24 Stunden von Le Mans 2013
Tödlicher Unfall in Le Mans

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Der dänische Rennfahrer Allan Simonsen ist bei den 24 Stunden von Le Mans 2013 tödlich verunglückt. Landsmann Tom Kristensen siegte mit seinem Audi-Team.

Allan Simonsen ist bei den 24 Stunden von Le Mans 2013 tödlich verunglückt. Der 34-jährige Däne ...
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Video: Best-of Le Mans 2013
Jubiläum des Motorsport-Klassikers

... verlor die Kontrolle über seinen Aston Martin und krachte in die Leitplanke. Im Streckenkrankenhaus erlag Simonsen seinen Verletzungen.
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Kurz vor Rennende rutschte der auf Rang vier liegende Toyota mit Nicolas Lapierre auf regennasser Fahrbahn von der Strecke.
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"Man wird sich Gedanken machen müssen. Die Rennstrecke führt im 45-Grad-Winkel auf die Landstraße. Gerade an dieser Stelle sollte man mit Reifenstapeln die Leitplanken zusätzlich absichern", forderte der dreimalige Le-Mans-Sieger Marco Werner, der als Audi-Botschafter in Frankreich weilte. Dagegen nahm der fünfmalige Le-Mans-Gewinner Frank Biela die Verantwortlichen beim 90. Renngeburtstag in Schutz. "Ich glaube nicht, dass man irgendjemandem einen Vorwurf machen kann. An dieser Stelle fliegt man normalerweise nicht von der Strecke."

Nase vorn: Das Team Kristensen/McNish/Duval machte den zwölften Audi-Sieg beim 15. Start perfekt.
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Simonsen war bei seinen Kollegen sehr beliebt. Sein Vater und Bruder waren in Le Mans vor Ort. Seine Lebensgefährtin war mit der 2012 geborenen Tochter Mie-Mai in der Wahlheimat Monaco geblieben. Mit Bestürzung reagierten zahlreiche Rennfahrer, darunter Formel-1-Pilot Jenson Button und Audi-DTM-Fahrer Jamie Green, auf die Schreckensnachricht. Simonsen hatte in der dritten Runde bei leichtem Regen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Bis zum Rennende gab es keine offiziellen Angaben, aber Experten gingen davon aus, dass der Fahrer einen Genickbruch erlitten hat. Ein anderes Fahrzeug war an dem Unfall nicht beteiligt.
Die Kurve "Tertre Rouge", in der Fahrzeuge der GTE-Am-Klasse etwa 170 Stundenkilometer schell sind, ist Teil einer abgesperrten, öffentlichen Landstraße. Deswegen, so die Meinung vieler Beobachter, hätten an dieser Stelle vor den Leitplanken noch zusätzlich schützende Reifenstapel gehört. In Dänemark änderte der übertragende Radiosender P3 nach dem Tod sofort das Programm. Die verbliebenen vier Fahrzeuge von Aston Martin fuhren weiter. Teamchef David Richards erklärte die Gründe: "Seine Familie hat uns gebeten, weiter zu machen, zu Ehren von Allan, der das sicher so gewollt hätte."
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