Uwe Alzen (41) ist begeistert: "Ich glaube, dass das GT3-Reglement die Zukunft ist. Wer ein danach auf­gebautes Auto besitzt, kann damit weltweit starten". Der Nordschleifen-Haudegen und Ex-DTM-Pilot denkt um: Während er in den vergangenen Jahren zusam­men mit Bruder Jürgen aufwendige und spektakuläre Porsche-Umbauten wie das über 600 PS starke Turbo- Monster "Turbinchen" an den Start des 24-Stunden-Rennens brachte, fährt er in diesem Jahr einen Porsche 911 GT3 Cup mit 420 PS. 250.000 Euro kostet so ein serien­naher Porsche. Statt 420.000 Euro für einen RSR, wie ihn die Siegermann­schaft der vergangenen drei Jahre, Manthey Racing, einsetzt, rechnet Alzen vor. Hoffnungen auf den Gesamtsieg macht er sich nicht. Seine Start-Ent­scheidung fiel erst drei Wochen vor dem Rennen. Doch er ist ein Beweis dafür, wie überzeugend das Preis-Leistungsverhältnis der erstmals in der Klasse SP 9 zugelassenen GT3- Fahrzeuge ist. Wie die 13 weiteren dort gemeldeten Porsche 911.
Ford GT von Raeder
Bild: Werk
Die Marken- und Modellvielfalt der GT3 kommt auch bei den Fans gut an. Allein zum Start dieser Saison hat die FIA Audis Kundensportwagen R8 LMS und den Alpina B6 auf Basis des BMW 6er Coupés zugelassen. Beide Modelle starten auch beim 24-Stunden-Rennen am 23./24. Mai 2009 auf dem Nür­burgring. Mit drei R8 LMS und einem starken Werksfahrer-Aufgebot will Audi um den Gesamtsieg kämpfen. Auch DTM-Champ und AUTO BILD MOTORSPORT-Pilot Timo Scheider (30) ist dabei. Bei Raeder Motorsport gibt der vom Schweizer Team Matech entwickelte Ford GT sein 24-Stunden-Debüt. Der geplante Einsatz des Lamborghini Gallardo musste ausfallen: Er brannte beim ersten VLN-Lauf völlig aus. "Wir haben den Ford gemietet, entwickeln für Matech ein Nord­schleifen-Kit und bauen derweil wie­der einen Lamborghini auf", erklärt Teamchef Nicolas Raeder den über­raschenden GT3-Umstieg. Das 24-Stunden-Rennen ist also im Spitzenfeld um einige Fahrzeug-Attraktionen reicher geworden. Wer Gefallen an den Autos findet, kann die GT3-Boliden auf dem Nürburgring live erleben. Der Startschuß für die diesjährige Hatz durch die Grüne Hölle fällt am Samstag um 15.00 Uhr.

Für alle die nicht in der Eifel dabei sein können, er Sportsender DSF überträgt mehr als acht Stunden des Rennens live:
Samstag: 15.00 Uhr – 17.30 Uhr
                20.30 Uhr – 22.00 Uhr
                00.00 Uhr – 00.30 Uhr
Sonntag:  07.00 Uhr – 09.15 Uhr
                13.30 Uhr – 16.30 Uhr