank passen unfassbare 870 Liter Sprit. Sein Leergewicht (inklusive Fahrer) beträgt 15 Tonnen, das zulässige Gesamtgewicht knapp 25 Tonnen. Ein 14-Liter-Aggregat mit 522 PS übernimmt die Arbeit.
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Zwei dicke Dinger: der Prevost mit seinem Modell-Bruder XLII (links), der ebenfalls stolze 13,72 Meter lang ist.
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Der Name täuscht: Mit dem "Cross Country" von Sportscoach sollte man nicht unbedingt ins holprige Gelände fahren. Dafür verspricht der 12,60 Meter lange Reise-Bus mit seinem 345 PS starken Achtzylinder wunderbare Laufruhe bei Tempo 120 auf einem der riesigen US-Highways.
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Es gibt ihn doch, den einfarbigen WoMo-Bomber: Der Post-gelbe Riesen-Camper von Motor Coach Industries trägt den schlichten Namen "MCI J4500" und wird laut Hersteller gern als Tourbus verwendet. Auf 13.89 Meter Gesamtlänge hat die fünfköpfige Rockgruppe nebst Manager genügend Platz zum Relaxen. Hier geht es zu den stärksten Lkw der Welt!